
Vor dem Turnier im K.o.-System steht für Bayer 04 noch das Achtelfinal-Rückspiel gegen die Glasgow Rangers auf dem Programm. Am 5. oder 6. August empfängt die Werkself die Schotten in der heimischen BayArena – mit einer guten Ausgangslage im Rücken. Das Hinspiel hatte die Mannschaft von Cheftrainer Peter Bosz am 12. März mit 3:1 im Ibrox Stadium von Glasgow gewonnen.
Vom 10. bis 21. August folgt für Bayer 04 – sofern es in die nächste Runde einzieht – das Finalturnier vor der eigenen Haustür. Dafür nahm die UEFA drei Ziehungen vor: Für das Viertelfinale, das Halbfinale und das "Heimteam“ im Endspiel. Eine Setzliste oder einen sogenannten Länderschutz gab es nicht. Somit ist es möglich, dass zwei Vereine aus demselben Nationalverband gegeneinander antreten.
Setzt sich die Werkself gegen Glasgow durch, wird sie im Viertelfinale auf den Sieger der Paarung zwischen Inter Mailand und den FC Getafe treffen. Das Hinspiel wurde wegen der Coronavirus-Pandemie angesagt. Der Sieger wird auf neutralem Platz in einem Spiel ermittelt.
Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer 04, zur Auslosung: „Wir müssen erstmal gegen Glasgow unsere Hausaufgaben in der BayArena machen und das Achtelfinale erfolgreich beenden. Wenn wir das schaffen, sind es noch zwei Siege bis zum Finale. Dorthin wollen wir kommen. Aber wir haben auch großen Respekt vor Teams wie Inter Mailand und Getafe. Wir werden in diesem Turnier durchgängig unser höchstes Niveau anbieten müssen, um unsere Ziele zu erreichen.“ Zum Format des Europa-League-Finalturniers sagte der 55-Jährige: „Auch wenn das Format einer sportlichen und terminlichen Not-Situation entsprungen ist und leider ohne Zuschauer in den Stadien stattfinden muss, halte ich es für eine sehr spannende Turnierform. Der Weg zum Finale ist für alle Teams kürzer als je zuvor.“
Sport-Geschäftsführer Rudi Völler: „Wir haben eine gute Chance, unser Achtelfinale gegen Glasgow zu gewinnen. Dann hätten wir im Viertelfinale mit Inter Mailand oder dem FC Getafe sicherlich zwei der anspruchsvollsten Teams als Gegner zugelost bekommen. Das zeigt, dass man In dieser Europa League nichts geschenkt bekommt. Aber das war klar. Wir treten an, um weit zu kommen, möglichst bis ins Finale.“
Sportdirektor Simon Rolfes: „Zunächst einmal müssen und wollen wir den Weg gegen die Rangers zu Ende gehen. Dieser Partie gilt unsere volle Konzentration. Danach würde uns eine Prüfung auf ganz hohem europäischen Niveau erwarten. Ob Inter oder Getafe, beide Klubs gehören zur Spitze ihrer jeweiligen Ligen. Eine echte Herausforderung.“
Das Achtelfinal-Rückspiel findet am 6. August in der BayArena statt (18.55 Uhr), das mögliche Viertelfinale der Werkself gegen Inter Mailand oder den FC Getafe am 10. August in Düsseldorf (Anstoß: 21 Uhr). Selbige Austragungsstätte ist für das mögliche Halbfinale von Schwarz-Rot vorgesehen. Das Duell in der Vorschlussrunde steigt am 17. August (21 Uhr) und das Endspiel im Kölner RheinEnergieStadion schließlich am 21. August (21 Uhr). Alle Duelle des Europa-League-Finalturniers werden in einem einzigen Spiel entschieden und finden aufgrund der Coronavirus-Pandemie ohne Zuschauer statt. Die vier Spielorte sind Köln, Duisburg, Düsseldorf und Gelsenkirchen.


Saisonverlauf: Die Nerazzurri („Schwarz-Blauen“) gelten in dem Duell gegen den FC Getafe als Favorit, sind sie doch vor allem in dieser Liga-Spielzeit wiedererstarkt. In Anbetracht des üppigen Vorsprungs auf die Europa-League-Ränge können Inters Offizielle bereits für die kommende Königsklassen-Saison planen. Im nationalen Pokal war im Halbfinale Endstation, die Norditaliener schieden gegen den späteren Sieger SSC Neapel aus.
Stars: Die Klubbosse der Mailänder haben vor der Saison mit Romelu Lukaku von Manchester United eine echte Tormaschine an Land gezogen. 20 Liga-Treffer stehen bei dem Belgier zu Buche, der mit Lautaro Martinez (12 Tore) ein brandgefährliches Sturmduo bildet – das wohlgemerkt für die Hälfte aller Inter-Treffer verantwortlich ist. Im Winter gelang den Italienern mit Spielmacher Christian Eriksen von Tottenham Hotspur ein weiterer Transfer-Coup.
Trainer: Antonio Conte kann in seiner bisherigen Trainerlaufbahn schon auf so einige Titel zurückblicken. Da wäre der dreimalige Ligatitel mit Juventus Turin oder die englische Meisterschaft mit dem FC Chelsea. Seit nunmehr einem Jahr coacht der 50-Jährige Inter.
Direkte Duelle: Zwei Wochen vor dem Weihnachtfest im Jahr 2002 standen sich die Nerazzurri und die Werkself zum ersten Mal gegenüber. Damals siegten die Italiener im heimischen Giuseppe Meazza mit 3:2, das Rückspiel ging mit 2:0 ebenfalls an Inter. Es sollten bislang die beiden einzigen direkten Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel bleiben.

Saisonverlauf: Das Rennen um die Europa-League-Qualifikation für die kommende Spielzeit ist in Spanien ähnlich eng wie es in der Bundesliga der Fall war – und der FC Getafe steckt mittendrin. Von Hochkarätern wie Real und Atlético Madrid über direkte Konkurrenten bis hin zu Teams aus dem Niemandsland der Tabelle ist bei Getafe im Endspurt alles mit dabei. Im spanischen Pokal blamierten sich die Madrider Vorstädter mit dem Drittrunden-Aus gegen den Drittligisten FC Badalona. Wie beim FC Sevilla ist auch bei Getafe das Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League ausgefallen. Der Gegner heißt Inter Mailand.
Stars: Für die Tabellenregion, in der sich Getafe befindet, ist der Kader mit nur wenigen bekannten Namen bestückt. Als „Star“ ist kaum einer der Akteure zu bezeichnen, es ist schlichtweg eine homogene, intakte Mannschaft. Schlussmann David Soria kassierte nach den Torhütern des spanischen Top-Trios sowie dessen von Athletic Bilbao die wenigsten Gegentreffer – ein Erfolgsfaktor Getafes.
Trainer: In der Saison 1997/98 ging Pepe Bordalás für ein Jahr nach Costa Rica und coachte dort den Erstligisten Pérez Zeledón. Bis auf dieses einjährige Intermezzo blieb der 56-Jährige seinem Heimatland beruflich treu. Bereits seit September 2016 trainiert er den FC Getafe. Übrigens: Damals übernahm Bordalás das Team in der zweiten Liga, führte es nach durchschnittlichen Jahren direkt auf einen einstelligen Tabellenplatz und später ins internationale Geschäft.
Direkte Duelle: Die einzigen deutschen Gegner, denen Getafe im Rahmen eines Pflichtspiels bislang gegenüberstand, heißen FC Bayern (2007/08) und VfB Stuttgart (2010/11). Ein Pflichtduell mit Bayer 04 wäre ein Novum.

Werkself-TV zeigt nach dem 4:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli am 22. Bundesliga-Spieltag die Pressekonferenz mit den beiden Trainern Kasper Hjulmand und Alexander Blessin...
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Werkself-TV zeigt den 4:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli am 22. Bundesliga-Spieltag re-live...

Am 2. Spieltag der Hauptrunde in Liga A der DFB-Nachwuchsliga lieferte sich die U19 von Bayer 04 ein spannendes Duell mit dem 1. FSV Mainz 05. Nach der frühen Führung der Leverkusener durch Emmanuel Owen (4.) drehten die Gastgeber zwischenzeitlich das Spiel, ehe Jeremiah Mensah noch vor der Pause ausgleichen konnte (36.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Jonah Berghoff für die erneute Leverkusener Führung (73.), aber Mainz traf nur zwei Minuten später zum 3:3-Endstand.
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Gerade einmal anderthalb Wochen nach dem Viertelfinal-Erfolg im DFB-Pokal heißt der Gegner der Werkself am Karnevalssamstag, 14. Februar (Anstoß: 15.30 Uhr), erneut FC St. Pauli. Im Rahmen des 22. Bundesliga-Spieltags gastieren jedoch Kiezkicker in der BayArena, die am vergangenen Wochenende mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart ordentlich Selbstvertrauen getankt haben. Dennoch spricht die Bilanz eindeutig pro Schwarz-Rot – und das Team von Trainer Kasper Hjulmand will auch gegen optimistische Hamburger alles dafür tun, dass das so bleibt. Die Kurzpässe.
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Nach dem emotionalen 2:1-Derbysieg gegen den 1. FC Köln sprechen Carlotta Wamser und Torschützin Sofie Zdebel über die Gründe für den wichtigen Dreier. Dabei ordnet das Duo die Leistung der Mannschaft ein – und blickt auf die kommenden Karnevalstage voraus.
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