„Die Augsburger haben sich in den letzten Spielen von ihrer positiven Seite gezeigt“, betonte Gerardo Seoane auf der Pressekonferenz am Freitagmittag. Zuletzt gab es in fünf Ligapartien eine einzige Niederlage, zudem unter anderem je einen Zähler gegen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig. Der Schweizer stellte klar: „An einem guten Tag können sie jeder Mannschaft Paroli bieten.“
Ein Puzzlestück der FCA-Offensive fanden die Verantwortlichen der bayerischen Schwaben in der laufenden Winter-Transferperiode in den USA: Ricardo Pepi kam vor wenigen Tagen vom FC Dallas. Natürlich hat sich auch Seoane gemeinsam mit seinem Trainerteam bereits über das 18-jährige Talent informiert. „Immer wenn ein neuer Spieler in die Liga kommt, beschäftigen wir uns mit diesem“, so der Fußball-Lehrer. „Er bringt viel Talent mit.“
Vor Abwehrchef Jonathan Tah und seinen Mitspielern in der hintersten Reihe von Schwarz-Rot werden mit Sicherheit auch die defensiven Mittelfeldakteure in Duelle mit Pepi kommen. Robert Andrich, jüngst Torschütze beim 2:1-Erfolg in Mönchengladbach, gilt als gesetzt. Auf selbiger Position fallen Julian Baumgartlinger (Knieverletzung) sowie Exequiel Palacios (Rückenprobleme) als Alternativen verletzungsbedingt weiterhin aus, und auch Kerem Demirbay kann aufgrund einer Gelb-Sperre nicht mitwirken. Außerdem fehlen die beim Afrika-Cup weilenden Odilon Kossounou und Edmond Tapsoba sowie Daley Sinkgraven und Torhüter Andrey Lunev. Paulinho hat nach seiner Corona-Infektion die Quarantäne verlassen, ein Kaderplatz sei für den Brasilianer aufgrund noch ausstehender gesundheitlicher Checks in Folge der Erkrankung aktuell aber eher unwahrscheinlich.
Im Gegenzug wird Charles Aránguiz ins Spieltags-Aufgebot zurückkehren. Der Chilene verpasste die vergangenen beiden Bundesliga-Spiele mit einer Wadenverletzung. Seoane erklärte in Bezug auf den 32-Jährigen: „Charly ist noch nicht bei einhundert Prozent, er hat vier Wochen nicht mit der Mannschaft trainiert. Dennoch ist er so erfahren, dass eine Integration bei ihm schnell möglich ist.“
Als weitere Alternativen für den Andrich-Nebenmann nannte der Cheftrainer Nadiem Amiri, der in dieser Woche „voll mittrainiert“ habe. Auch eine Systemumstellung kommt für den Schweizer in Frage.
Die erste Partie unter der Woche steht für den Werksklub bekanntermaßen erst im März auf dem Plan. Dementsprechend können Tah und Co. ihren vollen Fokus dieser Tage auf den Trainingsbetrieb richten. An der Dhünn habe man sich mit allen Mannschaftsteilen beschäftigen können und sei so bestens vorbereitet auf die Gäste aus der Fuggerstadt.

Seit 2023 veranstaltet Bayer 04 regelmäßig kostenlose Torwarttrainer-Fortbildungen in der BayArena. Wie in den vergangenen Jahren stieß das Angebot auch Mitte Oktober 2026 auf enormes Interesse. Rund 140 Teilnehmende, zum großen Teil Torwarttrainer aus der Region, aber auch Mannschafts- und Stützpunkttrainer sowie Verbandsmitarbeiter, waren in die Spielstätte der Werkself gekommen, um Expertenwissen zum Thema Raumverteidigung zu erhalten. In einem theoretischen Impulsvortrag sowie einer praktischen Einheit auf dem Platz bekamen die Teilnehmenden Einblicke in das Torwartspiel und die Torwartausbildung von und bei Bayer 04.
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