Zurück zur Übersicht
18.02.2024Bundesliga

Werkself Nachdreher zu #FCHB04: Mit Geduld zum Erfolg

Bayer 04 gibt sich weiterhin keine Blöße: Mit dem 2:1-Sieg beim 1. FC Heidenheim 1846 bleibt der Spitzenreiter in der Bundesliga das Maß aller Dinge und baute seine überragende Serie der wettbewerbsübergreifend ungeschlagenen Spiele auf 32 aus. Nach der mitreißenden Gala zuletzt beim 3:0 gegen den FC Bayern führte an der Ostalb in erster Linie harte Arbeit zum verdienten Erfolg. Der Werkself Nachdreher.
20240217_JS1_7922.jpg

ZUSAMMENFASSUNG: FRIMPONG ALS DOSENÖFFNER

Es war die Begegnung der beiden Mannschaften mit den bis dahin längsten Serien ohne Niederlage – die Werkself wusste also, dass sie im höchstgelegenen Stadion Deutschlands gegen den tüchtigen Aufsteiger, der zuvor achtmal nacheinander nicht verloren hatte, dicke Better bohren musste. Bayer 04 bestimmte zwar von Beginn an die Partie, hatte aber Mühe, gegen geschickt die Räume verdichtenden Gastgeber zu zwingenden Möglichkeiten zu kommen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte klingelte es dann aber im Kasten der Heidenheimer: Florian Wirtz nutzte ein paar Meter Freiraum und setzte Amine Adli links in Szene und dessen flache Hereingabe nutzte Jeremie Frimpong mit einer wuchtigen, noch leicht abgefälschten Direktabnahme mit links ins kurze Eck zur Führung (45.+2). Frimpong blieb auch in der Folge ein steter Unruheherd, beim 2:0 hatten aber andere ihre Füße im Spiel: Florian Wirtz passte den Ball wunderbar geschmeidig und ansatzlos in einen Raum, den wohl nur er so erkannte, zu Amine Adli, der FCH-Keeper Müller noch umkurvte und zum 2:0 ins verlassene Tor einschob (81.). Den nie aufsteckenden Heidenheimern glückte kurz vor Schluss nur noch der Anschlusstreffer durch Tim Kleindienst nach einem Standard. Zum ausführlichen Spielbericht.

STIMMEN: „WIR WAREN BEREIT"

„In Heidenheim zu gewinnen, ist nicht einfach, aber die Mannschaft hat sehr seriös gespielt. Das, was wir vorbereitet und besprochen haben, hat das Team gut gemacht“, sagte Chefcoch Xabi Alonso. „Wir waren bereit und das gefällt mir. Die Spieler sind nicht nur im Topspiel da, sondern auch hier wach und motiviert zu kämpfen.“ Robert Andrich, der in der Saison 2018/19 für Heidenheim spielte, attestierte der Mannschaft „eine sehr stabile Mentalität“ und sagte: „Über weite Strecken des Spiels haben wir es dem Spiel und dem Platz entsprechend gut gemacht. Wir sind nicht in Schönheit gestorben, manchmal muss man den Ball auch auf die Tribüne dreschen.“ Granit Xhaka stellte einen Faktor besonders heraus: „Wir sind geduldig geblieben. Es war wichtig, dass es nicht immer schnell hin und her ging und so ein Ping-pong-Spiel wird.“ Das Fazit des Schweizers: „Solche Spiele musst du einfach gewinnen, wenn du oben bleiben willst.“

20240217_JS1_8943.jpg

PRESSESCHAU: TOLLE BILANZ BEI FÜHRUNG

„Levercool. Nicht schön, aber meisterlich“, schrieb die Bild am Sonntag und hob hervor: „17-mal in dieser Saison ging man in Führung – und 17-mal als Sieger vom Platz.“ Die Rheinische Post und der Kölner Stadt-Anzeiger setzten in ihrer Einzelkritik Amine Adli an die Spitze des Teams. „Bereitete das 1:0 vor und erzielte das 2:0 selbst. Wenn es darauf ankam, entwischte der in Frankreich geborene marokkanische Nationalspieler der Heidenheimer Abwehr“, schrieb die RP. Beim Stadt-Anzeiger hieß es: „Mit bemerkenswerter Körpersprache unterwegs. Ihm gelang nicht alles, doch er versuchte es immer wieder.“ Der Kicker wertete den Werkself-Dreier als „Arbeitssieg".

PERSONAL: LOB FÜR DIE TORSCHÜTZEN

Zwei ausgesprochen runde Ereignisse konnten in Heidenheim registriert werden: Piero Hincapie bestritt in der Voith-Arena sein 100. Pflichtspiel für Bayer 04 und Chefcoach Xabi Alonso war am Spieltag genau 500 Tage im Amt bei der Werkself. Ein Umstand, den der Spanier gewohnt gelassen kommentierte: „Ich feiere die 500 Tage im Amt nicht. Ich bin zufrieden mit dem Spiel, der Leistung und dem Ergebnis.“ Zum Mann des Spiels erkoren die Bayer 04-Fans in den sozialen Medien Jeremie Frimpong, der seinen siebten Saisontreffer erzielte und insgesamt im Spielverlauf gleich sechs Schüsse auf das Heidenheimer Tor abgab. Lob gab es auch für den anderen Torschützen Amine Adli – vom Trainer: „Amine ist in guter Form. Wir brauchen seine Energie, seine Qualität und seine Läufe in die Tiefe.“

20240217_JS1_8792.jpg

STATISTIK: WEITER AUF REKORDKURS

Mit ihrem 32. Pflichtspiel der Saison ohne Niederlage egalisierte die Werkself den Rekord des FC Bayern München, der von Dezember 2019 bis September 2020 wettbewerbsübergreifend ebenfalls in 32 Partien nacheinander ungeschlagen geblieben war. Dazu ist Bayer 04 erstmals in seiner Bundesliga-Historie zum 18. Mal binnen einer Saison Spitzenreiter. In Heidenheim sprachen auch die Zahlen zum Spiel für Schwarz-Rot: Leverkusen hatte Vorteile bei den Torschüssen (18:6), im Ballbesitz (62 Prozent) sowie in der Zweikampf- (51 Prozent) und Passquote (81 Prozent gegenüber 71 der Heidenheimer).

AUSBLICK: UNTER FLUTLICHT GEGEN MAINZ

Für Bayer 04 geht es mit einem Heimspiel unter Flutlicht weiter. Die Werkself eröffnet den 23. Spieltag der Bundesliga und empfängt am Freitagabend um 20.30 Uhr den 1. FSV Mainz 05 in der BayArena.

Ähnliche News

Ibrahim Maza jubelt
Bayer 04 - 01.01.2026

Afrika-Cup-Ticker: Werkself-Quartett steht im Achtelfinale - Maza und Kofane treffen

Vier Bayer 04-Profis sind bei der 35. Auflage des Afrika-Cup im Einsatz, die vom 21. Dezember bis zum 18. Januar 2026 in Marokko ausgetragen wird: Eliesse Ben Seghir für die Gastgeber, Edmond Tapsoba mit Burkina Faso, Ibrahim Maza für Algerien und Christian Kofane mit Kamerun. Der Ticker zu den Partien der Werkself-Akteure...

Mehr zeigen
Alle Tore in Bundesliga, Pokal und Champions League
Werkself-TV - 31.12.2025

Alle Tore 2025 in Bundesliga, Pokal und Champions League

Ein torreiches 2025 liegt hinter der Werkself: Los ging's direkt mit einem Blitzstart – Nathan Tella trifft in Dortmund schon nach wenigen Sekunden zum ersten Mal im neuen Fußball-Jahr. Weitere Highlights liefern dann Florian Wirtz, Aleix Garcia, immer wieder Patrik Schick und natürlich Alejandro Grimaldo mit seinen europaweit gefürchteten Freistößen. Die Highlights zum Ende des Jahres: Wichtige Pokal-Treffer von Ibrahim Maza, vielumjubelte Siegtore in Lissabon und Manchester, der Scorpion Kick von Martin Terrier im Derby und als ganz besonderer Abschluss in 2025: Montrell Culbreath aus der U19 mit seinem Treffer zum 3:1-Sieg in Leipzig bei seinem Debüt. Viel Spaß beim Schauen!

Mehr zeigen
Die schönsten Tore 2025 des Bayer 04-Männerteams
Werkself-TV - 31.12.2025

Top 5: Die schönsten Tore der Lizenzmannschaft im Jahr 2025

Die fünf beeindruckendsten Tore der Lizenzmannschaft im Jahr 2025. Mit dabei: Alejandro Grimaldo, Patrik Schick und natürlich Martin „Skorpion“ Terrier...

Mehr zeigen
Perfekt serviert: Die Top 5 Torvorbereitungen 2025 von Bayer 04
Werkself-TV - 31.12.2025

Top 5: Die sensationellsten Vorlagen der Lizenzmannschaft im Jahr 2025

Ob der entscheidende Pass, die perfekte Flanke oder das beste Zuspiel: Bei den fünf schönsten Vorlagen der Lizenzmannschaft im Jahr 2025 ist alles dabei. Daran beteiligt? Unter anderem Aleix Garcia, Ibrahim Maza und Arthur...

Mehr zeigen
Kein Tor: Die spektakulärsten Torwart-Paraden 2025
Werkself-TV - 31.12.2025

Top 5: Die spektakulärsten Paraden der Lizenzmannschaft im Jahr 2025

Kein Vorbeikommen! Die fünf besten Rettungstaten von Mark Flekken, Lukas Hradecky und Matej Kovar im Jahr 2025...

Mehr zeigen