Zurück zur Übersicht
26.11.2020Europa League

4:1 gegen Beer Sheva – Werkself marschiert in Richtung K.o.-Phase

04 verschiedene Torschützen und ein Profi-Debüt: Die Werkself gewinnt das Europa-League-Heimspiel gegen Hapoel Beer Sheva verdient und deutlich mit 4:1 (1:0). Die Treffer für den Gastgeber markierten Patrik Schick, Leon Bailey, Kerem Demirbay und Lucas Alario. Der erst 17-jährige Emrehan Gedikli feierte zudem kurz vor Ende seinen ersten Einsatz im Team von Peter Bosz.
crop_20201126_JS_B04-HBS_0823.jpg

Im Vergleich zum 2:1-Auswärtssieg bei Arminia Bielefeld veränderte Cheftrainer Peter Bosz seine Startelf auf sechs Positionen: In der Vierer-Abwehrkette rückten Aleksandar Dragovic, Tin Jedvaj und Wendell an die Seite von Kapitän Jonathan Tah. Ebenfalls neu in der Anfangsformation standen Kerem Demirbay, Patrik Schick mit seinem ersten Startelf-Einsatz nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause sowie Karim Bellarabi. Letzterer durfte wieder mitwirken, da die Berufungskammer des Kontroll-, Ethik- und Disziplinarausschusses der UEFA einem Einspruch von Bayer 04 stattgegeben und dessen Sperre von zwei Partien auf ein Spiel reduziert hatte.

Die Gäste aus Israel mussten ihrerseits in der BayArena auf ihre drei besten Akteure verzichten: Neben Spielgestalter Josué, den Cheftrainer Yossi Abukasis wegen Fehlverhaltens im Mannschaftstraining zu Hause gelassen hatte, fehlte auch Elton Acolatse. Der Niederländer hatte bei der 2:4-Niederlage im Hinspiel gegen die Werkself beide Treffer Beer Shevas erzielt. Ebenfalls nicht mit an Bord war Miguel Vitor; der Kapitän musste verletzungsbedingt passen.

schweigeminute in gedenken an maradona

Emotional wurde es in der BayArena bereits vor dem Spielbeginn: Werkself-Argentinier Lucas Alario wärmte sich mit einem Trikot von Diego Maradona auf. Die argentinische Fußball-Legende verstarb am Mittwoch im Alter von 60 Jahren. Zu Ehren des Ex-Profis des SSC Neapel wurde vor dem Anstoß auch eine Schweigeminute abgehalten. Kurz darauf ging es dann los mit dem vierten Europa-League-Duell der Saison. Die Israelis störten den Spielaufbau der Gastgeber ab Höhe der Mittellinie, agierten defensiv mit einer Fünfer-Abwehrreihe. Zum ersten Versuch setzte Leon Bailey, der anders als zuletzt auf der linken Seite begann, per Kopf an. Der Jamaikaner traf den Ball nach einer Bellarabi-Flanke allerdings nicht optimal (7.).

crop_20201126_JS_B04-HBS_0377.jpg

Die Werkself kontrollierte Spiel und Ball, suchte in der Anfangsviertelstunde vor allem über die rechte Seite mit Bellarabi und dem stets offensiv beteiligten Dragovic den Weg über hohe Hereingaben. Die Suche nach der Lücke in der Zentrale gestaltete sich schwierig. Nach 23 Minuten wackelte dann das Gehäuse der Gäste: Bailey sprintete mit Ball über links in den Strafraum, mit gegnerischer Unterstützung landete die Kugel bei Demirbay, der noch einen Hapoel-Akteur umkurvte – den Ball aus zehn Metern aber an den linken Innenpfosten setzte.

Schick macht‘s mit dem Bauch

Nach einer knappen halben Stunde hatte die Werkself den Bann dann gebrochen. Im Anschluss an eine Ecke von Nadiem Amiri verlängerte Jedvaj mit dem Kopf, der Ball landete beim einlaufenden Schick, der mit dem Bauch die Kugel zur 1:0-Führung im Tor unterbrachte (29.). Und nur neun Minuten später war beinahe selbige Kombination erfolgreich: Erneut nach einer Amiri-Ecke von rechts kam Torschütze Schick dieses Mal mit dem Kopf an den Ball, setzte diesen aber wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei (38.). So stand zum Pausenpfiff eine 1:0-Führung, die Werkself verfügte in Abschnitt eins über mehr als 80 Prozent Ballbesitz.

crop_20201126_JS_B04-HBS_1654.jpg

Ohne personelle Wechsel kehrten beide Teams aus den Kabinen zurück, den besseren Start erwischten erneut die Hausherren. Nach nur drei absolvierten Minuten in Durchgang zwei spielte Wendell seinen Vordermann Bailey frei. Der Jamaikaner brachte sich mit einem tollen ersten Kontakt in Position und traf, frei vor Hapoel-Torhüter Levita stehend, zum 2:0 (48.). Doch dann der aus Leverkusener Sicht unnötige Anschlusstreffer Beer Shevas: Zehn Minuten nach dem zweiten Tor des Tages wollte Jedvaj den Ball auf Tah querspielen. Hapoels Stürmer Itamar Shviro rannte jedoch dazwischen und schob die Kugel ins verwaiste Tor ein.

doppelschlag bringt die entscheidung

Mit dem Anschlusstreffer im Rücken trauten sich die Israelis zunehmend mehr zu. Werkself-Cheftrainer Bosz setzte von draußen ein Zeichen, brachte Alario und Moussa Diaby für die Torschützen Schick und Bailey (68.). Nach diesem Doppel-Wechsel wachte die Werkself wieder auf und setzte sich am gegnerischen Strafraum fest. Und siehe da: Prompt versenkte Demirbay den Ball zum vorentscheidenden 3:1 im Netz (76.). Der eingewechselte Alario machte vier Minuten später den Deckel drauf. Das Profi-Debüt des erst 17-jährigen Nachwuchsstürmers Emrehan Gedikli rundete den Europa-League-Abend in der BayArena ab.

crop_20201126_JS_B04-HBS_1835.jpg

Die Werkself hat nun neun Zähler auf dem EL-Konto. Nach dem Bundesliga-Heimspiel gegen Hertha BSC am Sonntag, 29. November (Anstoß: 15.30 Uhr), tritt Schwarz-Rot bereits in einer Woche beim OGC Nizza an und kann dort den Einzug in die K.o.-Runde perfekt machen. Der Anpfiff an der Cote d’Azur erfolgt um 21 Uhr.

Die Statistik:

Bayer 04: Hradecky – Dragovic, Tah, Jedvaj, Wendell – Amiri (90.+1 Baumgartlinger), Demirbay – Bellarabi (80. Gedikli), Wirtz (80. Sinkgraven), Bailey (68. Diaby) – Schick (68. Alario)

Beer Sheva: Levita – Dadia, Bareiro, Taha, Kabha, Goldberg (69. Twito) – Sallalich (69. Agudelo, 85. Varenne), Meli (81. Madmon), Keltjens, Yosefi – Shviro (81. Hatuel)

Tore: 1:0 Schick (29.), 2:0 Bailey (48.), 2:1 Shviro (58.), 3:1 Demirbay (76.), 4:1 Alario (80.)

Gelbe Karten: Shviro, Taha

Schiedsrichter: Pawel Gil (Polen)

sky_2011_cyberweek_300x250.jpg

Ähnliche News

Vanessa Fudalla, Claudia Wenger und Vanessa Haim
Frauen - 20.03.2026

„Serie starten“: Frauen empfangen Schlusslicht Jena – Sondertrikot „50 Jahre Fanclubs“

Im weißer Retro-Optik hinein in den Liga-Endspurt: Am Sonntagabend empfangen die Bayer 04-Frauen den FC Carl Zeiss Jena im Ulrich-Haberland-Stadion – und das einmalig im Bayer 04-„Sondertrikot 50 Jahre Fanclubs“. Sportlich geht es für das Team von Chefcoach Roberto Pätzold ab 18.30 Uhr gegen das Schlusslicht der Bundesliga darum, sechs Spieltage vor Saisonende die Chance auf Tabellenplatz drei zu wahren.

Mehr zeigen
Als Emi Buendia die Werkself zum Auswärtssieg schoss
Werkself-TV - 20.03.2026

Da war doch was... Als Emiliano Buendía die Werkself zum Auswärtssieg schoss

Fast genau ein Jahr zurück in die Vergangenheit und zum letzten Duell zwischen FCH-Trainerlegende Frank Schmidt und Double-Coach Xabi Alonso. Es war ein knappes Spiel, entschieden durch einen Treffer von Emiliano Buendía...

Mehr zeigen
U19-Spieler Emmanuel Chigozie Owen
Jugend - 20.03.2026

Nachwuchs: U19-Spitzenspiel gegen Mainz – Gradmesser für die U16

Erneut wartet ein Topspiel auf die U19 von Bayer 04: In Gruppe A von Liga A der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga empfangen die aktuell drittplatzierten Leverkusener den nur einen Punkt entfernten Tabellenführer 1. FSV Mainz 05. Nach zuletzt starken Auftritten kann die U16 gegen den Spitzenreiter MSV Duisburg zeigen, was in ihr steckt, während auch den U16-Juniorinnen bei der erstplatzierten SGS Essen eine schwierige Aufgabe bevorsteht – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.

Mehr zeigen
Caroline Kehrer
Frauen - 19.03.2026

Meniskusriss und Kreuzbandriss: Caroline Kehrer und Amy Wrigge fehlen Bayer 04

Bayer 04 Leverkusen muss längerfristig auf zwei Stürmerinnen verzichten. Caroline Kehrer erlitt einen Meniskusriss im rechten Knie, Amy Wrigge zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Mehr zeigen
Ticket-Infos
Bayer 04 - 19.03.2026

Tickets für Spiele der Werkself

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.

Mehr zeigen