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10.12.2021Europa League

Werkself Nachdreher zu #FTCB04: Lunev, die Nummer 17

Auch wenn die Niederlage am Gruppensieg nichts mehr gerüttelt hatte, waren die Werkself-Profis nach dem 0:1 bei Ferencvaros Budapest unzufrieden. Jonathan Tah ärgerte sich über das Ergebnis, Nadiem Amiri richtete den Blick bereits wieder nach vorne, und Andrey Lunev trug sich in die Europapokal-Historie von Bayer 04 ein. Der Nachdreher zu #FTCB04.
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Zusammenfassung: Zwei Bayer 04-Tore zählen nicht – Budapest braucht nur einen Torschuss

Bayer 04 fand gut ins Spiel hinein und hatte in der ersten Viertelstunde gegen tiefstehende Gastgeber gleich zweimal die Möglichkeit, in Führung zu gehen – allerdings zielte Nadiem Amiri zu ungenau (12./15.). Besser machte es wenig später Panagiotis Retsos: Der Grieche überwand Ferencvaros-Keeper Denes Dibusz mit einem gefühlvollen Lupfer, der Treffer fand jedoch aufgrund eines Foulspiels bei der Torentstehung keine Anerkennung (24.). Schwarz-Rot gab auch im weiteren Spielverlauf den Ton an, verpasste es aber, sich für das Engagement zu belohnen. Es fehlte an der zündenden Idee, zudem wollte das letzte Zuspiel nicht gelingen.

Elf Minuten nach dem Seitenwechsel lag der Ball dann erneut im Budapester Tor, doch wieder zählte der Treffer nicht, da Torschütze Paulinho beim Zuspiel von Lucas Alario im Abseits gestanden hatte. Auf der anderen Seite gingen die Ungarn mit dem ersten Schuss aufs Tor dann wie aus dem Nichts in Führung: Oleksandr Zubkov flankte von Linksaußen an den ersten Pfosten, wo Aissa Laidouni seinen Bewachern entkam und zum 1:0 einköpfte (82.). Die Werkself stemmte sich diesem Rückstand in der Schlussphase nochmal mit allen Kräften entgegen, vor dem Tor blieb sie an diesem Abend aber glücklos, sodass unterm Strich eine 0:1-Auswärtsniederlage stand. HIER geht's zum ausführlichen Spielbericht.

Stimmen: „Ab der nächsten Runde zählt’s dann wieder“

Auch wenn die Niederlage am Gruppensieg nichts mehr gerüttelt hatte, waren die Kicker von der Dhünn unzufrieden mit dem Ergebnis. „Ich glaube trotz der Niederlage, dass wir das Spiel beherrscht haben und auch die besseren Chancen hatten“, betonte etwa Amiri nach Abpfiff.  „Am Ende war es unglücklich, aber wir müssen weitermachen. Ab der nächsten Runde zählt’s dann wieder.“ Abwehrspieler Jonathan Tah ergänzte: „Wir hatten ein, zwei gute Möglichkeiten, die wir nicht konsequent genug ausgespielt haben. Wir fahren aufgrund dieses Ergebnisses trotz des Gruppensieges unzufrieden nach Hause. Das sollte aber auch unser Anspruch sein.“

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Cheftrainer Gerardo Seoane sah indes eine „unnötige Niederlage, über die wir uns logischerweise auch ärgern“. Die Mannschaft sei sehr aktiv gewesen und habe „viel unternommen“, sodass der Schweizer seinen Spielern am Ende auch keinen Vorwurf in puncto Engagement machen konnte. „Ich glaube“, so der 43-Jährige, „dass wir spielbestimmend waren und für mehr Gefahr gesorgt haben. Wir müssen uns vorwerfen lassen, dass wir im letzten Drittel nicht konsequent genug waren.“

Personal: Frimpong verletzt sich in der Nachspielzeit

Nun kann er ein Haken hinter sein Pflichtspiel-Debüt für Bayer 04 setzen, denn in Budapest feierte Andrey Lunev seine Premiere im Tor der Werkself. Bereits im Vorfeld der Partie betonte Seoane, dass sich der 30-jährige Schlussmann diesen Einsatz „durch seine starken Trainingsleistungen“ redlich verdient hatte. Der russische Neuzugang habe sich von Tag eins an hervorragend in die Mannschaft integriert und Stammtorhüter Lukas Hradecky stets unterstützt. Nun durfte er ihn erstmals vertreten. Das freute auch seine Teamkollegen: „Er ist ein sehr guter Junge, der immer hart arbeitet und immer positiv ist“, sagte Amiri nach der Partie bei Bayer 04-TV. Lunev ist damit der 17. Keeper, der für die Werkself in der 35-jährigen Europapokal-Historie das Tor gehütet hat.

Mindestens ebenso unnötig wie diese Niederlage war eine Szene in der Nachspielzeit: Marijan Cabraja kam gegen Jeremie Frimpong zu spät und brachte den Niederländer mit einem groben Foulspiel zu Boden. Für den 21-Jährigen, der in der 71. Minute eingewechselt worden war, ging es daraufhin nicht weiter. „Jeremie hat einen starken Schlag auf den Knöchel bekommen. Es werden noch weitere Untersuchungen vorgenommen. Ich kann noch nichts Genaues sagen, aber einen Einsatz am Wochenende halte ich momentan für fraglich“, erklärte Seoane nach Abpfiff.

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Statistik: Der siebte Europapokal-Streich

Sieben Mal nahm die Werkself in der Klubhistorie an der Europa League teil, sieben Mal überstand sie die Gruppenphase und zog in die nächste Runde ein – eine starke Bilanz! Auch die Niederlage bei Ferencvaros änderte nichts an dem Weiterkommen, da Schwarz-Rot bereits seit dem vorletzten Spieltag als Sieger der Gruppe G feststand. Allerdings war mit dem 0:1 am Donnerstagabend eine Serie gerissen, denn es war tatsächlich die allererste Auswärtsniederlage für Bayer 04 in der Saison 2021/22. Zuvor waren Tah und Co. im Rahmen der laufenden Spielzeit neun Partien in Folge ungeschlagen geblieben. Eine andere Serie blieb nach der Gruppenphase aber weiterhin bestehen: Die Werkself verlor keines der insgesamt 15 Heimspiele in einer Europa-League-Gruppenphase (12 Siege, 3 Remis). Kein Team in der Geschichte dieses Wettbewerbs spielte so häufig zu Hause wie Bayer 04, ohne ein einziges Mal zu verlieren. Stark!

Presse: „Makel im letzten Spiel“

„Neuformierte Bayer-Elf tut sich schwer“, titelt die Kölnische Rundschau und spielt damit auf die vielen personellen Änderungen im Spiel bei Ferencvaros an. Im Vergleich zum 7:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth blieben nur Edmond Tapsoba und Exequiel Palacios übrig. So kam etwa Lunev bekanntermaßen zu seinem Pflichtspieldebüt und Panagiotis Retsos zu seinem zweiten Startelf-Einsatz in dieser Saison. Kicker sprach derweil von einem „Makel im letzten Spiel“ und hob hervor, dass die Werkself „ausgerechnet am letzten Spieltag die erste Niederlage in der diesjährigen Gruppenphase der Europa League hinnehmen“ musste. Zudem analysierte das Fußball-Fachblatt, dass Bayer 04 die defensive Fünferkette der Ungarn „nur selten“ aus den Angeln heben konnte, „zu umständlich“ seien die Offensivbemühungen im letzten Angriffsdrittel gewesen.

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Ausblick: Frankfurt vor der Brust – Europa League erst wieder im März

Für die Werkself ist nun Regeneration angesagt, das nächste Pflichtspiel in der Bundesliga steht schon vor der Tür: Am kommenden Sonntag, 12. Dezember (Anstoß: 17.30 Uhr), sind Kapitän Hradecky und Co. bei Eintracht Frankfurt gefordert. In der Europa League ist Schwarz-Rot erst im März wieder dran: Dann steht das Achtelfinale auf dem Programm. Das Hinspiel wird am Donnerstag, 10. März, ausgetragen, eine Woche später kommt es dann zum Wiedersehen mit einem Gegner, der nun aber erst noch in der Zwischenrunde ermittelt werden muss.

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