
„Am liebsten würden wir schon morgen spielen“, sagte Kasper Hjulmand am Freitag voller Vorfreude auf die nächste Partie – auch, um schnellstmöglich eine Reaktion auf das 2:7 gegen Paris Saint-Germain unter der Woche zu zeigen. „Wir haben das Spiel, wie jedes Mal, ausgiebig analysiert. Jetzt schauen wir nur nach vorn, es geht direkt weiter. Wir wollen unseren Fans am Sonntag etwas zurückzugeben, ihre Unterstützung auch gegen Paris war phänomenal. Dafür sind wir sehr dankbar.“
Auch aufgrund dieses Supports verspürt der Däne „in der Kabine ein gutes Gefühl, auch wegen der letzten Bundesligaspiele (drei Siege in Serie, Anm. d. Red.). Alle wollen diesen ‚bounce back‘. Wir müssen und wir wollen gewinnen.“
Mit den Freiburgern steht der Werkself ein Team gegenüber, das vor Selbstvertrauen gerade nur so strotzt. Nach zwei Auftaktniederlagen in der Bundesliga im August ist der SCF wettbewerbsübergreifend ungeschlagen. Zuletzt gab’s am Donnerstag einen 2:0-Heimerfolg gegen den FC Utrecht in der UEFA Europa League. Hjulmand über die Breisgauer: „Was sie machen, machen sie gut. Sie treten sehr strukturiert auf, kommen über viele Flanken und ihre Zweikampfstärke. Dazu haben sie mit Grifo einen ebenso hervorragenden Standardspezialisten in ihren Reihen wie wir mit Grimaldo.“
Mit Blick auf das eigene Personal betonte Hjulmand außerdem, dass „wir alle Spieler brauchen“. Im Vergleich zum UCL-Duell gegen PSG könnten nicht nur Jonas Hofmann und Martin Terrier ins Aufgebot zurückkehren, sondern auch die zuletzt verletzt ausgefallenen Jarell Quansah und Patrik Schick. „Wir glauben daran, endgültig ist das aber noch nicht“, so Hjulmand. Lucas Vázquez und Nathan Tella hingegen werden gegen Freiburg definitiv passen müssen.
Angesprochen auf Hofmann und seinen starken Auftritt beim 4:3 in Mainz eine Woche zuvor führte Hjulmand aus: „Jonas ist ein sehr intelligenter Spieler mit großer Erfahrung, nicht nur hier in Leverkusen, auch in der Bundesliga generell und in der Nationalmannschaft. Dazu zeichnen ihn sein Timing und seine Ballkontrolle aus.“
Ein weiterer Akteur, der Thema auf der Pressekonferenz war, ist Keeper Mark Flekken. Auch der Niederländer befinde sich „wie jeder andere Spieler im Kader in einer Konkurrenzsituation. Natürlich sind zehn Gegentore in zwei Partien sehr viel. Aber das Verteidigen ist genauso wie das Angreifen ein kollektives Thema. Da geht es ums Positionsspiel und um klare Strukturen auf jeder Position. Marks Qualitäten sind unverkennbar und sein Wille, sich jeden Tag zu verbessern, ist riesig. Wir haben volles Vertrauen.“
Hofmann und Flekken, aber auch weitere Akteure neben Robert Andrich und Alejandro Grimaldo gehören zum von Hjulmand vor einigen Wochen angesprochenen „Kapitäns-Team“. Der Däne: „Dazu zählen auch Spieler wie Eddy (Tapsoba, Anm. d. Red.), Loïc (Badé), Aleix (Garcia), Patrik (Schick) und Pala (Palacios). Sie alle müssen und wollen Verantwortung übernehmen. Nur so kann es gehen.“

Der Name verpflichtet, könnte man meinen. „Haberlands Erben“ – das hört sich nach Traditionspflege an, nach Heimatverbundenheit, Lokalpatriotismus. Und von all dem ist auch etwas drin, in diesem umtriebigen Bayer 04-Fanclub. Einige der Gründungsmitglieder sind in Manfort aufgewachsen, wohnten einen Steinwurf entfernt vom Ulrich-Haberland-Stadion. Katrin Duven zum Beispiel, die 1. Vorsitzende. Schon ihr Vater ging regelmäßig „zum Bayer“. Und mit ihm bald auch seine Tochter.
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Gegründet 1996 von jungen Männern, gibt es unter den 18 offiziellen Mitgliedern der Djangos inzwischen vier Frauen. Auch der Nachwuchs ist häufig mit dabei in der BayArena.
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Nach zuletzt sechs Siegen aus sieben Spielen will die Werkself ihre Erfolgsserie in der Hauptstadt beim 1. FC Union Berlin fortsetzen. Trainer Kasper Hjulmand sprach im Vorfeld der Partie am Samstag, 21. Februar (Anstoß: 15.30 Uhr) über das Defensivpersonal, die kurze Vorbereitungszeit und die Platzverhältnisse im Stadion An der Alten Försterei.
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Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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