
„Wir haben einige positive Punkte mitnehmen können“, betonte Xabi Alonso bei einem kurzen Rückblick auf den dominanten Auftritt beim torlosen Remis gegen den FC Bayern München am vergangenen Wochenende. Der Spanier stellte im Zuge dessen aber auch klar: „Morgen gegen Kiel wartet ein ganz anderes Spiel, vielleicht wird es mit Blick auf die Platzverhältnisse auch mal nicht das schönste werden. Was gleich bleibt, ist, dass wir wieder alles investieren müssen. Wir benötigen die gleiche Mentalität wie gegen Bayern.“
Auch das Hinspiel gegen Kiel Anfang Oktober vergangenen Jahres war Thema auf der Pressekonferenz am Freitagmittag. Damals hatte die Werkself im Duell mit dem Aufsteiger eine frühe 2:0-Führung noch verspielt – Endstand in der heimischen BayArena: 2:2. „Diese Erfahrungen spielen eine wichtige Rolle in unserer Vorbereitung auf morgen. Ich habe viele Spiele von ihnen gesehen. Es wird hart, intensiv. Wir müssen bereit sein.“
Alonso über den Wandel seines Teams seit dem Hinspiel vor rund fünf Monaten: „Damals hatten wir nicht diese Konstanz in unserem Spiel, wie wir sie jetzt haben – vor allem bei eigenen Führungen. Wir haben eine positive Entwicklung in unserem Spiel und bezogen auf unseren Willen und auf unsere Mentalität genommen.“
Mit Blick aufs Personal erklärte Alonso gegenüber den Medienvertretern, dass ein Einsatz von Nathan Tella noch fraglich ist. „Er hat leichte muskuläre Probleme im Hüftbereich. Es ist keine Verletzung, aber wir müssen abwarten. Wir werden sehen“, so der Spanier.
Das Abwehr-Trio Nordi Mukiele, Edmond Tapsoba und Piero Hincapie geht unterdessen mit jeweils vier Gelben Karten ins Spiel. Alonso auf Nachfrage: „Das spielt für die Aufstellung keine Rolle. Und auch nicht in unseren Köpfen: Wir müssen in jedem Zweikampf Vollgas geben. Wenn jemand gesperrt ist, spielt jemand anderes. Wir vertrauen jedem Einzelnen.“
Die Werkself wird beim ersten Bundesliga-Duell in Kiel von 1.700 Fans unterstützt, der Gästeblock ist damit ausverkauft. Die Partie wird live auf Sky gezeigt, auch das Werkself-Radio ist wie gewohnt vor Ort.

Der Name verpflichtet, könnte man meinen. „Haberlands Erben“ – das hört sich nach Traditionspflege an, nach Heimatverbundenheit, Lokalpatriotismus. Und von all dem ist auch etwas drin, in diesem umtriebigen Bayer 04-Fanclub. Einige der Gründungsmitglieder sind in Manfort aufgewachsen, wohnten einen Steinwurf entfernt vom Ulrich-Haberland-Stadion. Katrin Duven zum Beispiel, die 1. Vorsitzende. Schon ihr Vater ging regelmäßig „zum Bayer“. Und mit ihm bald auch seine Tochter.
Mehr zeigen
Gegründet 1996 von jungen Männern, gibt es unter den 18 offiziellen Mitgliedern der Djangos inzwischen vier Frauen. Auch der Nachwuchs ist häufig mit dabei in der BayArena.
Mehr zeigen
Im vergangenen Jahr gründete sich der erste Bayer 04-Fanclub in den USA. Seit Februar 2025 treffen sich die Werkself Warriors regelmäßig in New York City, um sich gemeinsam Spiele ihres Lieblingsklubs anzusehen. Manche sind Amerikaner, andere Deutsche mit Leverkusener Wurzeln. Aber alle eint die Leidenschaft für Bayer 04.
Mehr zeigen
Nach wettbewerbsübergreifend sieben ungeschlagenen Spielen in Serie hatte die Werkself beim 1. FC Union Berlin trotz großer Bemühungen am Ende das Nachsehen und unterlag 0:1. Kapitän Robert Andrich, der das Gegentor auf sich nahm, appellierte anschließend: „Wir müssen uns jetzt darauf besinnen, dass wir auch in schwierigen Situationen nicht den Kopf verlieren. Das hat uns in vergangenen Zeiten auch immer stark gemacht.“ Der Werkself Nachdreher.
Mehr zeigen