
„Zunächst einmal möchte ich Bayern München herzlich zur verdienten Deutschen Meisterschaft gratulieren. Für uns war es das erste Spiel in dieser Saison, in dem wir fast gar keine Kontrolle hatten. Das ist ein großer Verdienst des Gegners, der uns kaum Zugriff ermöglicht hat“, sagte de Pauw: „In der Pause sind wir positiv geblieben und wollten weiterkämpfen. Wir hatten mehr Ballbesitz, konnten bei den Bayern Unruhe kreieren und sie teilweise stressen. Nach dem Anschlusstreffer hatte ich die Hoffnung, dass noch ein Ball reinfällt, aber letztlich ist der Münchner Sieg verdient.“ Dennoch hielt der Niederländer fest: „Wir können trotzdem aus dem Spiel viel Positives mitnehmen. Die Mannschaft hat gegen einen bärenstarken Gegner bis zum Schluss füreinander gekämpft.“
Nach dem 0:1 bei Aufsteiger RB Leipzig hatte de Pauw drei Änderungen in seiner Anfangsformation vorgenommen. Karólína Lea Vilhjálmsdóttir, Startelf-Debütantin Julie Jorde und Estrella Merino Gonzalez begannen anstelle von Sofie Zdebel (Mandelentzündung), Caroline Siems und Nikola Karczewska (beide Bank).
Die Gäste legten erwartungsgemäß druckvoll los, um ihren ersten Meister-Matchball zu verwandeln. Nach sechs Minuten war Friederike Repohl erstmals gefordert. Die Torhüterin entschärfte nach einer Ecke einen Kopfball von Lea Schüller mühelos. Gegen das druckvolle Pressing der Münchnerinnen bemühte sich Schwarz-Rot nach Kräften um Entlastung. Gefahr vor dem Leverkusener Tor entstand in der Anfangsphase meist infolge von Standards. Magdalena Eriksson bugsierte den Ball nach einem Freistoß im Fallen knapp über das Tor (11.).
Wenig später belohnte sich der FCB für seinen hohen Aufwand. Jovana Damnjanović legte quer auf die freistehende Georgia Stanway, die aus kurzer Distanz zur Führung einschob (18.). Weitere vier Minuten später verhinderte Repohl mit einem starken Reflex gegen Linda Dallmann das 0:2. In der 27. Minute war die Leverkusener Schlussfrau allerdings erneut chancenlos. Eine von ihr zur Seite geklärte Ecke verwandelte Dallmann mit einem trockenen Volleyschuss ins Eck.
Auch danach blieben die Münchnerinnen klar tonangebend und gewährten der Offensive der Bayer 04-Frauen kaum einmal eine klare Aktion in der eigenen Hälfte. Weil aber auch den Bayern offensiv keinen nennenswerten Aktionen mehr gelangen, blieb es zur Pause beim 0:2.






Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte de Pauw doppelt: Für Merino Gonzalez und Jorde kamen Karczewska und Paulina Bartz in die Partie. Auch in der zweiten Halbzeit gehörte die erste Gelegenheit den Gästen. Sarah Zadrazil spielte Giulia Gwinn frei, die an einer Fußabwehr von Repohl scheiterte (49.). Der niederländische Coach brachte in Synne Skinnes Hansen anstelle von Loreen Bender eine weitere Offensivspielerin (57.) - und wurde prompt belohnt. Eine Flanke der Norwegerin von der Grundlinie landete bei der polnischen Torjägerin, die zum Anschlusstreffer einköpfte (62.). Torhüterin Marie-Luisa Grohs klärte erst knapp hinter der Linie.
Die Bayer 04-Frauen wurden nun mutiger, die gegnerische Defensive stand aber weitgehend stabil. De Pauw brachte in Verena Wieder (für Vilhjálmsdóttir) eine weitere Stürmerin (79.). Drei Minuten später verpasste Skinnes Hansen mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel den Ausgleich. Weitere hochkarätige Gelegenheiten gestattete die FCB-Defensive den Gastgeberinnen nicht. So blieb es beim Auswärtssieg - und die Party der Gäste begann.
In genau einer Woche reisen die Bayer 04-Frauen für ihr letztes Auswärtsspiel der Saison am 21. Spieltag zum MSV Duisburg. Die Partie beim bereits feststehenden Absteiger beginnt am Samstag, 11. Mai (Anstoß: 14 Uhr), in der Schauinsland-Reisen-Arena. Die beiden Streaming-Anbieter MagentaSport und DAZN übertragen die Partie live.
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl - Matysik, Bragstad, Turányi, Levels - Senß - Bender (57. Skinnes Hansen), Vilhjálmsdóttir (79. Wieder), Jorde (46. Bartz), Kögel - Merino Gonzalez (46. Karczewska)
FC Bayern München: Grohs - Gwinn, Viggósdóttir, Eriksson, Naschenweng (71. Hansen) - Zadrazil, Stanway - Lohmann (89. Sembrant), Damnjanović (71. Bühl), Dallmann - Schüller (85. Baijings)
Tore: 0:1 Stanway (18.), 0:2 Dallmann (27.), 1:2 Karczewska (62.)
Gelbe Karten: Karczewska - Viggósdóttir, Damnjanović
Schiedsrichterin: Anna-Lena Heidenreich (Bad Schwartau)
Zuschauer: 2817 (ausverkauft) im Ulrich-Haberland-Stadion

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