
„Am Ende ist es für mich ein gerechtes Ergebnis, weil Frankfurt vor allem in der zweiten Hälfte mehr vom Spiel hatte. Wir haben gut begonnen und aufgebaut, manchmal allerdings hat der letzte Pass gefehlt, um die Aktionen sauber zu Ende bringen zu können. Uns hat weh getan, dass die Eintracht Sekunden vor der Pause noch verkürzt hat, dieses Gegentor war bitter“, sagte Bayer 04-Cheftrainer Roberto Pätzold und ordnete das Resultat so ein: „Auch wenn uns in der zweiten Hälfte in der Ballforderung ein bisschen der Mut abhanden gekommen ist und wir immer weniger Entlastung geschafft haben: In Summe ist ein Punkt gegen einen starken Gegner mit sehr großen Ambitionen auf jeden Fall in Ordnung.“
Der Bayer 04-Coach baute auf die gleiche Startelf wie beim Bundesliga-Auftakt beim SC Freiburg und veränderte seine Anfangsformation gegenüber dem 2:0-Sieg im DFB-Pokal beim Karlsruher SC auf zwei Positionen: Lilla Turanyi rückte für Emilie Bragstad in die zentrale Abwehr, Caroline Kehrer übernahm im Angriff den Platz von Estrella Merino Gonzalez. Die Leverkusenerinnen mussten neben den nicht einsetzbaren Charlotte Voll, Melissa Friedrich und Paulina Bartz auch weiterhin auf Loreen Bender und Sofie Zdebel verzichten, die mit der deutschen U20-Auswahl in der Nacht zum Montag das WM-Viertelfinale in Kolumbien gegen die USA bestreiten.
Es ging nach dem Anpfiff ohne Anlaufzeit sofort in die Vollen: Nicht einmal 90 Sekunden waren absolviert, als Frankfurts Laura Freigang die Kugel nach einer Hereingabe von der rechten Seite an die Latte bugsierte – Bayer 04-Kapitänin Friederike Repohl im Tor wäre ohne Chance gewesen (2.). Nach einem Ballverlust im Leverkusener Mittelfeld startete Freigang einen vielversprechenden Konter, wurde aber von der aufmerksamen Selina Ostermeier rechtzeitig gestört (11.). Der erste Treffer fiel dann auf der anderen Seite nach einer herrlichen Kombination der Gastgeberinnen: Über Juliette Vidal und Kristin Kögel kam der Ball zu Janou Levels, die von der linken Seite mustergültig nach innen flankte, wo Caroline Kehrer zur Stelle war und aus kurzer Distanz zum 1:0 abschloss (14.).
Bayer 04 verdichtete geschickt die Räume – und legte entschlossen nach: Nach einem Freistoß von Cornelia Kramer stahl sich Kristin Kögel am Fünfmeterraum davon und ließ den Ball mit dem Kopf ins lange Eck tropfen – das 2:0 für sehr effiziente Leverkusenerinnen (25.). Frankfurt fand offensiv kaum noch statt, Repohl parierte den Versuch von Dunst ohne Mühe (41.). Und doch kam die Eintracht unmittelbar vor der Pause zurück ins Spiel, Reuteler hielt nach Flanke von Dunst den Fuß hin und verkürzte auf 1:2 (45.+2), zugleich auch der Halbzeitstand.





Nach einem Kopfball von Karolina Lea Vilhjalmsdottir sprang die Kugel an die Hand von Wolter, doch ein möglicher Elfmeterpfiff blieb aus (55.). Frankfurt wechselte offensiv, brachte Anyomi und Chiba (57.). Das fruchtete sofort: Anyomis Flanke drückte Chiba am kurzen Pfosten ins Netz – das 2:2 (58.). Bei Bayer 04 kam Estrella Merino Gonzalez für Vilhjalmsdottir (65.). Nach Eckball von Kramer flog Kehrers Kopfball nur knapp über den Frankfurter Kasten (73.). Es war nun ein Kampf auf Biegen und Brechen, beide Teams schenkten sich in einem intensiven Schlagabtausch nichts. Frankfurt erhöhte in der Schlussphase den Druck, Bayer 04 hielt mit aller Macht dagegen – und vereitelte mit vereinten Kräften gegen Freigang und Anyomi das drohende 2:3 (86.). Am Ende blieb es beim leistungsgerechten 2:2.
Ehe es für die Bayer 04-Frauen mit dem Kampf um Bundesliga-Punkte und der Partie des dritten Spieltags am Samstag, 21. September, um 14 Uhr bei der SGS Essen weitergeht, richten sich die Blicke der Leverkusenerinnen gespannt auf Montag, 16. September, wenn ab 20.30 Uhr die Auslosung des Achtelfinales im DFB-Pokal ansteht.
Die Statistik
Bayer 04: Repohl – Skinnes Hansen, Ostermeier, Turanyi, Levels – Piljic, Vidal – Vilhjalmsdottir (65. Merino Gonzalez), Kögel – Kehrer (86. Boboy), Kramer
Eintracht Frankfurt: Johannes – Wolter (62. Aehling), Doorsoun, Kleinherne, Riesen – Senß, Gräwe (57. Chiba), Freigang, Durst – Reuteler (90. Wamser), Prasnikar (57. Anyomi)
Tore: 1:0 Kehrer (14.), 2:0 Kögel (25.), 2:1 Reuteler (45.+2), 2:2 Chiba (58.)
Gelbe Karten: Ostermeier, Levels, Kögel – Reuteler, Riesen
Schiedsrichterin: Franziska Wildfeuer (Lützen)
Zuschauer: 1.163 im Ulrich-Haberland-Stadion

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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