„Wir wollen und müssen punkten, um den Anschluss zu finden“

Vor der Länderspiel-Unterbrechung heißt es noch einmal: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Nach dem gestrigen 1:0-Heimsieg über Zürich in der Europa League gastiert die Werkself zum Abschluss der Englischen Wochen am Sonntag (15.30 Uhr) beim Tabellenvierten Leipzig. AM Freitagmittag stellte sich Cheftrainer Heiko Herrlich den Fragen der Journalisten. Dabei äußerte sich der 46-Jährige unter anderem über…
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…die Personallage: „Keiner unserer Spieler, der gestern gegen Zürich im Einsatz war, hat einen derartigen Schaden davongetragen, dass er uns für das Leipzig-Spiel am Sonntag nicht zur Verfügung stehen könnte. Das gilt auch für Wendell.“

…Charles Aránguiz: „Nach seiner mehrmonatigen Verletzungspause war es für Charly gestern ein Riesen-Schritt nach vorne, 60 Minuten zu spielen. Wir letztendlich nicht, auf welchem Fitnesslevel er steht. Dass er heute ein bisschen müde ist, ist vollkommen klar. Aber wichtiger und entscheidend ist, dass die Belastung keine Reaktion aufs Knie gezeigt hat. Das gibt mir Hoffnung. Ob am Sonntag ein Startelf-Einsatz bei ihm Sinn macht, kann ich jetzt noch nicht beantworten – wir werden morgen nach dem Abschlusstraining entscheiden, wie weit er ist. In erster Linie bin ich froh, dass er wieder dabei ist und man hat gestern gesehen, wie wertvoll er für die Mannschaft ist.“

…Karim Bellarabi: „Bei Karim (zuletzt muskuläre Beschwerden, Anm.) gibt es noch ein Rest-Risiko. Aber die Ärzte und ich sind optimistisch, dass er uns am Sonntag zur Verfügung stehen kann. Das werden wir zu 100 Prozent aber auch erst morgen nach dem Training beantworten können.“

…die Erinnerungen an den 4:1-Sieg in Leipzig im Vorjahr: „Das ist noch nicht so lange her ist, sodass sich unsere Spieler gut daran erinnern können, dass man auch in Leipzig gewinnen – auch, wenn uns das damals niemand so richtig zugetraut hat und das Ergebnis vielleicht ein Tick zu hoch war. Aber wir fahren auch diesmal dorthin und wollen etwas mitnehmen.“

…die Spielweise von Leipzig: „Ihrer Spielanlage ist fast identisch zu unserer, sie stehen sehr hoch, sind unheimlich gut im Umschalten, erobern in der der gegnerischen Hälfte sehr viele Bälle. Außerdem stellen sie mit acht Treffern innerhalb von zehn Sekunden nach Balleroberung den Liga-Bestwert. In der Vorsaison haben wir es geschafft, uns daraus zu befreien. Aber natürlich kennen wir aber auch ihre Statistiken: Vor dem gestrigen Europa League-Spiel gegen Glasgow (0:2, Anm.) haben sie sechs Spiele hintereinander kein Gegentor kassiert – sie sind sehr stabil gegen den Ball. Wie gestern gegen Zürich wird es unser Ziel sein, nichts zuzulassen und kein Gegentor zu bekommen.“

…die eigenen Ziele in der Liga bis Weihnachten: „Klar ist, dass wir Nachholbedarf haben, dass wir punkten wollen und müssen, um wieder den Anschluss zu finden. Ein bestimmtes Ziel, wie viele Punkte wir am Ende der Hinrunde haben möchten, gibt es nicht. Wir denken von Spiel zu Spiel und sind jetzt vollkommen konzentriert auf das Leipzig-Spiel am Sonntag.“

…über den Fluch bzw. Segen der Länderspiel-Pausen: „Ich kann nicht sagen, ob mich diese Liga-Unterbrechungen nerven, weil ich es von Anfang an so angenommen. Ich mache mir keine Gedanken darüber, weil der Plan es so vorsieht und ich es ohnehin nicht ändern kann. Ich akzeptiere das so. Wieso soll ich mich dann damit aufhalten und meine Kraft vergeuden? Wir wussten von Anfang an, dass wir viele Spiele und viele Englischen Wochen haben werden, dass wir phasenweise ein enges Mammut-Programm haben, für das wir eine Top-Fitness haben müssen, um es absolvieren zu können. Und wir wussten auch, dass diese Freiräume kommen werden, in der wir auch Länderspiel-Abstellungen haben. Aber diese Unterbrechung ist ja keine richtige Pause. Wir werden die Zeit nutzen, mit den Spielern die hierbleiben Dinge aufzuarbeiten und uns aufs nächste Spiel vorbereiten.“

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