„Der Fokus muss komplett auf Hoffenheim liegen. Ich habe meinen Spielern schon gestern vor der Auslosung gesagt, dass die Champions-League-Saison erst in drei Wochen anfängt. Jetzt zählt nur das Hoffenheim-Spiel“, möchte sich Peter Bosz von Nebengeräuschen um die attraktiven Gegner in der Königsklasse nicht ablenken lassen. Im Gegenteil, wie er auf der Pressekonferenz kurz vor dem Abschlusstraining den Journalisten bei der Pressekonferenz im Mediencenter der BayArena verriet. Mit gutem Beispiel vorangehen wolle der Cheftrainer der Werkself. „Wenn ich gleich runtergehe in die Kabine, werde ich nicht über die Auslosung reden, sondern nur über Hoffenheim“, so Bosz.
Aus gutem Grund: Zwei Siege aus zwei Spielen lautet die makellose schwarz-rote Punkteausbeute zum Start der 57. Bundesliga-Spielzeit. „Da müssen wir jetzt weitermachen“, fordert der 55-Jährige von seinen Schützlingen gegen den Vorjahres-Neunten eine erneute Leistungssteigerung. „Schon in der Vorbereitung haben wir uns von Woche zu Woche verbessert. Das habe ich bis jetzt auch in den Pflichtspielen gesehen: Unser Spiel gegen Paderborn war besser als das gegen Aachen. Und ich hoffe, dass unser Spiel gegen Hoffenheim jetzt wieder besser wird als das letzte gegen Düsseldorf“, so der Niederländer, unter dem die Werkself saisonübergreifend aus den vergangenen acht Liga-Spielen beeindruckende sieben Siege und ein Unentschieden einfuhr.
Vor der anstehenden Länderspielpause winkt nun der dritte Dreier in Serie. Dafür kann das Trainerteam um Peter Bosz personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Einzig Joel Pohjanpalo, der nach seiner Belastungsreaktion im rechten Fuß wieder mit dem Aufbautraining begonnen hat, wird der Werkself gegen die Badener nicht zur Verfügung stehen.
Zuletzt sahen Lars Bender und Co. gegen die Sinsheimer allerdings alles andere als gut aus: In der vergangenen Saison hagelte es zweimal ein 1:4 gegen die im Sommer personell sehr stark veränderte TSG-Mannschaft. Damals noch für Blau-Weiß aktiv: Kerem Demirbay und Nadiem Amiri, die sich beide im Sommer der Werkself angeschlossen haben und nun jeweils vor ihrem ersten Einsatz gegen den Ex-Verein stehen. Neben den ehemaligen Hoffenheimern Kevin Volland sowie Assistenztrainer Xaver Zembrod kommt es am morgigen Samstag ebenfalls für Peter Bosz zu einem Wiedersehen mit einem Ex-Kollegen. Denn in Alfred Schreuder, der bei 1899 Julian Nagelsmann an der Seitenlinie beerbt hat, treffen sich zwei alte Bekannte wieder, die einst gemeinsam in den Niederlanden für Feyenord Rotterdam (1991 bis 1993) sowie für NAC Breda (1999) die Fußballschuhe geschnürt haben. „Er war ein sehr fußballintelligenter Spieler und das sieht man jetzt auch als Trainer: Er liebt Taktik – seine Mannschaften haben immer gut Fußball gespielt. Bei ihm kann man wirklich sehen, dass eine Idee dahinter steckt und dass er ein Trainer ist, der seine Spieler und die Mannschaft entwickelt“, fand Bosz nur lobende Worte über seinen neun Jahre jüngeren Landsmann, der am vergangenen Wochenende mit dem Last-Minute-3:2 über Werder Bremen seinen ersten Dreier in der Beletage des deutschen Fußballs feiern durfte. Zum Saisonstart hatte die TSG eine 0:1-Niederlage bei Eintracht Frankfurt einstecken müssen.
Die letzten Infos zum Spiel
Jüngste Ergebnisse: 1:4 (H), 1:4 (A)
Vorhergesagtes Wetter: 32 Grad, sonnig
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Live im TV bei: Sky Sport


Weiter geht’s in Showdown eins! Am Dienstag, 20. Oktober, bestreiten Marc und Sean Landwehr die letzten beiden der sechs Online-Vorrunden-Duelle. Es warten ab 19 Uhr Eintracht Braunschweig und der Hamburger SV. Mit Platz zehn und neun Punkten aus den ersten vier Partien vergangene Woche ist die Ausgangslage für die Leverkusener gut. Nach den sechs Vorrunden-Duellen ziehen die besten 16 Teams in die Offline-Runde dieses ersten Showdowns (München, 25. Oktober) ein. Der Gegner-Check.
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