
Nach einem kurzen Schock in Form eines Abseitstreffers von Ivan Perisic für Eindhoven gleich zu Beginn der Partie startete die Werkself mit viel Offensivdruck . Schwarz-Rot verzeichnete gute Chancen unter anderem in Person von Alejandro Grimaldo, der einen Ball wuchtig an die Latte setzte (11.) und durch Ernest Poku, der nach sehenswertem Tempo-Dribbling flach abschloss (14.). Weitere Möglichkeiten hatten Edmond Tapsoba per Kopf (19.), Malik Tillman aus kurzer Distanz (24.) und Loïc Badé nach einer Ecke (38.). In die Pause ging es dennoch torlos. Die verdiente Führung erzielte dann nach etwas mehr als einer Stunde Christian Kofane, der überlegt einnetzte (65.). Die Führung hatte allerdings nicht lange Bestand, sieben Minuten später glich Eindhovens Ismael Saibari zum 1:1 aus. Dabei blieb es bis zum Schlusspfiff. Zum ausführlichen Spielbericht.
Cheftrainer Kasper Hjulmand sagte nach Abpfiff: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Die Mannschaft hat hart gekämpft und viel investiert. Wir waren nah dran an einem Sieg, aber es hat leider ein paar Mal die letzte Konsequenz gefehlt. Ich vergleiche keine Gegner, aber natürlich ist es schade, bisher bereits Punkte liegengelassen zu haben.“
Grimaldo erklärte: „Wir sind enttäuscht, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Ich denke, wir haben es gut gemacht und viele Chancen herausgespielt, aber es hat am Ende nicht gereicht.“ Aleix Garcia äußerte sich ebenfalls: „Wir haben die Kontrolle im Verlauf etwas verloren,.“ Christian Kofane betonte dennoch: „Wir haben alles gegeben, um zu gewinnen.“

Der kicker fasste zusammen: „Eindhoven startete sehr zielstrebig. […]. Die Hausherren übernahmen daraufhin die Spielkontrolle und boten ansehnlichen Kombinationsfußball.“ Das Remis bewertete der kicker als ein Ergebnis, „das beiden Klubs nicht wirklich weiterhilft“. Dem schloss sich auch die Rheinische Post an, die die Anfangsminuten der PSV Eindhoven zuschrieb und dann sah, wie eine „spielfreudige“ Werkself „mehr und mehr die Kontrolle über die Partie übernahm“ und „verdient“ in Führung ging. Der Kölner Stadt-Anzeiger sah es ähnlich: „Leverkusen war die bessere Mannschaft in der ersten Hälfte.“ Und die Bild-Zeitung schrieb gleichermaßen: „Die Gastgeber hatten vor allem im ersten Durchgang viel mehr vom Spiel.“
Axel Tape schnupperte gegen Eindhoven erstmals Champions-League-Luft und stand dabei sogar in der Startelf. Mit 18 Jahren und 52 Tagen ist er der zweitjüngste Leverkusener, der ein UCL-Spiel von Beginn an bestreitet. Jünger war nur Kai Havertz im Februar 2017 gegen Atlético Madrid mit 17 Jahren und 255 Tagen.
Gegen die PSV Eindhoven von Beginn an ran durften auch Christian Kofane und Ernest Poku. Zuvor waren beide bereits für einige Minuten im Spiel beim FC Kopenhagen eingewechselt wurden. Kofane veredelte sein Debüt mit seinem ersten Königsklassen-Treffer, er ist nun mit 19 Jahren und 67 Tagen der jüngste Leverkusener UCL-Torschütze aller Zeiten. Dazu sagte er: „Unglaublich! Es war ein überragendes Gefühl, zu treffen. Es ist immer schön, dem Team mit Toren zu helfen. Auch, wenn wir nicht gewonnen haben. Es ist ein großartiges Team und ich fühle mich hier zu Hause.“ Teamkollege Grimaldo über Kofanes Auftritt: „Er hat ein starkes Spiel gemacht, sein Tor eiskalt erzielt und uns sehr geholfen.“
Poku kann seinerseits auf gleich drei Torschüsse zurückblicken - Leverkusener Bestwert zusammen mit Tillman. Trainer Hjulmand betonte nach Abpfiff: „Es war schön, die jungen Spieler zu sehen. Ich bin sehr optimistisch und glaube an sie. Sie haben ein großes Potential und schon jetzt sehr viel Qualität.“
Eine andere Marke knackte Garcia, der Spanier absolvierte gegen die PSV sein 50. Pflichtspiel für Bayer 04. Nach Abpfiff sagte er diesbezüglich: „Ich fühle mich wohl hier. Ich freue mich auf weitere Spiele - und hoffe natürlich auf Siege!“







Die Werkself blieb mit dem 1:1-Remis auch im dritten Pflichtspiel gegen Eindhoven und im insgesamt achten Duell gegen niederländische Teams ungeschlagen. Zuvor war Bayer 04 zweimal auf Eindhoven getroffen, im UEFA-Pokal 1994/95 gab es ein 5:4-Hinspielsieg zu Hause und ein 0:0 auswärts im Rückspiel.
Und hier sind die Zahlen zum gestrigem Aufeinandertreffen: Die Werkself verbuchte 14 Torschüsse, PSV sechs. Schwarz-Rot schlug außerdem mehr Ecken (7 zu 4). Die Gäste hatten derweil in Sachen Ballbesitz (46,3 zu 53,7 Prozent) und bei den gewonnenen Zweikämpfen (46,1 zu 53,9 Prozent) die Nase vorn.
Weiter geht es für die Werkself in der Bundesliga mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin. Die Partie des 6. Spieltags wird am Samstag, 4. Oktober, um 15.30 Uhr in der BayArena angepfiffen. Resttickets gibt es HIER. Im Anschluss an die Partie geht es in die zweite Länderspielpause dieser Saison.


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