
Neben Kapitän Lars Bender (Knieblessur) musste Bayer 04 im abschließenden Spiel des Jahres auch auf Lucas Alario verzichten, der Argentinier musste mit Adduktorenproblemen passen. Der ebenfalls angeschlagene Sven Bender (Rippe) meldete sich hingegen einsatzbereit. Im Vergleich zum vergangenen Bundesligaspiel in Hannover brachte Heiko Herrlich den zuletzt gesperrten Wendell, Dominik Kohr, Julian Baumgartlinger, Leon Bailey und Kevin Volland neu in die Startelf. Benny Henrichs, Karim Bellarabi und Admir Mehmedi rotierten auf die Bank, auch Charles Aránguiz gehörte nach überstandenem Muskelfaserriss in der Wade wieder zum Aufgebot. Taktisch setzte der Bayer 04-Coach auf ein 4-1-4-1-System mit Panos Retsos als rechtem Verteidiger und Baumgartlinger als tief stehendem Stabilisator vor der Abwehr.
Das Pokalspiel im Borussia-Park wurde mit zehnminütiger Verspätung um 18.40 Uhr angepfiffen, da viele Fans wegen des hohen Verkehrsaufkommens rund um die Arena noch auf dem Weg ins Stadion waren. Bayer 04 setzte sofort nach Beginn die ersten Ausrufezeichen: Erst wurde der Schlenzer von Sven Bender aufs lange Eck des Gladbacher Tores kurz vor der Linie von Stindl noch geklärt (4.), dann verzog der völlig freie Julian Brandt einen Kopfball nach Flanke von Retsos (5.) – das war ein richtig dickes Ding! Auf der Gegenseite hatte Kapitän Bernd Leno bei einem Distanzschuss von Stindl die Gelegenheit zu einer schönen Flugparade (7.). Nach einer Viertelstunde rettete erst Leno entschlossen nach einem Missverständnis zwischen Baumgartlinger und Tah, dann tauchte Sommer rechtzeitig ab und parierte den Rechtsschuss von Bailey. Es ging munter zur Sache im Borussia-Park – auch mit intensiv geführten Zweikämpfen.
Leno stand auch beim scharfen Flachschuss von Hazard im Blickpunkt, lenkte den Ball großartig um den Pfosten (18.). Und riss danach bei Herrmanns Schuss aus kurzer Distanz gerade noch rechtzeitig die Fäuste hoch (21.) – zwei ganz starke Aktionen des Nationalkeepers gegen zunehmend druckvollere Gastgeber. Einen Versuch von Hazard klärte Retsos ganz ruhig und unaufgeregt vor der Linie (32.). Kurz darauf kochte das Stadion nach einem Luftkampf des bereits verwarnten Havertz und Ginter – Schiedsrichter Gräfe machte unmissverständlich deutlich, dass sich der Bayer 04-Youngster fortan nichts mehr leisten durfte (36.). Torlos ging's in die Halbzeit.
Nach der Pause blieb Kai Havertz draußen und wurde von Admir Mehmedi abgelöst. Bernd Leno war zunächst weiter gefordert, hielt gegen Cuisance (48.) und Hazard, der nach einem Ballverlust von Tah allein auf seinen Kasten zugelaufen war (51.). Die Duelle wurden jetzt zunehmend hitziger geführt. Gut, dass Sven Bender einen gefährlichen Volleyschuss von Stindl noch neben das Tor abfälschte (57.). Die Hausherren waren jetzt am Drücker, die Werkself agierte im Aufbau nicht präzise genug und hatte Mühe, zur Entlastung zu finden. Karim Bellarabi kam für Brandt in die Partie (68.) – und Bayer 04 etwas überraschend zur Führung: Kevin Volland brachte die Kugel in Höhe der Mittellinie in den Lauf von Leon Bailey, und der Jamaikaner blieb allein vor Sommer ganz cool und traf trocken mit links zum 1:0 ins kurze Eck (70.).
Gladbach reagierte mit zwei frischen offensiven Kräften, brachte Grifo und Bobadilla (76./80.). Doch Bayer 04 mit den überragenden Sven Bender und Julian Baumgartlinger als Türme in der Schlacht verteidigte mit fantastischer Leidenschaft und gestattete der verzweifelt anrennenden Borussia keine echte Torchance mehr - abgesehen von einem Kopfball von Vestergaard, der deutlich über das Tor flog (89.). Im Gegenteil: Bei einem Konter scheiterte Bellarabi an Sommer und Mehmedi verpasste im Nachfassen den Abschluss und das möglich 2:0. Ein übles Foul von Zakarias, der den eingewechselten Benny Henrichs brutal abmähte, bildetet den Schlusspunkt – der Rest war purer Jubel in Schwarz und Rot.
Für Bayer 04 geht es nach dem Pokalduell in Mönchengladbach in die wohlverdiente, aber kurze Pause über Weihnachten und den Jahreswechsel. Am Dienstag, 2. Januar, um 15.30 Uhr bittet Heiko Herrlich sein Team zum ersten öffentlichen Training in 2018. Das erste Pflichtspiel, zugleich der Rückrundenauftakt der Bundesliga, steigt am Freitag, 12. Januar, um 20.30 Uhr in der BayArena gegen Titelverteidiger und Spitzenreiter Bayern München.
Die Statistik:
Borussia Mönchengladbach: Sommer – Elvedi (87. Drmic), Vestergaard, Ginter, Wendt – Oxford (76. Grifo), Zakaria – Herrmann (80. Bobadilla), Cuisance, Hazard – Stindl
Bayer 04: Leno – Retsos, Tah, S. Bender, Wendell – Baumgartlinger – Brandt (67. Bellarabi), Kohr, Havertz (46. Mehmedi), Bailey (90.+1 Henrichs) – Volland
Tor: 0:1 Bailey (70.)
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)
Gelbe Karten: Havertz, Volland, Baumgartlinger
Zuschauer: 49.016

Werkself-TV zeigt das 3:3-Remis beim 1. FC Heidenheim 1846 im Rahmen des 27. Bundesliga-Spieltags re-live...

Bedeutender Erfolg: Am 7. Spieltag der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga (Gruppe A) gewann die U19 von Bayer 04 in einem abwechslungsreichen Topspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 4:3 (2:2). In der ersten Hälfte konnte die Werkself durch Dustin Buck (19.) und Emmanuel Chigozie Owen (37.) jeweils die Führung der Gäste ausgleichen. Nach dem Seitenwechsel drehten die Leverkusener das Ergebnis durch das frühe 3:2 von Gabriel Minutillo (47.), der nach einer Stunde auch den vierten Treffer für die Gastgeber beisteuerte. Mainz gelang kurz vor dem Abpfiff nur noch der Anschlusstreffer.
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Das bis dato letzte Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Heidenheim 1846 in der Hinrunde der laufenden Saison ist bei Bayer 04 angesichts des damaligen 6:0-Erfolgs überaus positiv in Erinnerung. Einen ähnlich effizienten und spielfreudigen Auftritt will die Werkself im Rückspiel auf der Ostalb möglichst wiederholen. Dort trifft das Team von Trainer Kasper Hjulmand auf einen FCH, für den bei zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz der Klassenerhalt in immer weitere Ferne rückt. Die Kurzpässe zur Partie am „TOGETHER!“-Aktionsspieltag der DFL gegen Rassismus und Diskriminierung.
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Im weißer Retro-Optik hinein in den Liga-Endspurt: Am Sonntagabend empfangen die Bayer 04-Frauen den FC Carl Zeiss Jena im Ulrich-Haberland-Stadion – und das einmalig im Bayer 04-„Sondertrikot 50 Jahre Fanclubs“. Sportlich geht es für das Team von Chefcoach Roberto Pätzold ab 18.30 Uhr gegen das Schlusslicht der Bundesliga darum, sechs Spieltage vor Saisonende die Chance auf Tabellenplatz drei zu wahren.
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Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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