
Direktor Lizenz Thomas Eichin etwa sagte: „Die Mannschaft befindet sich gerade in einem Umbruch. So einen Prozess gibt es immer mal in einem Verein. Wir versuchen, diesen bestmöglich umzusetzen, haben einen neuen Trainer und viele neue Spieler mit hohem Potenzial verpflichtet. Wir sind zuversichtlich, dass wir wieder eine erfolgreiche Zeit einläuten, Spiele gewinnen und uns auch wieder für die Champions League qualifizieren werden.“
Cheftrainer Erik ten Hag ergänzte: „Wir möchten eine neue Ära beginnen. Die vergangenen Jahre waren wunderbar, der Verein hat Großes erreicht. Zwar sind nun einige Spieler weg, aber der Klub, die Strukturen und die Mitarbeiter hier sind noch die gleichen. Das darf man nicht vergessen. Wir wollen jetzt den nächsten Schritt gehen und dazu möchte ich meinen Teil beitragen.“
Über seine neue Mannschaft sagte der Niederländer: „Wir haben schon einen guten Kader bestehend aus erfahrenen und jungen Spielern. Mein Wunsch ist es, dass sie jeden Tag mit Freude und Energie zum Training kommen. Die Einheiten sollen die Spieler stets fordern, ihnen aber auch Spaß bereiten. Unsere erfahrenen Spieler sind sehr wichtig, denn sie halten den Standard hoch und lassen die Jungen die Mentalität und Siegerkultur spüren, die hier herrscht.“
Torhüter Niklas Lomb, der 2008 in die Jugend von Bayer 04 gewechselt war, sprach darüber, was ihm persönlich der Klub bedeutet: „Mehr als die Hälfte meines Lebens habe ich hier verbracht und in dieser Zeit viel erlebt. Bayer 04 ist für mich Familie.“ Zum Kader mit vielen neuen Gesichtern sagte er: „Wir sind als Team immer noch gefestigt. Natürlich müssen sich neue Spieler immer erst einmal finden, aber bei Bayer 04 hatten wir noch nie Probleme, Neuzugänge zu integrieren.“
Neuzugang Ibrahim Maza sagte: „Ich freue mich sehr auf die Zeit hier und hoffe natürlich, dass die Fans uns supporten werden. Sie sind unsere Stütze und unser Feuer.“ Lomb schnappte sich daraufhin noch einmal das Mikrofon und ergänzte: „Der Support der letzten Jahre war der Wahnsinn. Sowohl zu Hause als auch auswärts. Das hat uns immer gepusht und kann gerne so weitergehen.“







Im Anschluss sprachen Eichin, der in seiner Position als Direktor Lizenz auch für den Frauen-Bereich bei Bayer 04 mitverantwortlich ist, sowie Frauen-Cheftrainer Roberto Pätzold und die Spielerinnen Kristin Kögel und Carlotta Wamser auf der Bühne. Eichin: „Der Frauenfußball ist inzwischen zu einer Passion für mich geworden. Die Mannschaft hat eine beeindruckende Entwicklung hingelegt. Vor einigen Jahren agierte sie im Mittelfeld, gehörte teilweise zu den Abstiegskandidaten. Jetzt zählt sie zu den Top-Teams der Liga. Ich bin überzeugt, dass das auch in den nächsten Jahren so sein wird.“
Pätzold, der mit seinem Team am Mittag noch ein Testspiel gegen den belgischen Klub KVC Westerlo 3:0 gewonnen hatte, erklärte: „Nach dem ersten Teil unserer Vorbereitung und der anschließenden zweiwöchigen Pause haben wir in dieser Woche das Training fortgesetzt und jetzt sofort einen Test erfolgreich bestritten. Wir haben in dieser Sommer-Vorbereitung viel gearbeitet und sind zuversichtlich, dass wir in der neuen Saison wieder ein unangenehmer Gegner für die Liga sein werden.“
Kögel, seit 2020 bei Bayer 04, sprach über ihre schönsten Augenblicke auf und neben dem Platz: „Abseits von Spielen sind es oft die kleinen Momente. Zuletzt beispielsweise bei der Saisoneröffnung, als viele Fans bei unserem Autogrammkarten-Stand anhielten und ihr Interesse für uns gezeigt haben. Das war sehr schön. Auf dem Platz sind es dann natürlich die Spiele vor vielen Zuschauern, wie letztes Jahr das Heimspiel gegen die Bayern. Das gibt immer zusätzlich Energie.“






Neuzugang Wamser erklärte unter anderem ihre Beweggründe, zu Bayer 04 zu wechseln: „Leverkusen hat sich super entwickelt und spielt einen attraktiven und aggressiven Fußball. Das gefällt mir sehr. Ich wurde gut aufgenommen und fühle mich wohl. Ich freue mich sehr auf die neue Saison.“ Zudem sprach die 21 Jahre alte deutsche Nationalspielerin über ihre Teilnahme an der Europameisterschaft in der Schweiz im Juli, bei der Wamser und Co. bis ins Halbfinale vordrangen: „Bei der EM ging alles sehr schnell. Es gab viele Trainingseinheiten und viele Spiele. Ich habe alles aufgesaugt und es hat mir super viel Spaß gemacht. Schön war auch, dass die Stadien immer voll waren.“
Daran anschließend appellierten Pätzold und Kögel noch einmal an die Fans: „Natürlich würden wir uns über eine ähnliche Unterstützung wie bei der EM freuen“, so Pätzold. „Die Qualität in der Breite ist im Frauenfußball viel höher geworden“, ergänzte der 46-Jährige. Und Kögel: „Ich habe immer wieder mitbekommen, dass die Fans schätzen, wie nah wir an ihnen dran sind. Ich denke, dass ist etwas Besonderes. Außerdem glaube ich, dass unsere Mentalität und unsere Leidenschaft auf dem Platz Gründe genug sind, um sich das ein oder andere Spiel mal anzuschauen.“
Im Anschluss an das Treffen in der BayArena zog es die anwesenden Fans noch in den Biergarten auf der Piazza im Umlauf des Stadions. Dort klang der Abend bei Kaltgetränken und warmen Speisen gemütlich aus.

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