
Die Werkself bemühte sich mit Anpfiff, das Spielkommando zu übernehmen. So verpasste Victor Boniface nach zehn gespielten Minuten knapp eine Flanke von Amine Adli. Mit zunehmenden Spielverlauf waren dann zwar weiterhin die Leverkusener vorrangig an der Kugel, doch die Gastgeber eroberten immer wieder die Bälle und so gab es die größeren Möglichkeiten auf der Gegenseite - unter anderem durch Benedikt Gimber per Latte-Pfosten-Versuch (26.) und Marvin Pieringer (33., 34.). Auch in Durchgang zwei fiel es den Leverkusenern schwer, den Weg durch die Heidenheimer Defensive zu finden. Die Gastgeber selbst traten offensiv ebenfalls nicht mehr wirklich in Erscheinung. In der Nachspielzeit erlösten die erst wenige Minuten zuvor eingewechselten Akteure die sich bemühende Werkself - Jonas Hofmann bediente Emiliano Buendía, Letzterer traf mit seinem Distanzschuss zum 1:0-Endstand (90.+1). HIER geht’s zum ausführlichen Spielbericht.
Cheftrainer Xabi Alonso fasste die Partie anschließend auf der Pressekonferenz wie folgt zusammen: „Für uns war es wieder ein Spiel mit großen Emotionen und hartem Kampf bis zum Ende. Es war nicht die schönste Leistung. Wir haben ähnliche Probleme wie zuletzt gehabt, aber nach Dienstag war es wichtig, heute wieder einen Erfolg feiern zu können. Wir sind in einer wichtigen Phase der Saison, deswegen war es heute keine Frage des Wie, sondern des Was und das ist entscheidend. Wir haben mental und physisch eine harte Woche hinter uns. Jetzt haben wir Zeit, uns zu erholen.“
Für die eingewechselten Matchwinner Buendía und Hofmann fand Alonso lobende Worte: „Emi war immer bereit. In jedem Training hat er eine super Einstellung und hatte es verdient zu spielen. Und auch Jonas war zuletzt in einer ähnliche Situation und hat es heute sehr gut gemacht. Diese Energie brauchen wir nun von allen Spielern in den letzten sechs Partien.“






Granit Xhaka resümierte die Begegnung so: „Es war wie erwartet ein schwieriges Spiel. Für uns was es sowohl physisch als auch mental schwierig heute nach der doch noch frischen Niederlage in Bielefeld, wo wir auch verdient verloren haben. Das hat man gemerkt, aber das ist auch menschlich, dass wir da ein, zwei Tage mehr brauchen, um alles zu verdauen. Wir wussten heute, dass wir gewinnen müssen, um überhaupt am FC Bayern dranzubleiben. So war das Spiel heute auch etwas verkrampft. Aber im Fußball zählen am Ende die Punkte.“ Der Schweizer weiter: „Die eingewechselten Jungs haben heute auf jeden Fall den Unterschied gemacht. Daran sieht man, wie stark unsere Kabine ist. Jetzt wollen wir uns etwas herunterfahren und Kraft tanken für den Endspurt.“
Der kicker titelte: „Buendías Schlenzer trifft Heidenheim spät ins Mark“. Die Rheinische Post nannte es einen „schmeichelhaften 1:0-Erfolg“. Der Kölner Stadt-Anzeiger schrieb: „Leverkusen hält Titelrennen etwas offen: Die Werkself wahrt trotz eines ganz schwachen Auftritts den Rückstand von sechs Zählern“ und ergänzte folgendes zum Siegtreffer Buendías: „Überragender Schlenzer an den Innenpfosten“. Die Bild-Zeitung sah es ähnlich: „Trotz ganz schwacher Leistung in Heidenheim: SPÄTERkusen verhindert Titel-K.o.“
Buendía schoss sein erstes Bundesliga-Tor für Bayer 04 in seinem siebten Spiel. Er ist bereits der 17. verschiedene Torschütze Leverkusens in dieser Bundesliga-Spielzeit - das ist Ligahöchstwert zusammen mit Eintracht Frankfurt. Robert Andrich absolvierte seinerseits sein 150. Pflichtspiel für Bayer 04 - herzlichen Glückwunsch!








Bayer 04 kommt auf sechs Torschüsse, der FCH auf zehn. Die Werkself hatte knapp 52 Prozent Ballbesitz und gewann 50 Prozent aller Zweikämpfe. Die Passquote lag bei 85,6 Prozent, bei den Gastgebern bei 80,1 Prozent.
Bayer 04 empfängt am kommenden Samstag, 12. April, den 1. FC Union Berlin ab 15.30 Uhr in der BayArena. Danach geht es für die Werkself am Sonntag, 20. April, nach Hamburg zum FC St. Pauli. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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