
Der Kölner Stadt-Anzeiger beschäftigte sich in seinem Rückblick zunächst mit dem besonderen Rahmen, den dieses Duell angesichts der Schließung der letzten Steinkohle-Zeche Ende dieser Woche hatte: „Diese Zeitenwende für Nordrhein-Westfalen wurde am Mittwochabend vor dem Bundesligaduell zwischen dem einst von Bergarbeitern gegründeten FC Schalke 04 und Bayer 04 Leverkusen gewürdigt: Emotionale Worte, ein Feuerwerk, das 'Steigerlied', gesungen von einem großen Bergarbeiter-Chor und eine beeindruckende Choreographie der Nordkurve der Veltins-Arena.“ Das Spiel selbst weckte beim Stadt-Anzeiger weniger Begeisterung: „Was in den 90 Spielminuten folgte, konnte mit dem Beginn des Abends aber zu kaum einem Zeitpunkt mithalten. Bayer 04 bezwang Königsblau 2:1 (2:1) im Duell der Enttäuschten. Das Ergebnis war weniger der Leverkusener Stärke als dem Schalker Unvermögen anzurechnen.“
In der Kölnischen Rundschau heißt es: „Die letzten Zechen schließen, und der deutsche Altmeister FC Schalke 04 macht den Fans im Ruhrpott auch keine Freude mehr. Bayer 04 Leverkusen nutzte die Verunsicherung der Königsblauen und gewann am Mittwoch ein kampfbetontes, spielerisch aber nur dürftiges Westduell mit 2:1 (2:1). … Bayer rückte mit dem Erfolg an die obere Tabellenhälfte heran und könnte mit einem Heimsieg am Samstag gegen Hertha BSC die Hinrunde noch relativ ordentlich abschließen. Bei Schalke herrscht indes Tristesse, der Vizemeister ist in den Abstiegskampf verstrickt.“
Die Bild hält nüchtern fest: „Bayer schießt Schalke in Not: 15 Punkte sind die schlechteste Bilanz seit 25 Jahren. Der Vizemeister-Kredit von Trainer Domenico Tedesco (33) schmilzt vor Weihnachten rapide. Die Realität: Abstiegskampf.“
Der Kicker schreibt in seiner Analyse: „Die Gäste agierten zunächst äußerst verhalten, profitierten in einem von beiden Seiten äußerst hektisch und fahrig geführten Spiel aber von Schalker Fehlern. Schöpfs schlimmes Zuspiel auf Stambouli ließ Kohr freistehend vor Fährmann noch unbestraft (24.), ehe erst Dragovic die defensive Unordnung und Alario dann individuelle Patzer von Stambouli und Fährmann ausnutzte. Nach Wrights Anschlusstreffer versuchten die Gastgeber, auf den Ausgleich zu drängen, scheiterten aber wiederholt an ihren limitierten spielerischen Mitteln. Leverkusen gestattete S04 nun zwar viele Räume, doch Schalke agierte – gerade im Umschaltspiel – viel zu fehlerbehaftet und im Abschluss fahrlässig (Konoplyanka, 73.), um daraus Kapital zu schlagen. Die Gäste erspielten sich mit dem Doppelschlag eine komfortable Führung, die Leverkusen im zweiten Durchgang glücklich verwaltete.“ Spieler des Spiels war für den Kicker Aleksandar Dragovic, der auch in die „Elf des Tages“ gewählt wurde: „Bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung agierte der Innenverteidiger defensiv und im Spielaufbau grundsolide. Traf zudem zum wichtigen 1:0 für Bayer.“
Die Rheinische Post sah es so: „Leverkusen zeigte sich von der emotional aufgeladenen Stimmung in der mit 61.548 Zuschauern nur beinahe ausverkauften Arena vergleichsweise unbeeindruckt. Die Werkself war anfangs darauf bedacht, kein Gegentor zu kassieren, und schlug dann eiskalt zu. … Im zweiten Spielabschnitt wurde es dann ruppiger auf dem Rasen. Der Unparteiische Aytekin hatte viel damit zu tun, die erhitzten Gemüter der Profis zu beruhigen. Schalke war sichtlich darum bemüht, den Ausgleich zu erzielen, kam jedoch nur selten in aussichtsreiche Positionen. Ließ die nun noch tiefer stehende Werkself doch etwas zu, versagten den eingewechselten Steven Skrzybski (68.) und Yevhen Konoplyanka (73.) im Abschluss die Nerven. Die Schlussoffensive der Hausherren endete erfolglos.“

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