Die Duelle mit dem Nachbarn aus der Domstadt gehören zweifelsohne zu den emotionalsten Spielen einer Saison. Die Vorfreude auf das 32. Aufeinandertreffen in der Bundesliga auf Leverkusener Boden war riesig. Aus diesem Anlass zeigen wir euch eine Auswahl der besten Derby-Tore als Video und liefern euch zusätzlich Fakten zum Spiel des Jahres.
Insgesamt 31 Mal waren die Kölner in der Beletage des deutschen Profifußballs an der Dhünn zu Gast. Die Bilanz spricht klar für Schwarz-Rot: 15 Mal hieß der Sieger nach 90 Minuten Bayer 04, fünfmal durften die Domstädter feiern. Elf Partien endeten unentschieden. Und auch das Torverhältnis spricht mit 57:34 Toren für die Werkself.
Erstmals standen sich beide Teams in der Bundesliga am 15. September 1979 gegenüber. Die Partie im Ulrich-Haberland-Stadion endete 1:1. Klaus Bruckmann brachte die von Willibert Kremer trainierte Werkself zunächst in Führung (71.), Dieter Müller glich für das Team von Kulttrainer Hennes Weisweiler aus (82.).
Die folgenden drei Heimderbys endeten ebenfalls allesamt unentschieden. Erst vier Jahre nach dem ersten Aufeinandertreffen in der Bundesliga durfte Schwarz-Rot den ersten Derbysieg feiern: 2:1 hieß es an diesem 9. Dezember 1983 nach 90 Minuten. Klaus Allofs brachte die Kölner früh in Führung (4.), Herbert Waas (33.) und Bum-kun Cha (57.) drehten die Partie.
Nach dem ersten Derbysieg sollte es jedoch wieder einige Jahre dauern, bis ein weiterer folgte. Insgesamt acht Heimspiele wartete die Werkself vergeblich auf einen Erfolg gegen die Domstädter (vier Remis, zwei Niederlagen), bevor am 10. November 1990 endlich wieder gejubelt werden durfte: Marek Lesniak und Andreas Thom sorgten für einen 2:0-Heimsieg. Ab den 90er Jahren entwickelte sich die BayArena zunehmend zu einer Festung. Zwischen 1990 und 2010 konnten die Kölner von insgesamt 15 Partien nur eine gewinnen (Saison 1995/96, 0:2), zwei Spiele endeten unentschieden.
Der höchste Sieg gegen die Nachbarn vom Rhein gelang am 29. November 2014. Matthias Lehmann brachte die Kölner zunächst früh vom Elfmeterpunkt in Führung (4.), bevor die Werkself-Offensivreihe ihre Klasse unter Beweis stellte. Karim Bellarabi glich zunächst aus (26.), ehe Hakan Calhanoglu die Partie durch einen direkt verwandelten Freistoß drehte (61.). Der eingewechselte Josip Drmic per Doppelpack (79., 88.) und erneut Bellarabi in der Nachspielzeit (90.+1) sorgten für einen fulminanten 5:1-Heimsieg.
Für nicht wenige Werkself-Fans ist dieses das emotionalste Derby – und dabei wurde das Duell noch nicht einmal gewonnen. In der Saison 2016/17 geriet Bayer 04 in latente Abstiegsgefahr. Am 33. Spieltag war der FC zu Gast und mit einem Erfolg wollte das Team von Trainer Tayfun Korkut den Klassenerhalt in trockene Tücher bringen. Unter dem Motto „Finally Red“ hatten Fans und Verein mobil gemacht. Auf der Bismarckstraße bildeten die Anhänger ein Spalier, empfingen lautstark und farbenfroh den Mannschaftsbus und stärkten so der Werkself den Rücken. „So etwas habe ich in Leverkusen noch nie erlebt. Das waren Gänsehautmomente“, sagte Teammanager Hans-Peter Lehnhoff anschließend, der im Bus saß und seit 1994 für Bayer 04 tätig ist. Nach vorne gepeitscht von den eigenen Fans boten Stefan Kießling und Co. eine leidenschaftliche Leistung, ließen sich auch von einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und kamen am Ende durch Treffer von Kießling (60.) und Joel Pohjanpalo (70.) zu einem 2:2. Der Klassenerhalt war perfekt, die Erleichterung unterm Bayer-Kreuz groß.


Im weißer Retro-Optik hinein in den Liga-Endspurt: Am Sonntagabend empfangen die Bayer 04-Frauen den FC Carl Zeiss Jena im Ulrich-Haberland-Stadion – und das einmalig im Bayer 04-„Sondertrikot 50 Jahre Fanclubs“. Sportlich geht es für das Team von Chefcoach Roberto Pätzold ab 18.30 Uhr gegen das Schlusslicht der Bundesliga darum, sechs Spieltage vor Saisonende die Chance auf Tabellenplatz drei zu wahren.
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