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26.01.2025Bundesliga

Werkself Nachdreher zu #RBLB04: „Gehen dennoch mit einem positiven Gefühl weiter“

Wille auf beiden Seiten, aber kein Sieger: Bayer 04 trennte sich im Gastspiel bei RB Leipzig am Samstag, 25. Januar, 2:2. In der Partie, in der das Team von Cheftrainer Xabi Alonso zwar nicht dominierte, sich dennoch die größeren Chancen erarbeitete, brachte sich die Werkself mit einem späten Eigentor selbst um den eigenen Lohn. Und dennoch: Die Leverkusener bleiben auch im 26. Bundesliga-Auswärtsspiel in Serie ungeschlagen (19 Siege, 7 Remis). Eine längere Serie gelang in der Liga-Historie nur dem FC Bayern München. Warum auch alle beteiligten Akteure mit einem positiven Gefühl aus der Begegnung gehen, verrät der Werkself Nachdreher.
Tah

Zusammenfassung: Siegtor auf dem Fuß gehabt

Die Partie in Sachsen verlief zunächst ausgeglichen und ereignisarm - bis in Minute 19 Florian Wirtz seine individuelle Klasse zeigte und sich mit einem sehenswerten Solo gegen gleich mehrere Gegenspieler durchsetzte. Sein anschließender Abschluss aus spitzem Winkel traf zwar nur den Pfosten, den Abpraller verwandelte dann aber Patrik Schick zur 1:0-Führung. Auch dem 2:0 ging eine starke Vorarbeit von Wirtz voraus, dieses Mal legte der deutsche Nationalspieler für Aleix Garcia ab, der aus zentraler Position einschob. Doch die Leipziger zeigten sich vom Rückstand unbeeindruckt und so nahm die Partie durch ein spektakuläres Freistoß-Tor zum 1:2 von David Raum noch vor der Pause wieder an Fahrt auf. Auch in Durchgang zwei waren es dann zwar weiter vorrangig die Hausherren, die das Spielgeschehen bestimmten. Aussichtsreiche Gelegenheiten boten sich jedoch mehrfach Schwarz-Rot durch Konter-Situationen - so scheitere Exequiel Palacios nur knapp am abwehrenden Raum auf der Linie (48.) und Wirtz zielte abermals ans Aluminium (64.). Am Ende war es ein Eigentor nach einem Freistoß von Xavi Simons, mit welchem Defensivmann Edmond Tapsoba den 2:2-Endstand besiegelte (85.). Zum ausführlichen Spielbericht.

Stimmen: „Hätten den Sack zumachen müssen“

Geschäftsführer Sport Simon Rolfes äußerte sich nach dem Remis wie folgt: „Das war ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen und vielen intensiven Situationen. Wir haben es generell gut gemacht, aber wir hätten das dritte Tor machen müssen nach der zweiten Halbzeit.“

Cheftrainer Xabi Alonso resümierte: „Das Ergebnis hätte besser sein können, aber auch schlechter. Wir hatten genug Chancen, das dritte Tor zu schießen. Deswegen ist es ein wenig unglücklich, aber wir werden weitermachen.“

Team

Auch Torschütze Schick empfand das Ende der Partie „unglücklich“ und ergänzte: „Wir haben es in der zweiten Halbzeit aus der Hand gegeben und vorne selbst Schüsse liegen gelassen.“ Der Tscheche konstatierte aber auch: „Am Ende haben sie stark gespielt und sich einen Punkt verdient.“

Ähnlich sah es Teamkollege Jonathan Tah: „Wir können dieses Spiel nicht mit der Partie gegen Atletico Madrid zuletzt vergleichen, wir sind am Ende trotz des Eigentores cooler geblieben. Klar, hätten wir den Sack zumachen müssen. Wir gehen dennoch mit einem positiven Gefühl aus der Partie heraus. Wir haben einen Punkt geholt und es gibt auch noch viele Punkte in der Saison zu holen.“

Personal: Schick zweitbester Torschütze in Top-Fünf-Ligen seit November

Für Defensivmann Nordi Mukiele war es ein Wiederkehren zurück an alte Wirkungsstätte – der Franzose lief von 2018 bis 2022 in genau 100 Spielen für RB Leipzig auf. Für Torschütze Schick war das 1:0 bereits das 13. Tor in seinen vergangenen neun Liga-Einsätzen, seit November traf nur Newcastles Alexander Isak in den Top-Fünf-Ligen Europas öfter (15 Mal). Wirtz unterdessen steht nun bei neun Vorlagen in dieser Bundesligasaison und ist damit mit Omar Marmoush als bester Vorbereiter der Liga gleichgezogen.

Robert Andrich kassierte beim Foul gegen Nusa vor dem Gegentreffer in der 36. Minute seine fünfte Gelbe Karte. Damit ist der Mittelfeldakteur beim kommenden Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am 20. Bundesliga-Spieltag gesperrt.

Presseschau: „Wunder-Wirtz einfach nicht zu stoppen!“

....so lautete das Fazit der Bild-Zeitung zur Vorlage der Nr. 10 zum 1:0. Der kicker schrieb derweil zur Partie: „Wirtz trifft dreimal Aluminium - Bayer verspielt 2:0“. Der Kölner Stadt-Anzeiger resümierte: „Das Leverkusener Angriffsspiel war in Halbzeit eins schnell, direkt, effizient. Die Werkself kam nicht oft in den Leipziger Strafraum, war dann aber eiskalt. Aber wie schon gegen Atletico wurde Bayer 04 auch in Leipzig in der Schlussphase hektisch. Ballverluste in der eigenen Hälfte waren das Resultat (…). Die wenigen Konter, die es bis tief in die Leipziger Hälfte schafften, wurden nicht konsequent genug ausgespielt.“

Hradecky

Statistik: Mehr Torschüsse, weniger Ballbesitz

Leipzig hatte in Sachen Ballbesitz am Ende mit über 65 Prozent die Nase vorn. Die Passquote der Sachsen lag zudem bei knapp 89 Prozent, bei Bayer 04 bei etwas mehr als 78 Prozent. Dafür gewann die Werkself 60 Prozent aller Zweikämpfe. Zudem gaben Wirtz und Co. 13 Torschüsse ab. Und: Erstmals seit März 2021 (Robert Lewandowski gegen Werder Bremen) traf mit Leverkusens Florian Wirtz ein Spieler mindestens drei Mal das gegnerische Aluminium innerhalb einer BL-Partie.

Ausblick: Zwei Heimspiele vor der Brust

Für die Werkself stehen in der kommenden Woche gleich zwei Heimspiele auf dem Programm: Am Mittwoch, 29. Januar (Anstoß: 21 Uhr), empfangen Hradecky und Co. Sparta Prag im Rahmen des letzten Spieltags in der Ligaphase der UEFA Champions League (wenige Resttickets noch verfügbar!). Vier Tage später am Sonntag, 2. Februar, gastiert die TSG Hoffenheim in der BayArena. Los geht der 20. Bundesliga-Spieltag um 17.30 Uhr.

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