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28.10.2018Bundesliga

6:2 in Bremen: Werkself feiert ein Fußballfest

Was für ein Spiel! Was für ein Sieg! Bayer 04 gewann zum Abschluss des 9. Spieltages mit 6:2 (3:0) bei Werder Bremen. Für die Werkself trafen Volland, Brandt, Bellarabi, Havertz (2) und Dragovic. Die Bremer waren zwischenzeitlich noch einmal auf 2:3 herangekommen. Dann aber schlug die Werkself eiskalt zurück und hätte am Ende sogar noch höher gewinnen können.
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Bayer 04-Cheftrainer Heiko Herrlich veränderte sein Team im Vergleich zum Europa-League-Spiel in Zürich auf vier Positionen: Jonathan Tah, Mitchell Weiser, Julian Brandt und Kevin Volland begannen für Tin Jedvaj, Dominik Kohr, Leon Bailey und Isaac Kiese Thelin, die auf der Bank Platz nahmen. 

Volland mit der frühen Führung

Im 77. Bundesliga-Duell zwischen Werder Bremen und Bayer 04 tasteten sich beide Teams nur kurz ab. Werder mit der ersten halben Chance durch Augustinsson, der aber nicht richtig zum Abschluss kam (7.). Im Gegenzug schlugen die heute in Blau spielenden Gäste eiskalt zu. Kai Havertz setzte Karim Bellarabi auf rechts in Szene, dessen scharfe Hereingabe Kevin Volland aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung für die Werkself abschloss (8.). Glück für Bayer 04, dass unmittelbar vor dem Tor eigentlich Werder und nicht die Werkself einen Einwurf hätte bekommen müssen. Aber dies war ausdrücklich keine Situation für den Videoassistenten.

Werder antwortete mit verstärkten Offensivbemühungen, versuchte Bayer 04 unter Druck zu setzen, brachte die Leverkusener Defensive aber zunächst noch nicht in Gefahr. Die Werkself hielt mit großem Einsatz dagegen. Volland prüfte Weder-Torhüter Pavlenka mit einem Linksschuss aus 20 Metern (20.). Wenig später wurde es allerdings brenzlig im Gäste-Strafraum, als erst Augustinsson am glänzend reagiernden Hradecky scheiterte und beim Nachschuss von Kruse Wendell auf der Linie klären konnte (23.).

Dann die nächsten ganz dicken Dinger für die Werkself. Nach einem Fehler von Friedl marschierte Bellarabi alleine auf Pavlenka zu, zog aber knapp am linken Pfosten vorbei (28.). Nur eine Minute später stürmte Havertz aufs Werder-Tor zu, Pavlenka wehrte dessen Schuss nur mit höchster Mühe zur Ecke ab (29.). Es war jetzt richtig Feuer im Spiel. Denn Werder drängte auf den Ausgleich. Kruse verzog einen Volleyschuss nur knapp (31.), dann spitzelte Mitchell Weiser dem einschussbereiten Bremer Stürmer im letzten Moment den Ball vom Fuß (34.).

Brandt und Bellarabi eiskalt

Aber Bayer 04 konterte bärenstark. Aleksandar Dragovic stoppte erst einen Bremer Angriff und schlug dann einen Traumpass auf den rechts durchstartenden Bellarabi. Dessen Hereingabe wehrte Pavlenka nach vorne ab, Julian Brandt hielt aus 15 Metern voll drauf und traf so zum 2:0 für Bayer 04 (38.). Und damit noch nicht genug: Volland bediente kurz vor dem Halbzeitpfiff den mitgelaufenen Bellarabi und die Nr. 38 der Werkself chippte den Ball gefühlvoll über Pavlenka ins Netz (45.). Es stand 3:0 für Bayer 04! Die Zuschauer im Weser-Stadion waren perplex. Immerhin hatte Werder bis dato die wenigsten Gegentore der Liga kassiert - acht in acht Spielen. Jetzt waren es gleich drei Gegentore in einer Partie. Und Bellarabi war an allen dreien direkt beteiligt gewesen.

In der zweiten Hälfte versuchte Werder zwar Druck zu entfachen, aber die drei Treffer hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Zwingendes brachten die Gastgeber zunächst nicht zustande. Bayer 04 hingegen setzte fast den vierten Hieb: Der unermüdliche Bellarabi hatte aber Pech mit einem an den Pfosten abgefälschten Schuss (51.). Danach durfte Bellarabi runter, für ihn kam Leon Bailey. 

Werder macht's noch einmal spannend

Aber die Bremer hatten sich noch längst nicht aufgegeben. Der eingewechselte Pizarro traf nach exakt einer Stunde zum 1:3. Und keine 120 Sekunden später hieß es plötzlich nur noch 2:3 aus Bremer Sicht. Osako hatte aus kurzer Distanz getroffen (62.). Schiedsrichter Fritz entschied zunächst auf Abseits, aber nach Videobeweis zählte der Treffer dann doch. Es wurde noch einmal extrem spannend. Aber nur für kurze Zeit.

Havertz und Dragovic sorgen für klare Verhältnisse

Denn nach feinem Zuspiel von Volland auf Havertz erzielte der Werkself-Youngster mit einem coolen Lupfer aus spitzem Winkel das 4:2 für die Gäste (67.). Und weitere fünf Minuten später machte Aleksandar Dragovic endgültig den Sack zu. Pavlenka unterlief eine Ecke von Brandt, Dragovic stand richtig, hielt das Knie hin und es stand 5:2 für Bayer 04 (72.). 

Die Bremer zeigten sich konsterniert. Bayer 04 wie im Rausch. Weiser flankte scharf von rechts nach innen, Havertz kam an die Kugel und versenkte sie unter Mithilfe des Bremers Langkamp (77.). 6:2 für die Werkself! Was für ein Fußball-Abend an der Weser! Und es hätte durchaus noch bitterer für die Gastgeber kommen können. Brandt und Kohr scheiterten noch jeweils einmal am stark reagierenden Pavlenka (86.). 

Dann war ein fantastisches Fußballspiel zu Ende. Bayer 04 meldete sich eindrucksvoll mit einem 6:2-Sieg bei Werder Bremen zurück in der Liga. 

Für die Werkself geht es im Drei-Tage-Rhythmus weiter: Am Mittwoch, 31. Oktober, tritt Bayer 04 in der 2. Runde des DFB-Pokals bei Borussia Mönchengladbach an. Die Partie wird um 20.45 Uhr angepfiffen.

Die Statistik:

Werder Bremen: Pavlenka - Veljkovic, Langkamp, Friedl  (46. Pizarro) - Gebre Selassie, Sahin (70. Rashica), Augustinsson - M. Eggestein, Klaassen - Osako (79. Möhwald), Kruse

Bayer 04: Hradecky – Tah, S. Bender, Dragovic – Weiser, L. Bender (59. Kohr), Havertz (81. Alario), Wendell – Bellarabi (52. Bailey), Volland, Brandt

Tore: 0:1 Volland (8.), 0:2 Brandt (38.), 0:3 Bellarabi (45.), 1:3 Pizarro (60.), 2:3 Osako (62.), 2:4 Havertz (67.), 2:5 Dragovic (72.), 2:6 Havertz (77.)

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

Gelbe Karten: Langkamp, Veljkovic - Volland, Tah

Zuschauer: 40.000

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