
„Wir sind mit viel Schwung aus der Pause gekommen, waren aber nach unserer Führung vielleicht einen Tick zu locker. Monaco hatte gefühlt drei Torschüsse, und zwei waren drin. Aber es ist noch längst nicht gelaufen, fürs Rückspiel sind wir heißer denn je“, sagte Robert Andrich.
Neuer Wettbewerb, leicht veränderte Formation: Chefcoach Xabi Alonso baute seine Startelf nach dem 3:1-Erfolg in der Bundesliga bei der TSG Hoffenheim auf zwei Positionen um. Gegen die Monegassen begann Exequiel Palacios für Kerem Demirbay im defensiven Mittelfeld, für den in der Europa League nicht spielberechtigten Daley Sinkgraven rückte Nadiem Amiri ins Team. Patrik Schick gehörte erstmals nach dreieinhalb Monaten und dem Champions-League-Spiel am 1. November des vergangenen Jahres gegen Brügge wieder zum Aufgebot. Der Mittelstürmer saß ebenso auf der Bank wie auf der Gegenseite Kevin Volland, der von 2016 bis 2020 für Bayer 04 gespielt hatte. Der etatmäßige Kapitän Wissam Ben Yedder stand etwas überraschend nicht in Monacos Startelf. Taktisch ging die Werkself das Duell in einem 4-2-3-1 an.
Gegen die formstarken Gäste, die in diesem Jahr aus acht Spielen sechs Siege und zwei Unentschieden verbuchten, verzeichnete Bayer 04 den ersten Abschluss, Moussa Diabys Schuss aus der Distanz bereitete AS-Keeper Nübel indes keinerlei Mühe (6.). Wenig später der Führungstreffer für Monaco, der einem Blackout von Lukas Hradecky entsprang. Nach einem Rückpass von Jonathan Tah ließ sich der Leverkusener am eigenen Fünfer viel zu lange Zeit und bemerkte Embolo in seinem Rücken nicht. Der Schweizer Nationalspieler bedrängte und rempelte Hradecky, der mit dem Fuß auf den Ball trat, so dass die Kugel schließlich über die Linie ins Tor kullerte (9.) – was für ein bitterer Auftakt für die Hausherren!

Bayer 04 war um eine schnelle Antwort bemüht, Diabys Versuch aus spitzem Winkel aufs kurze Eck klärte Nübel aufmerksam mit dem Fuß (11.). Monaco setzte nach Ballgewinnen auf schnelles Umschalten wie in der 20. Minute, als Golovin schnörkellos auf Embolo durchsteckte, dessen Abschluss am Außennetz landete (20.). Auf der Gegenseite zog Adam Hlozek von links nach innen und mit rechts aus 20 Metern ab, doch Nübel packte sicher zu (25.). Monaco stand sehr kompakt und verteidigte stark im Verbund, was es den Leverkusenern erschwerte, Lücken und Räume auszumachen. Als Diabys Pass durchrutschte, bekam Amiri vor Nübel nicht mehr den Fuß an den Ball (35.). Es blieb vorerst bei bestenfalls Halbchancen für Schwarz-Rot.
Anders Monaco, das bei Diattas Linksschuss sogar den zweiten Treffer auf dem Fuß hatte, doch Hradecky wischte die noch abgefälschte Kugel mit einer spektakulären Parade über die Latte (43.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann die beste Möglichkeit für die Werkself: Diaby setzte sich über rechts durch und legte den Ball zurück, der Schuss von Palacios wurde geblockt und Robert Andrichs Dropkick mit links im Nachfassen flog am Pfosten vorbei (45.+2). Mit dem 0:1 ging es in die Pause.
In zunächst unveränderter Besetzung ging es für die Werkself in die zweite Hälfte. Aber dennoch stand jetzt eine andere Leverkusener Elf auf dem Platz, die sofort ordentlich Druck machte. Und auch gleich belohnt wurde: Florian Wirtz trieb den Ball klasse nach vorn und legte ihn rechts raus zu Jeremie Frimpong, dessen Hereinnahme Moussa Diaby im Strafraum zwischen zwei Gegnern geschickt annahm und allein vor Nübel ganz cool blieb – das schnelle 1:1 (48.). Bayer 04, jetzt mit einer Dreierkette in der Defnesive, agierte jetzt enorm entschlossen und schwungvoll, musste dann aber seinen Torschützen ersetzen: Diaby musste angeschlagen vom Feld, für ihn kam Amine Adli (56.).

Doch die Werkself blieb am Drücker. Gegen Amiris Schuss aus kurzer Distanz nach Vorarbeit von Andrich vermochte Nübel noch mit dem Fuß zu retten (58.), doch eine Minute später kochte die BayArena: Florian Wirtz zog mit dem Ball am Fuß an vier Monegassen vorbei und traf mit einem überlegten Flachschuss ins lange Eck (59.) – das 2:1, ein wundervoller Treffer unter den Augen von Bundestrainer Hansi Flick auf der Tribüne. Kurz darauf brachte Adli Hlozek in Position, doch dessen Schuss strich klar am Pfosten vorbei (62.).Monaco reagierte, Ben Yedder löste Embolo ab. Bei Bayer 04 kam Odilon Kossounou für Amiri, und die Werkself agierte jetzt wieder mit Viererkette (68.). Doch Monaco schlug gleichsam aus dem Nichts mit der ersten Offensivaktion in Halbzeit zurück: Diatta hatte viel zu viel Platz und zirkelte den Ball vom Strafraumeck klasse mit links unhaltbar für Hradecky neben den Pfosten ins Eck (74) – das 2:2.
Das hatte sich nun wirklich nicht angedeutet, Bayer 04 hatte das Geschehen nach der Pause bis dahin klar im Griff gehabt. Der Ausgleich verschaffte Monaco wieder Rückenwind, es war jetzt eine völlig offene Angelegenheit. Sensationell, wie Hradecky den Ball nach einem Schuss von Ben Yedder mit dem Fuß um den Pfosten lenkte (86.). Auf der Gegenseite knallte Hlozek die Kugel mit links nur an den Innenpfosten (87.). Dann folgte das Comeback von Patrik Schick, der für Hlozek in die Partie kam, zudem ersetzte Callum Hudson-Odoi den erschöpften Frimpong (88.). Doch Monaco hatte in der Nachspielzeit das bessere Ende für sich: Disasi zog aus gut 25 Metern ab und traf zum 2:3-Endstand (90.+2). Bayer 04 versuchte alles, doch Hudson-Odois Schuss wurde noch von einem Abwehrspieler geblockt (90.+7).
Für Bayer 04 geht es mit dem 21. Bundesliga-Spieltag und der Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 weiter. Das Duell in der BayArena wird am Sonntag, 19. Februar, um 19.30 Uhr angepfiffen. Vier Tage später am Donnerstag, 23. Februar, steigt um 18.45 Uhr das Rückspiel gegen die AS Monaco im Stade Louis II.
Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – Frimpong (88. Hudson-Odoi), Tah, Tapsoba, Hincapie – Andrich, Palacios – Amiri (68. Kossounou), Wirtz, Diaby (56. Adli) – Hlozek (88. Schick)
AS Monaco: Nübel – Aguilar (80. Matsima), Disasi, Maripan, Caio Henrique – Fofana, Camara (71. Matazo) – Diatta, Minamino (46. Ben Seghir), Golovin (71. Jakobs) – Embolo (62. Ben Yedder)
Tore: 0:1 Eigentor Hradecky (9.), 1:1 Diaby (48.), 2:1 Wirtz (59.), 2:2 Diatta (74.), 2:3 Disasi (90.+2)
Gelbe Karten: Tapsoba, Wirtz, Adli – Camara, Maripan, Diatta
Schiedsrichter: Orel Grinfeeld (Israel)
Zuschauer: 27.864

Das Europapokal-Trikot ist gelauncht, die UEL-Gegner ausgelost – und die Vorfreude auf die internationale Saison groß! Anlässlich dessen fand am Freitagnachmittag, 28. August, in der Fanwelt eine Autogrammstunde mit dem aktuellen Werkself-Profi Montrell Culbreath und der offiziellen Klub-Legende Paulo Sergio statt.
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Den Schwung aus vier Siegen in den ersten vier Liga-Partien will die U19 von Bayer 04 mit in die 2. Runde des DFB-Pokals der Junioren nehmen – in dieser wartet der FC Carl Zeiss Jena. Die U17 hat es derweil nach zwei Remis zum Saisonstart gegen Borussia Mönchengladbach auf den ersten Sieg abgesehen. Hochkarätige Turniere warten auf einen aus U19- und U17-Spielern bestehenden U18-Kader im spanischen Cordoba sowie auf die U13 im niederländischen Zutphen – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Am Freitagmittag entscheidet sich, auf welche acht der 36 teilnehmenden Mannschaften Bayer 04 in der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 treffen wird. Bei der Ziehung in Monaco (live auf UEFA.com) werden der Werkself je zwei Teams aus den vier Töpfen, aufgeteilt anhand des UEFA-Club-Koeffizienten, zugelost. Eine Partie gegen einen Kontrahenten aus dem eigenen Land ist dabei ebenso ausgeschlossen wie mehr als zwei Duelle mit Klubs aus demselben Landesverband. Ein Blick auf die Töpfe und die möglichen Gegner.
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Nach sechseinhalb Jahren verlässt Exequiel Palacios die Bundesliga und wechselt von Bayer 04 in die Premier League. Der Argentinier, der als Werkself-Profi vor vier Jahren mit seiner Nationalmannschaft Weltmeister und beim Turnier in diesem Sommer Vizeweltmeister geworden war, spielt ab sofort für den englischen Aufsteiger Ipswich Town. Der 27-Jährige, dessen Vertrag in Leverkusen bis zum 30. Juni 2030 Gültigkeit hatte, kam im Januar 2020 als junges Talent zu Bayer 04. Dort entwickelte er sich kontinuierlich zu einem der besten defensiven Mittelfeldspieler in der deutschen Eliteklasse.
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