
Ohne ein einziges externes Testspiel über die volle Distanz in den Beinen reiste der schwarz-rote Tross in den Breisgau. Dementsprechend betonte Feifel vor dem Auftaktduell: „Wir bekommen die Rückmeldung für unsere Vorbereitung erst in Freiburg.“ Angesprochen auf seine eigene Aussage stellte der Chefcoach nach Spielende mit den drei Punkten im Gepäck zufrieden fest: „Die Mädels haben sich gewehrt, alles reingehauen und sind belohnt worden!“
In der Anfangsphase war den Gästen von der Dhünn vor rund 100 auserwählten Zuschauern im Möslestadion die fehlende Wettkampfpraxis etwas anzumerken. Die Freiburgerinnen testeten in der Vorbereitung gegen drei Bundesliga-Konkurrenten, übernahmen auf heimischem Geläuf anfangs erst einmal die Spielkontrolle. „Wir haben uns zu Beginn ein wenig schwer getan. Freiburg hat alles reingehauen. Dass wir auf diese Intensität nicht direkt vorbereitet sein können, war nach unserer Vorbereitung ohne Testspiele über die volle Spielzeit zu erwarten“, stellte auch Feifel fest. Sein Team ging kurz vor dem Pausenpfiff mit 0:1 in Rückstand. Sommer-Neuzugang Lilla Turanyi sprang der Ball im Strafraum unglücklich an die Hand, Freiburgs Rebecca Knaak traf vom Punkt (45.+1).
Mit diesem Gegentor zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt gingen die Werkself-Frauen in der Kabine. Dort schienen die erfahrenen Kräfte, angeführt von Neu-Kapitänin Jessica Wich, sowie Feifel und seine Co-Trainerin Jacqueline Dünker dann aber die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn im zweiten Abschnitt kämpften sich die Gäste mehr und mehr rein und nahmen die Spielkontrolle an sich – was an diesem Tag auch ein Verdienst der eingewechselten Spielerinnen gewesen war. „Sie haben heute unser Spielniveau noch einmal bedeutend gesteigert“, betonte Feifel, der kurz vor Abpfiff dann gleich zweimal jubeln durfte.
Nach 87 Minuten bediente Joker Csiszar die ebenfalls reingekommene Rackow. Die 19-Jährige konnte den Ball im Strafraum behaupten und ihn zum Ausgleich einschieben. Kurz darauf vollendete dann die Vorlagengeberin selbst: Juliane Wirtz legte im Sechzehner quer auf die am zweiten Pfosten stehende Siegtorschützin. Kurz darauf war Schluss, der gelungene Auftakt in die neue Spielzeit den Bayer 04-Frauen damit nicht mehr zu nehmen. „Es war zwar ein Quäntchen Glück dabei, zum Ende hin aber durchaus verdient“, so der äußerst zufriedene Feifel.
Unmittelbar nach dem Duell im Breisgau traten die Werkself-Frauen die Busfahrt zurück ins Rheinland an. Nach einer Nacht Pause steht für Wich und Co. am Montag eine Regenerationseinheit beziehungsweise ein Spielersatztraining an. Am Freitag, 11. September, bestreiten die Leverkusenerinnen dann auch ihr erstes Heimspiel in der neuen Liga-Saison. Um 19.15 Uhr geht es im Ulrich-Haberland-Stadion – Zuschauer sind bei diesem Duell leider nicht erlaubt – gegen den MSV Duisburg.
Die Statistik:
SC Freiburg: Nuding – Bürger (69. Memeti), Hoffmann, Karl, Kayikci, Knaak, Minge, Müller (78. Sanders), Starke, Steuerwald, Vojtekova
Bayer 04: Klink – Brüggemann, Jessen, Kerschowski (63. Wirtz), Kögel (56. Pinther), Matysik (63. Csiszar), Rudelic, Sahlmann, Turanyi, Wich, Zeller (82. Rackow)
Tore: 1:0 Knaak (45.+1/HE), 1:1 Rackow (87.), 1:2 Csiszar (90.+1)
Gelbe Karten: Starke / Brüggemann, Sahlmann
Schiedsrichterin: Fabienne Michel (Gau-Odernheim)
Zuschauer: 100

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