„Sind zuversichtlich, dass wir den Schwung aus Bremen mitnehmen können“

Am morgigen Mittwoch (20.45 Uhr) trifft die Werkself in der zweiten Spielrunde des DFB-Pokals auf den Bundesliga-Dritten Borussia Mönchengladbach. In dem K.o.-Spiel im Gladbacher Borussia-Park kämpfen die beiden Rheinrivalen um den Einzug ins Achtelfinale. Einen Tag vor dem Duell stellte sich Cheftrainer Heiko Herrlich bei der Medienrunde den Fragen der Journalisten. Vor dem Dienstagnachmittags-Training äußerte sich der 46-Jährige unter anderem über…
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…drohende Ausfälle:Charles Aránguiz und Julian Baumgartlinger sind zwar wieder im Mannschaftstraining, aber nach der gestrigen Einheit haben sich beide aus unterschiedlichen Gründen noch nicht so weit gefühlt, dass sie morgen zum Einsatz kommen. Wir warten jetzt natürlich noch das Training heute Nachmittag und das morgige Abschlusstraining ab.“

…Charles Aránguiz: „Charly ist schon in der Vorbereitung ausgefallen, er braucht noch ein paar mehr Einheiten. Aufgrund des angepassten Trainingsbetriebs in den Englischen Wochen ist es etwas schwierig für ihn, ein adäquates Mannschaftstraining vorzufinden, in dem er auch mal über einen längeren Zeitraum hinweg ein Trainingsspiel mit Elf-gegen-elf oder Acht-gegen-acht mitmachen kann.

…Julian Baumgartlinger: „Bei Baumi fehlt nicht mehr viel. Ehe er in Pforzheim verletzt ausgeschieden ist, hat er zumindest die Vorbereitung komplett mitmachen können. Er hat (im Vergleich zu Charles Aránguiz, Anm.) zumindest eine Basis und viele Spiele auch gemacht. Aber er fühlt sich noch nicht ganz sicher bei Zweikämpfen, deshalb werden wir höchstwahrscheinlich auch kein Risiko eingehen. Er muss da selbst die Überzeugung haben.“

…angeschlagene Spieler:Lars Bender kämpft noch immer mit einer Erkältung, weshalb ich ihn auch am Sonntagabend ausgewechselt habe. Gestern war er einigermaßen stabil, er wird heute reduziert trainieren. Auch Sven Bender ist ein bisschen angeschlagen. Ihn werden wir ebenso nur teilweise belasten wie Jonathan Tah. Er merkt wieder die Stelle im Oberschenkel, die schon zuletzt verhärtet war, weshalb er nicht mit nach Zürich reisen konnte. Und Karim Bellarabi hat schon im Bremen-Spiel an seiner operierten Stelle an der Leiste Probleme gehabt. Gestern hatte er noch Probleme, da haben ihn komplett rausgenommen. Wir haben die Hoffnung, dass er sich so gut erholt, dass er komplett einsatzfähig ist. Wir werden morgen früh (nach dem Abschlusstraining, Anm.) endgültig entscheiden, welche Spieler uns zur Verfügung stehen.“

…das Bremen-Spiel: „Wir sind zuversichtlich, dass wir den Schwung aus dem Bremen-Spiel mitnehmen können. Und dass – auch aufgrund der Leistung und des Resultats – der Kopf vielleicht schneller regeneriert. Die Vorfreude ist groß. Wir wollen in Mönchengladbach eine Runde weiterzukommen, das ist natürlich unser Ziel.“

…das Genießen des 6:2-Siegs bei Werder Bremen: „Genießen hat im Fußball einen eher negativen Touch, schließlich gilt die Sepp Herberger-Weisheit Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Natürlich haben wir uns alle gefreut, aber das heißt nicht, dass wir uns jetzt nicht bestmöglich auf Mönchengladbach vorbereiten. Julian Brandt hat nach dem Bremen-Spiel gesagt, dass wir die Messlatte hochgelegt haben und diese Leistung bestätigen wollen. Das nehme ich auch in der Mannschaft so wahr. Aber wir wollen den Schwung auf alle Fälle mitnehmen.“

…das Pokal-Spiel in Mönchengladbach: „Das ist eine tolle, reizvolle Aufgabe – eine Herausforderung, bei der es uns im vergangenen Jahr (1:0-Sieg im Achtelfinale, Anm.) gelungen ist, sie unter schwierigen Bedingungen zu meistern. Das wollen wir diesmal wieder schaffen.“

…den Gegner:Borussia Mönchengladbach hat eine unheimlich spielstarke Mannschaft, die nicht umsonst in der Meisterschaft so weit oben steht. Sie haben einen starken Kader, tolle Talente, sind besonders in der Offensive sehr gut besetzt. Es ist immer schwierig, das Offensivspiel von Mönchengladbach zu verteidigen. Das haben wir am 1. Bundesliga-Spieltag gesehen (0:2, Anm.), das hat auch Bayern München zu spüren bekommen. Wir werden versuchen, sie zu verteidigen, trotzdem aber auch unsere Möglichkeiten nach vorne suchen – so wie wir es auch im Hinspiel in der ersten Halbzeit gemacht haben, in der wir es nur nicht geschafft haben, den Ball über die Linie zu bringen.“

…die Spielweise gegen Gladbach: „Es gibt immer eine offensivere Grundausrichtung und eine defensivere Grundausrichtung: Du musst halt schauen, wie du bestmöglich versuchst, die Stärken des Gegners zu kompensieren oder zu eliminieren. In der Offensive versuchst du immer, egal in welchem System du spielst, Überzahlpositionen zu schaffen, um letztendlich ins letzte Drittel zu kommen und eine Flanke oder einen Abschluss zu erarbeiten. Freiburg hat das zuletzt gegen Mönchengladbach mit einer Viererkette gelöst, es gibt aber sicherlich auch die Möglichkeit es mit einer Dreierkette oder Fünferkette zu lösen.“

…Karim Bellarabi: „Karim kam schon hochmotiviert aus dem Urlaub, hat in jedem Training Gas gegeben und in den Testspielen wie verrückt versucht, seine Leistung zu bringen. Dann ist die Geschichte in Wuppertal (Hitzeschlag, Anm.) passiert, das hat ihn zurückgeworfen. Auch, weil wir schauen mussten, wie wir ihn danach belasten und wieder heranführen können – da mussten wir aufgrund der klimatischen Bedingungen vorsichtig sein. Dann war er die ersten Spiele nicht dabei, kam dann gegen München rein und hat sich schnell die Rote Karte abgeholt. Danach war er tief enttäuscht, aber weiterhin hoch motiviert. Gegen Larnaka hat er eigentlich schon ein sehr gutes Spiel gemacht – zwei Treffer mit vorbereitet. Und seine Leistungen in den vergangenen drei Spielen sind eigentlich eindeutig: Er hat in 190 Minuten vier Tore gemacht, drei Tore vorbereitet – das ist schon eine super Quote. Derzeit setzt er jene Dinge um, die ich vergangenes Jahr schon von ihm gefordert habe.“

…seinen persönlichen Umgang mit Karim Bellarabi: „Wir hatten viele Gespräche miteinander. Ich habe ihn immer wieder gefragt, ob er noch den Hunger noch hat und damit konfrontiert, dass es im Umfeld Menschen gibt, die meinen, er hätte den Hunger nicht mehr. Da habe ich schon gespürt, dass er sich angegriffen gefühlt hat und beweisen möchte, dass er den Hunger hat. Und das hat man in den jüngsten Spielen auch gesehen. Ich hoffe, dass sein Schwung noch ein bisschen anhält.“

…das anhaltende Leistungshoch von Kai Havertz: „Seine Form ist beeindruckend. Am wichtigsten ist, dass der Junge gesund bleibt – man darf nicht vergessen, wie jung er noch ist. Am Sonntag habe ich ihn zehn Minuten vor Schluss ausgewechselt, damit war er erst gar nicht einverstanden, er wollte unbedingt weiterspielen. Er brennt, und es ist einfach toll, so einen Spieler mitbegleiten zu dürfen und vor allem zu beobachten, wie er hungrig bleibt, wie er bodenständig bleibt, jetzt nicht in Allüren verfällt, sondern wirklich Freude und Spaß am Fußball spielen hat und auch versucht, Dinge anzunehmen und umzusetzen.

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