
Nach der Anfangsphase, die sich vorwiegend im Mittelfeld abspielte, hatte Ernest Poku in der 10. Minute die erste hochkarätige Chance der Partie auf dem Fuß. Auch die Möglichkeiten von Patrik Schick (14.) und Jonas Hofmann (22.) fanden nicht den Weg ins Tor. Anders bei den Dortmundern, die mit ihrer nahezu ersten richtigen Chance in Führung gingen: Daniel Svensson schlug einen Freistoß lang in den Strafraum, Aarón Anselmino stieg am höchsten und beförderte die Kugel per Kopf und unter Mithilfe des linken Innenpfostens ins Tor (41.). Nach der Pause drückte Bayer 04 auf den Ausgleich, der nächste Treffer gehörte jedoch abermals den Gästen: Karim Adeyemi brachte eine Flanke von Fabio Silva per Kopf wuchtig im Netz unter (65.). In der Schlussphase verkürzte der zuvor eingewechselte Christian Kofane nach Hereingabe von Ibrahim Maza noch einmal auf 1:2 (83.). Trotz größter Bemühungen gelang der Ausgleich aber nicht mehr. HIER geht’s zum ausführlichen Spielbericht.
Cheftrainer Kasper Hjulmand sagte nach Abpfiff: „Wir sind natürlich enttäuscht über das Ergebnis. Es war insgesamt ein sehr enges Spiel. Es gab nicht viele Torchancen für beide Teams, Kleinigkeiten waren entscheidend. Wir haben versucht, bis zum Schluss den Ausgleich zu erzielen. Leider ist es uns nicht gelungen.“ Lobende Worte fand der Trainer dabei für die Bayer 04-Anhänger: „Wir haben überragende Fans, ihre Unterstützung war hervorragend und sie haben uns gepusht. Wir wissen, dass wir es besser können und wir wollen in jedem Spiel mit unserer Identität auftreten. Jetzt geht es weiter.“

Hofmann betonte nach Abpfiff: „Wir haben es nicht geschafft, im letzten Drittel etwas Zwingendes zu erarbeiten. Dortmund war effizienter.“ Robert Andrich erklärte: „Beide Mannschaft hatten ihre Phasen. Dortmund war einen Tick effizienter. Darum hat es für uns nicht gereicht. Ich denke, in so einem Spiel ist ausschlaggebend, wie gewisse Momente verlaufen. Wir waren in Halbzeit eins eigentlich näher am Tor dran, gehen aber in Rückstand. Das sind Momente und Verläufe, die so ein Spiel entscheiden können.“
Der kicker sah einen „insgesamt sehr ausgeglichenen Bundesliga-Abend“ und erwähnte: „Die Gastgeber hatten optisch zu Beginn Feldvorteile.“ Am Ende aber stand Bayer 04 „mit leeren Händen [...] da, auch weil etwas Alupech neben zu später Aufholjagd angesagt war.“ Hofmann hatte noch vor dem Anschlusstreffer durch Kofane einmal nur die Latte getroffen (71.).
Die Bild-Zeitung schrieb: „Teil 1 des Topspiel-Doppelpacks geht an den BVB“, und bezog sich damit auf das Wiedersehen in bereits drei Tagen, wenn die Werkself im Signal Iduna Park im Rahmen des DFB-Pokal-Achtelfinals gastiert. Zum gestrigen Spiel ergänzte die Bild-Zeitung: „Beide Klubs neutralisieren sich in einer ausgeglichenen ersten Hälfte [...]. Doch dann geht der BVB mit dem ersten Torschuss plötzlich aus dem Nichts in Führung.“
Die Rheinische Post titelt „Aufholjagd von Bayer 04 bleibt unbelohnt“ und erklärt es mit einem zu späten Aufwachen seitens der Werkself. Zudem schrieb die RP: „Die Zuschauer in Leverkusen sahen einen ordentlichen Auftakt. Bayer 04 begann schwungvoll. Leverkusen startete seine Schlussoffensive und brachte den BVB noch mehrfach in Gefahr. Letztlich aber hielt der knappe Vorsprung der Gäste.“
Kofane erzielte sein erstes Bundesligator als Einwechselspieler und insgesamt sein drittes Tor im Oberhaus. Bayer 04 ist damit die einzige Mannschaft dieser Spielzeit, bei der bereits sechs Akteure mindestens drei Liga-Einschüsse vorweisen können. Über seinen Torerfolg sagte Kofane: „Ich lerne jeden Tag dazu. Ich habe das Tor von Patrik gegen Manchester City gesehen. Er war zuerst hinter dem Gegenspieler und lief dann vor ihn. Das habe ich mir abgeguckt und versucht, nachzumachen. Es war ein schönes Tor. Wir werden jetzt bis Dienstag weiter hart arbeiten und dann hoffentlich ein gutes Spiel abliefern.“
Maza, der seinerseits bei zwei Bundesliga-Toren steht, durfte sich über eine andere Marke freuen: Der Algerier lieferte mit seiner Vorlage für Kofanes Treffer seinen ersten Assist im Oberhaus in dieser Saison.





Bayer 04 verbuchte zehn Torschüsse, die Dortmunder sieben. Auch in der Ballbesitz-Statistik (62,9% zu 37,1%), dem Eckenverhältnis (10 zu 3) und der Anzahl der gespielten Pässe (612 zu 351) hatte die Werkself deutlich die Nase vorn. Die wichtigste Bilanz, die erzielten Tore, ging aber bekanntlich an den BVB.
Weiter geht es mit der nächsten Partie gegen den BVB. Im Achtelfinale des DFB-Pokals gastiert die Werkself am Dienstag, 2. Dezember (Anstoß: 21 Uhr), im Signal Iduna Park bei den Borussen. Das nächste Bundesligaspiel steigt am Nikolaus-Samstag, 6. Dezember, um 15.30 Uhr beim FC Augsburg.

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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