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25.02.2021Europa League

0:2 gegen Bern - Werkself scheidet aus der Europa League aus

Bayer 04 ist in der Zwischenrunde der Europa League ausgeschieden. Im Rückspiel gegen Young Boys Bern unterlag die Werkself mit 0:2. Die Tore für die Schweizer erzielten Siebatcheu (47.) und Fassnacht (86.). Das Hinspiel hatte Bayer 04 mit 3:4 verloren.
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„Die Enttäuschung ist sehr groß“, konstatierte Jonathan Tah im Anschluss. „Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten weiterkommen. Es hat leider nicht funktioniert.“

Werkself-Coach Peter Bosz entschied sich nach dem 1:1 in Augsburg zu vier personellen Veränderungen: Anstelle von Wendell, Sven Bender, Timothy Fosu-Mensah und Kerem Demirbay begannen Daley Sinkgraven, Aleksandar Dragovic, Tah und Jeremie Frimpong. Damit einher ging eine Systemumstellung zum 3-4-3 - also analog zu der Grundformation, mit der die Werkself beim Hinspiel in Bern eine starke zweite Hälfte hingelegt hatte.

bern gut organisiert - Viel geht über außen

Diesmal hatte sich der Gast aus der Schweiz aber etwas besser auf diesen taktischen Kniff eingestellt und verdichtete vor allem im Zentrum geschickt die Räume. So versuchte es die Werkself zunächst häufig über die Außenpositionen, vor allem der sehr offensiv ausgerichtete Frimpong machte über rechts viel Betrieb. Die erste gute Möglichkeit ergab sich auch über diese Seite, nach einem Ballgewinn von Charles Aránguiz scheiterte Leon Bailey an YB-Keeper von Ballmoos (15.), wenige Momente später wurde der Jamaikaner im letzten Moment noch von Lefort am Abschluss gehindert (16.). Kurz darauf verzeichneten auch die Gäste ihren ersten Abschluss, bei Aebischers Schuss von der Strafraumgrenze stand jedoch einer seiner Mitspieler im Weg (18.).

Das insgesamt gefährlichere Team blieb jedoch die Werkself, situativ zog sogar Moussa Diaby auf die rechte Seite, um diesen Flügel zu überfrachten. Wenig überraschend wurde auch die nächste gefährliche Situation über rechts eingeleitet, Patrik Schick verpasste eine Frimpong-Flanke (25.). Die Schweizer zeigten aber wie im Hinspiel ihre spielerischen Qualitäten, befreiten sich immer wieder stark und kamen durch Siebatcheu zu einer Kopfballgelegenheit (28.). Für die Werkself war gegen die disziplinierte Seoane-Elf Schwerstarbeit angesagt. Auch den nächsten Abschluss von Aránguiz musste sich die Bosz-Elf förmlich erkämpfen, der Schuss des Werkself-Kapitäns segelte letztlich aber links vorbei (35.).

Nur einmal im ersten Durchgang konnte Bayer 04 mal spielerisch glänzen, am Ende eines blitzsauberen Spielzugs wurde Schick nach einer Hereingabe von Florian Wirtz noch im allerletzten Moment von Hefti am wohl Erfolg bringenden Abschluss gehindert (39.). Es war die gefährlichste Aktion in einem ersten Durchgang, in der die Werkself zwar die Spielkontrolle innehatte, aber im vorderen Drittel gegen konzentrierte Schweizer häufig nicht präzise genug agierte.

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Blitzstart für Bern: Siebatcheu staubt ab

Der zweite Durchgang begann dann mit einem bitteren Tiefschlag. Bei einem Berner Konter fälschte Edmond Tapsoba eine Flanke von Elia tückisch ab, Niklas Lomb konnte den Ball nicht festhalten und legte so vor für Siebatcheu, der aus kürzester Distanz nur noch abstauben musste (47.).

Die Werkself brauchte nun also zwei Tore - und versuchte es mit aller Macht. Lustenberger blockte einen Diaby-Schuss ab (55.), Bailey scheiterte nach toller Vorarbeit von Frimpong per Hacke an von Ballmoos (57.). Peter Bosz wechselte zusätzlich offensiv, brachte in Lucas Alario (für Dragovic) eine zweite Spitze und außerdem Demarai Gray für Bailey (63.). Die erste Aktion des Winter-Neuzugangs war gleich eine frech direkt aufs Tor getretene Ecke, die von Ballmoos so eben noch entschärft bekam (64.).

Fassnacht macht den Deckel drauf

Allerdings: Die Zeit lief unermüdlich gegen die Werkself und Bern verteidigte weiterhin enorm diszipliniert und konzentriert. Die Schweizer standen mit allen elf Spielern vor dem eigenen Strafraum, es ergaben sich nahezu Handball-ähnliche Szenen - aber einfach keine Räume. Eine Ko-Produktion der beiden Joker sorgte nach einiger Zeit mal wieder für Gefahr, Alarios Direktabnahme nach Grays Hereingabe rauschte aber neben das Tor (77.). Bayer 04 roch nun noch einmal Lunte und kam zu einer weiteren guten Möglichkeit, doch von Ballmoos parierte Schicks Kopfball stark (80.). Stattdessen hätte Bern beinahe den Deckel drauf gemacht, ein Freistoß des eingewechselten Spielmann krachte nur an den Außenpfosten (83.). Kurze Zeit später war es dann aber tatsächlich geschehen: Einen stark gespielten Konter schloss Fassnacht mit einem Heber über Lomb hinweg zum 2:0 ab (86.) - die Partie war gelaufen.

Die Werkself gab sich zwar weiterhin nicht geschlagen und kam durch Alario noch zu einer guten Chance (90.), doch das Ausscheiden konnte Bayer 04 nicht mehr abwenden, Bern zog ins Achtelfinale ein. Damit gilt die volle Konzentration der Werkself nun der Bundesliga - und bereits am Sonntag hat das Team die Möglichkeit zur Wiedergutmachung: Um 18 Uhr gastiert der SC Freiburg in der BayArena.

Die Statistik:

Bayer 04: Lomb – Tah, Dragovic (63. Alario), Tapsoba – Frimpong (78. Amiri), Wirtz, Aránguiz, Sinkgraven – Bailey (63. Gray), Schick, Diaby

Bern: von Ballmoos - Hefti, Lustenberger, Zesiger, Lefort - Fassnacht (87. Gaudino), Aebischer (87. Sierro), Lauper, Moumi Ngamaleu (69. Rieder) - Elia (78. Mambimbi), Siebatcheu (78. Spielmann)

Tore: 0:1 Siebatcheu (47.), 0:2 Fassnacht (86.)

Gelbe Karte: Sinkgraven

Schiedsrichter: Davide Massa (Italien)

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