
Die Borussia ist wieder in der Spur. Nach drei Spielen ohne Sieg mit vor allem auswärts schwachen Leistungen schlugen die Fohlen den Hamburger SV am Freitagabend mit 3:1 und meldeten sich zurück in der Spitzengruppe der Bundesliga. Punktgleich mit der Werkself steht Mönchengladbach nun auf Tabellenrang sechs – alles im Soll. Auch im DFB-Pokal hat das Team von Trainer Dieter Hecking die ersten Aufgaben erfüllt. Beide Male musste die Elf vom Niederrhein auswärts ran. Beide Male hielten sich zwar die Reisestrapazen in Grenzen, das Weiterkommen war jedoch mit umso stärkeren Anstrengungen auf dem Platz verbunden. In der ersten Runde standen die Borussen bei Regionalligist Rot-Weiß Essen bereits vor dem Aus, drehten einen 0:1-Rückstand mit einem Doppelschlag in der Schlussphase jedoch noch in ein 2:1. Auch das 1:0 bei Zweitliga-Spitzenteam Fortuna Düsseldorf in Runde zwei musste sich Gladbach hart erkämpfen: Keeper Yann Sommer bewahrte sein Team mit einem gehaltenen Elfmeter vor einer Verlängerung.
36 Jahre – ein Alter, in dem der eine oder andere Routinier im Profifußball noch zuverlässig seine Leistung bringt. Borussia Mönchengladbach verteilte dieses Alter am vergangenen Freitag auf gleich zwei Spieler – und das auf einer Schlüsselposition. Reece Oxford und Mickael Cuisance, beide zum Zeitpunkt der Partie 18 Jahre alt, bildeten die Doppelsechs gegen den HSV und überzeugten die Kritiker. Der Franzose Cuisance wurde von den eigenen Fans gar zum Spieler des Spiels gewählt – obwohl Edeltechniker Raffael mit einem Doppelpack zum Matchwinner avanciert war. Durch seine zwei Treffer schloss der Brasilianer in der internen Torjägerliste auf zu Thorgan Hazard (beide sechs Treffer). Letzterer hat seine stärkste Halbserie im Trikot der Borussia hinter sich, war bereits an zwölf Toren direkt beteiligt und ist von der offensiven Außenbahn der Gladbacher nicht mehr wegzudenken – zumal ein Großteil der Konkurrenz auf dieser Position derzeit ausfällt. Sowohl Fabian Johnson als auch Ibrahima Traoré und Jonas Hofmann fehlten zuletzt verletzt und werden wohl auch gegen Bayer 04 nicht zum Einsatz kommen. Reichen könnte es hingegen für Christoph Kramer. Der Ex-Leverkusener (bis 2016 bei Bayer 04) hatte gegen Hamburg aufgrund muskulärer Probleme im Nackenbereich pausiert, könnte gegen seinen Ausbildungsverein aber wieder in die Elf zurückkehren. Doch selbst, wenn nicht, dürfte sich die Borussia in der Mittelfeldzentrale gerüstet fühlen. Wohl dem, der solche Talente in der Hinterhand hat.
Nicht oft kommt es vor, dass eine Mannschaft mit negativem Torverhältnis in der Bundesliga-Spitzengruppe überwintert. Dass den Gladbachern nun dieses Kunststück gelungen ist, ist auf die Effektivität von Heckings Team zurückzuführen – aber auch die Probleme defensiver Natur spielen eine Rolle. Bereits 28 Gegentreffer kassierten die Fohlen in der Bundesliga, nur Freiburg (31) und Köln (32) mussten mehr hinnehmen. Bayer 04 nutzte die gelegentlichen Schwächen in der Gladbacher Hintermannschaft beim Aufeinandertreffen in der Bundesliga gnadenlos aus und erzielte Mitte Oktober ganze fünf Treffer in der zweiten Halbzeit. Ein weiteres Abwehrproblem könnte sich vor dem Pokalspiel gegen Leverkusen auf personeller Ebene ergeben: Gegen Hamburg musste Gladbachs etatmäßiger Rechtsverteidiger Nico Elvedi verletzt ausgewechselt werden. Ob der Schweizer gegen die Werkself wieder auflaufen kann, steht noch nicht fest.
Nach dem 3:1 gegen Hamburg musste Max Eberl (im Foto oben) einige Anhänger zur Bescheidenheit ermahnen. „Das kann uns erschlagen, wie es andere Traditionsvereine maßlos erschlagen hat. Eine völlig erhöhte Erwartungshaltung. Ich spüre, dass es irgendwie in die falsche Richtung geht“, wetterte Gladbachs Sportdirektor, nachdem es während der ersten Halbzeit Pfiffe von den Rängen gegeben hatte. Dabei ging dank Eberl in den vergangenen Jahren vieles in die richtige Richtung bei den Borussen. Vom Fast-Absteiger mauserte sich der Verein in kürzester Zeit zum Champions-League-Teilnehmer und ist jedes Jahr in der Spitzengruppe der Bundesliga vertreten. Durch das langfristig ausgerichtete Konzept mit vielen jungen Spielern scheint es realistisch, dass dies auch in den nächsten Jahren so bleibt und sich die Borussia höchstens durch überzogene Erwartungen selbst bremsen kann.
Die Gladbacher wollen unbedingt dahin, wo sie in der vergangenen Saison beinahe hingefahren wären – zum Pokalfinale nach Berlin. Im Elfmeterschießen verlor die Borussia das Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt und muss so weiter auf die erste Endspielteilnahme seit dem Pokalsieg im Jahr 1995 (3:0 gegen den VfL Wolfsburg) warten. Heiko Herrlich, der damals im Endspiel einen Treffer für die Fohlen beisteuerte, und sein Team werden am Mittwochabend alles daran setzen, dass dieser Zustand ein weiteres Jahr andauert.


Eine beeindruckende Aufholjagd nach der Pause bescherte den Bayer 04-Frauen gegen den SV Werder Bremen im Ulrich-Haberland-Stadion einen 3:2-Heimsieg. Im Werkself-TV-Interview sprechen Doppel-Torschützin Cornelia Kramer und Loreen Bender unter anderem darüber, was in der Halbzeit in der Kabine passierte.
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Werkself-TV zeigt die TV-Highlights des 3:2-Erfolgs der Bayer 04-Frauen gegen den SV Werder Bremen am 6. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga 2026/27.
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Dank einer emotionalen Aufholjagd in der zweiten Halbzeit haben die Bayer 04-Frauen ihren ersten Heimsieg eingefahren. Gegen den SV Werder Bremen steigerte sich die Werkself nach der Pause deutlich und drehte einen Zwei-Tore-Rückstand in ein 3:2 (0:2). Cornelia Kramer (54., 56.) und Lobke Loonen (81.) erzielten die Treffer, die dem Team von Trainer Roberto Pätzold die ersten Punkte im Ulrich-Haberland-Stadion in der laufenden Bundesliga-Saison bescherten.
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Werkself-TV zeigt die Highlights des 6:0-Erfolgs der Werkself im Trainingsspiel gegen den Drittligisten SC Fortuna Köln...
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