
Es war die Begegnung der beiden Mannschaften mit den bis dahin längsten Serien ohne Niederlage – die Werkself wusste also, dass sie im höchstgelegenen Stadion Deutschlands gegen den tüchtigen Aufsteiger, der zuvor achtmal nacheinander nicht verloren hatte, dicke Better bohren musste. Bayer 04 bestimmte zwar von Beginn an die Partie, hatte aber Mühe, gegen geschickt die Räume verdichtenden Gastgeber zu zwingenden Möglichkeiten zu kommen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte klingelte es dann aber im Kasten der Heidenheimer: Florian Wirtz nutzte ein paar Meter Freiraum und setzte Amine Adli links in Szene und dessen flache Hereingabe nutzte Jeremie Frimpong mit einer wuchtigen, noch leicht abgefälschten Direktabnahme mit links ins kurze Eck zur Führung (45.+2). Frimpong blieb auch in der Folge ein steter Unruheherd, beim 2:0 hatten aber andere ihre Füße im Spiel: Florian Wirtz passte den Ball wunderbar geschmeidig und ansatzlos in einen Raum, den wohl nur er so erkannte, zu Amine Adli, der FCH-Keeper Müller noch umkurvte und zum 2:0 ins verlassene Tor einschob (81.). Den nie aufsteckenden Heidenheimern glückte kurz vor Schluss nur noch der Anschlusstreffer durch Tim Kleindienst nach einem Standard. Zum ausführlichen Spielbericht.
„In Heidenheim zu gewinnen, ist nicht einfach, aber die Mannschaft hat sehr seriös gespielt. Das, was wir vorbereitet und besprochen haben, hat das Team gut gemacht“, sagte Chefcoch Xabi Alonso. „Wir waren bereit und das gefällt mir. Die Spieler sind nicht nur im Topspiel da, sondern auch hier wach und motiviert zu kämpfen.“ Robert Andrich, der in der Saison 2018/19 für Heidenheim spielte, attestierte der Mannschaft „eine sehr stabile Mentalität“ und sagte: „Über weite Strecken des Spiels haben wir es dem Spiel und dem Platz entsprechend gut gemacht. Wir sind nicht in Schönheit gestorben, manchmal muss man den Ball auch auf die Tribüne dreschen.“ Granit Xhaka stellte einen Faktor besonders heraus: „Wir sind geduldig geblieben. Es war wichtig, dass es nicht immer schnell hin und her ging und so ein Ping-pong-Spiel wird.“ Das Fazit des Schweizers: „Solche Spiele musst du einfach gewinnen, wenn du oben bleiben willst.“





„Levercool. Nicht schön, aber meisterlich“, schrieb die Bild am Sonntag und hob hervor: „17-mal in dieser Saison ging man in Führung – und 17-mal als Sieger vom Platz.“ Die Rheinische Post und der Kölner Stadt-Anzeiger setzten in ihrer Einzelkritik Amine Adli an die Spitze des Teams. „Bereitete das 1:0 vor und erzielte das 2:0 selbst. Wenn es darauf ankam, entwischte der in Frankreich geborene marokkanische Nationalspieler der Heidenheimer Abwehr“, schrieb die RP. Beim Stadt-Anzeiger hieß es: „Mit bemerkenswerter Körpersprache unterwegs. Ihm gelang nicht alles, doch er versuchte es immer wieder.“ Der Kicker wertete den Werkself-Dreier als „Arbeitssieg".
Zwei ausgesprochen runde Ereignisse konnten in Heidenheim registriert werden: Piero Hincapie bestritt in der Voith-Arena sein 100. Pflichtspiel für Bayer 04 und Chefcoach Xabi Alonso war am Spieltag genau 500 Tage im Amt bei der Werkself. Ein Umstand, den der Spanier gewohnt gelassen kommentierte: „Ich feiere die 500 Tage im Amt nicht. Ich bin zufrieden mit dem Spiel, der Leistung und dem Ergebnis.“ Zum Mann des Spiels erkoren die Bayer 04-Fans in den sozialen Medien Jeremie Frimpong, der seinen siebten Saisontreffer erzielte und insgesamt im Spielverlauf gleich sechs Schüsse auf das Heidenheimer Tor abgab. Lob gab es auch für den anderen Torschützen Amine Adli – vom Trainer: „Amine ist in guter Form. Wir brauchen seine Energie, seine Qualität und seine Läufe in die Tiefe.“

Mit ihrem 32. Pflichtspiel der Saison ohne Niederlage egalisierte die Werkself den Rekord des FC Bayern München, der von Dezember 2019 bis September 2020 wettbewerbsübergreifend ebenfalls in 32 Partien nacheinander ungeschlagen geblieben war. Dazu ist Bayer 04 erstmals in seiner Bundesliga-Historie zum 18. Mal binnen einer Saison Spitzenreiter. In Heidenheim sprachen auch die Zahlen zum Spiel für Schwarz-Rot: Leverkusen hatte Vorteile bei den Torschüssen (18:6), im Ballbesitz (62 Prozent) sowie in der Zweikampf- (51 Prozent) und Passquote (81 Prozent gegenüber 71 der Heidenheimer).
Für Bayer 04 geht es mit einem Heimspiel unter Flutlicht weiter. Die Werkself eröffnet den 23. Spieltag der Bundesliga und empfängt am Freitagabend um 20.30 Uhr den 1. FSV Mainz 05 in der BayArena.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die drei Kandidaten für den Titel Bundesliga-„Rookie des Monats“ Februar bekannt gegeben. Zur Wahl steht unter anderem Werkself-Profi Jarell Quansah. Fans von Bayer 04 können ab sofort und noch bis einschließlich Donnerstag, 5. März (23.59 Uhr), in der Bundesliga-App für ihren Favoriten abstimmen.
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Im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League 2025/26 empfängt Bayer 04 den FC Arsenal in der BayArena. Die Partie findet am Mittwoch, 11. März (Anstoß: 18.45 Uhr), statt. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Für das Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Champions League 2025/26 reist die Werkself nach London. Die Partie beim Premier-League-Tabellenführer FC Arsenal im Arsenal Stadium steigt am Dienstag, 17. März 2026, um 21 Uhr deutscher Zeit (20 Uhr Ortszeit). Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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Seit vielen Jahren schon engagiert sich Bayer 04 als Partner des Lernort Stadion e.V. So führt der Bundesligist auch im jüngst gestarteten Aktionsmonat „März gegen Mobbing“, den die Aktion Mensch finanziell fördert und mit Unterstützung der DFL Stiftung und des Lernort Stadion e.V. initiiert, zwei Workshops zum Thema Antidiskriminierung in Zusammenarbeit mit dem kommunalen Integrationszentrum Leverkusen durch. Zentrale Fragestellungen dabei sind unter anderem: Wie gehe ich mit Mobbing und Diskriminierung um? Wie spreche ich Missstände an? Und was kann ich dagegen tun?
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