
Cheftrainer Gerardo Seoane änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:1-Remis bei Hertha BSC auf drei Positionen: Daley Sinkgraven, Florian Wirtz und Nadiem Amiri begannen anstelle von Piero Hincapie, Exequiel Palacios und Paulinho (alle Bank).
Die Werkself erwischte einen traumhaften Start, denn bereits nach drei Minuten war der Tor-Bann gebrochen: Moussa Diaby steckte auf Rechtsaußen durch zu Jeremie Frimpong, der von der Grundlinie an den zweiten Pfosten zu Amine Adli flankte. Der Kopfball des Franzosen wurde von Manuel Riemann geklärt, allerdings befand sich das Spielgerät schon mit vollem Umfang über der Torlinie – das frühe 1:0 für Schwarz-Rot!
Die Bochumer Antwort ließ nicht lange auf sich warten, der Freistoß von Eduard Löwen aus rund 25 Metern Torentfernung war jedoch sichere Beute für Bayer 04-Keeper Lukas Hradecky (8.). Auf der anderen Seite wäre Riemann wenige Zeigerumdrehungen später bei einem Wirtz-Kopfball wohl machtlos gewesen. Der Youngster setzte seinen Versuch nach einer wunderschönen wie gefühlvollen Flanke von Robert Andrich aber knapp neben das Gehäuse (16.).
Beide Teams spielten mit offenem Visier – wenngleich der VfL die etwas defensivere Grundordnung an den Tag legte und zunehmend auf Konter lauerte. Dementsprechend angriffslustig ging es auf dem Platz her. Die nächste nennenswerte Aktion verbuchten derweil die Gäste: Nach einer misslungenen Eckvariante der Werkself zündete Bochum den Turbo und kombinierte sich über wenige Stationen bis in den Leverkusener Strafraum. Am Ende hatte Takuma Asano die Riesen-Gelegenheit auf den Ausgleich, doch Jonathan Tah war zur Stelle und klärte auf der Linie – Glück für die Seoane-Elf (26.).

Rund sechs Minuten vor dem Halbzeitpfiff boten sich Bayer 04 gleich zwei dicke Chancen, die Führung zu erhöhen. Doch erst war Wirtz zu unpräzise (39.) und anschließend parierte Riemann stark gegen Sinkgraven (42.). So ging es mit einem 1:0 für Schwarz-Rot in die Kabinen.
Die Gäste kamen mit ordentlich Dampf aus der Pause und drückten auf den Ausgleich. Edmond Tapsoba und Co. waren aber gleich auf dem Posten und hielten das Zentrum vor dem eigenen Gehäuse dicht – der VfL konnte keinen kreativen Moment erzeugen, der den Leverkusener Abwehrriegel entscheidend aus den Angeln hob. Auf der anderen Seite hatte ein ums andere Mal Wirtz die Gelegenheit, auf 2:0 zu stellen: Der 18-Jährige war in der 54. Minute in Folge einer Bochumer Ecke allein auf weiter Flur, schloss aber etwas zu hektisch ab und setzte seinen Versuch aus rund 16 Metern deutlich neben das Tor von Riemann.
Die Werkself wurde im zweiten Abschnitt zunehmend passiver, folglich hatten die Gäste mehr Spielanteile. Wirklich gefährlich wurden VfL-Stürmer Sebastian Polter und seine Offensivkollegen aber nicht. Die beste Chance hatte Asano, der aber aus der Distanz an Hradecky scheiterte (67.). Eine gute Viertelstunde vor dem Abpfiff konnte der eingewechselte Paulinho dann alles klar machen: Der Brasilianer lief nach einem Steckpass allein auf Riemann zu, blieb mit seinem Versuch aber erfolglos – der VfL-Schlussmann reagierte glänzend (77.). Es sollte die letzte gefährliche Situation auf beiden Seiten gewesen sein, denn am Ende blieb es beim 1:0-Heimsieg für Schwarz-Rot!

Damit fuhr Bayer 04 nach zuvor vier sieglosen Bundesliga-Spielen in Folge drei ganz wichtige Punkte ein. Weil der VfL Wolfsburg im Parallelspiel bei Arminia Bielefeld nicht über ein 2:2-Remis hinauskam, springt die Seoane-Elf in der Tabelle wieder auf Rang 04. Weiter geht es für Kerem Demirbay und Co. bereits am kommenden Donnerstag, 25. November (Anstoß: 18.45 Uhr), in der Europa League. Dann gastiert Celtic Glasgow in der BayArena.
Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – Frimpong, Tapsoba, Tah, Sinkgraven (76. Hincapie) – Andrich, Demirbay (65. Palacios) – Diaby, Wirtz (90. Kossounou), Amiri (76. Paulinho) – Adli
Bochum: Riemann – Stafylidis, Lampropoulos, Masovic, Soares – Löwen (82. Novothny), Losilla, Rexhbecaj (69. Pantovic) – Asano, Polter (82. Ganvoula), Antwi-Adjei (69. Bockhorn)
Tor: 1:0 Adli (3.)
Gelbe Karten: Frimpong, Diaby, Adli – Masovic, Soares
Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim)
Zuschauer: 22.538

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Großes gesellschaftliches Engagement von Bayer 04 und seinem Hauptsponsor BarmeniaGothaer: Bei dem Verkauf individuell designter T-Shirts für den guten Zweck in der Fanwelt im Rahmen der Aktion „BarmeniaGothaer schenkt Freude“ kamen gut 5.000 Euro zusammen. Diese Summe stockte Bayer 04 mit selbigem Betrag auf. So konnten vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV insgesamt 10.000 Euro an Edmond Tapsoba für dessen Stiftung überreicht werden, die in seiner Heimat Burkina Faso Menschen im herausfordernden Alltag unter die Arme greift.
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Erstmals seit September 2017 empfängt die Werkself am heutigen Samstag, 16. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr/live bei Sky, WOW und im Werkself-Radio), den Hamburger SV in der BayArena. Über die siebenjährige Bundesliga-Pause des HSV hinweg hat Bayer 04 eine starke Bilanz gegen die Rothosen und verlor keines der zurückliegenden 19 Spiele gegen Aufsteiger. Die Hanseaten kommen jedoch mit dem Rückenwind aus zwei Dreiern in Folge ins Rheinland – eine harte Nuss, die die Elf von Kasper Hjulmand unbedingt knacken möchte, um mit etwas Glück die kleine Chance zur Qualifikation für die UEFA Champions League doch noch zu nutzen. Abschied nimmt nach langer Zeit die Bayer Gastronomie und bedankt sich mit Rabatten auf Speisen und Getränke bei den Fans. Die Kurzpässe.
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