
Die Welt am Sonntag zitiert BVB-Kapitän Marco Reus, der die beiden verdienten Werkself-Profis in seine Laudatio über Lukasz Piszczek einband, der ebenfalls den letzten Auftritt seiner Laufbahn hatte: „Wir hatten viele emotionale Momente mit Lukasz, Lars und Sven. Das sind Spieler, die in ihrer Karriere einen unglaublichen Eindruck hinterlassen haben.“
Der Kölner Stadt-Anzeiger überschreibt seinen Online-Bericht mit der Schlagzeile „Das Vermächtnis der Benders“. Der Leverkusener Treffer wird so geschildert: „Und dann folgt vor dem 3:1 die Szene aus dem Bundesliga-Hollywood-Regieraum: In der 88. Minute steigt Emre Can dem Leverkusener Patrik Schick im Strafraum auf den Fuß. In seinem letzten Bundesliga-Spiel hat der beliebte Manuel Gräfe die Chance, Elfmeter zu pfeifen. Er nutzt sie. Die Leverkusener Bank reagiert schnell. Trainer Hannes Wolf hatte dem nach seiner Knieoperation prinzipiell mit einsatzfähigen Lars Bender einen Platz auf der Bank gegeben für ein paar letzte Sekunden Bundesliga. Und hier sind sie gekommen: Der Ex-Kapitän lässt sich für seinen Bruder zu seinem 342. Spiel im Bayer-Trikot einwechseln und schiebt den Strafstoß locker zu seinem 27. Tor ein. Den Rest der Spielzeit hält er mit kaputtem Knie durch.“

Die Rheinische Post geht in ihrer Online-Ausgabe auf die berührenden Augenblicke nach dem Spiel ein: „Nach dem letzten Schlusspfiff seiner Karriere spannte Bayer Leverkusens Lars Bender einen großen Bogen zwischen Fußball und Gesellschaft. Seine Worte zeigen, wie sehr Persönlichkeiten wie er und sein Bruder Sven dem Profigeschäft in Zukunft fehlen werden. …,Eine Fußballmannschaft ist ein Sinnbild dafür, wie eine Gesellschaft aussehen sollte: zusammenzustehen, einer für den anderen einzustehen und gemeinsam ein Ziel zu haben“, betonte der 32-Jährige. ,Und es ist völlig egal, wer da neben dir sitzt, wie er aussieht, wo er herkommt, welche Religion und was für Ansichten er hat oder welcher Kultur er entspringt – zusammenstehen und nicht spalten lassen ist die Botschaft, die ich raushängen möchte. Das ist das, was ich aus meiner Karriere mitnehme. Das ist das Wichtigste.'“
Dafür bescheinigt ihm auch der kicker „eindrucksvolle Worte“ gefunden zu haben und titelt in seinem Online-Bericht: „Ein Abschied wie im Märchen: Lars Bender hält emotionales Schluss-Plädoyer.“

Bild online beschäftigt sich mit zwei weiteren Bayer 04-Profis, die ihr Comeback nach langer Leidenszeit gaben. „Da wäre Paulinho: Der Brasilianer machte sein erstes Spiel seit dem 20. Juni 2020. Zehn Tage später zog er sich einen Kreuzbandriss zu, verpasste somit das Pokalfinale und fehlte fast elf Monate. Gegen den BVB durfte er in der Startelf ran, im Sturmzentrum. Paulinho hätte fast das 1:1 erzielt, war auch sonst sehr auffällig. [...] Erfreulich auch, dass Julian Baumgartlinger kurz vorm Abpfiff ins Spiel kam. Der Kapitän der österreichischen Nationalelf hatte sich am 19. Januar ebenfalls einen Kreuzbandriss zugezogen. Bei ihm ging es in der Reha aber viel schneller als bei Paulinho. ,Wahnsinn, das ist erst vier Monate her', sagte Trainer Wolf. Für Baumgartlinger war es ein ganz wichtiger Schritt mit Blick auf die anstehende EM, den Österreich-Trainer Franco Foda (,Ich bin mit Julian im ständigen Austausch') mit großer Erleichterung zur Kenntnis genommen haben wird.“






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