
Im Vergleich zum 2:2-Remis gegen die AS Rom im Halbfinal-Rückspiel der UEFA Europa League, mit dem die Werkself am vergangenen Donnerstag den Einzug ins Endspiel des Turniers perfekt gemacht hatte, veränderte Cheftrainer Xabi Alonso seine Anfangsformation auf acht Positionen: Lediglich Edmond Tapsoba, Jonathan Tah und Granit Xhaka spielten erneut von Beginn an. Zu Beginn der Partie sah sich Schwarz-Rot mit mutig aufspielenden Bochumern konfrontiert. Die ersten offensiven Vorstöße und Ecken waren auf Seiten des VfL zu finden. Nach deren starker Anfangsphase mussten die Gastgeber dann allerdings einen Rückschlag hinnehmen, da Außenverteidiger Felix Passlack nach einer Notbremse an Nathan Tella kurz vor der Strafraum-Grenze mit der Roten Karte vom Platz gestellt wurde (15.).
Die Überzahl für die Werkself machte sich in der Folge bemerkbar. Schwarz-Rot kam zu mehr Spielanteilen und schaffte es, die gewohnte Kontrolle und Ruhe auf den Platz zu bringen. So drückten sie die Bochumer immer tiefer in deren Hälfte. Der Werkself gelangen nun auch einige gute Abschlüsse: Patrik Schick etwa hatte es in der 23. Minute nach Flanke von Arthur per Kopf versucht, wenig später visierte Xhaka aus der Distanz aus halbrechter Position den linken Winkel an, traf allerdings den Querbalken (30.). Den Tor-Erfolg gab es dann in der 41. Minute: Aus der Spielfeld-Mitte gab Tapsoba auf links zu Arthur, der Brasilianer flankte daraufhin in den Strafraum, wo Schick am Elfmeter-Punkt bereitstand und mit seinem linken Fuß ins Tor zum 1:0 schoss. Und kurz danach erzielte Schwarz-Rot sogar noch das 2:0: Nach einem Foul von Keven Schlotterbeck an Tella im Sechzehner entschied Schiedsrichter Benjamin Brand auf Strafstoß. Victor Boniface verwandelte diesen anschließend eiskalt in die Tor-Mitte (45.+2). Mit dem 2:0-Vorsprung für Bayer 04 ging es in die Kabinen.







Nach Wiederanpfiff agierte die Werkself weiterhin spielbestimmend. Die erste gute Gelegenheit im zweiten Durchgang hatte Schick auf dem Fuß: Der Tscheche kam an die Kugel, nachdem der zur zweiten Hälfte eingewechselte Bochumer Erhan Masovic einen Pass von Keeper Manuel Riemann nicht stoppen konnte. Schick schloss aus spitzem Winkel ab - allerdings ohne Erfolg (50.). Wenig später traf Boniface mit einem wuchtigen Schuss den Pfosten (60.). Auf der Gegenseite setzte Kevin Stöger einen Abschluss rechts neben das Tor von Kapitän Lukas Hradecky (62.).
Coach Alonso rotierte im weiteren Verlauf der Partie etwas, brachte unter anderem Jonas Hofmann für Kossounou sowie Amine Adli und Borja Iglesias für das Stürmer-Duo Schick und Boniface. Und mit den Einwechslungen bewies der Spanier - wie schon so häufig in dieser Saison - ein goldenes Händchen: Hofmann brachte in der 76. Minute einen Eckball in den Sechzehner, wo der hereingerauschte Adli per wuchtigem Kopfball einnickte - 3:0. Doch damit noch nicht genug: Nachdem Arthur kurz vor Schluss den in halbrechter Position wartenden Josip Stanisic anspielte, traf der Kroate mit einem präzisen flachen Schuss ins kurze Eck zum 4:0 (86.). Wenig später netzte auch der zuvor eingewechselte Alejandro Grimaldo nach Querpass von Stanisic ein (90.+3). Mit dem 5:0 endete die Partie, die Werkself bleibt damit auch nach der 50. Pflicht-Partie in dieser Saison weiter ungeschlagen.






Nach zwei aufeinanderfolgenden Englischen Wochen hat die Werkself nun wieder eine reguläre Woche vor der Brust: Weiter geht's am kommenden Samstag, 18. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr), mit dem abschließenden 34. Bundesliga-Spieltag. Schwarz-Rot empfängt dafür den FC Augsburg in der BayArena.
Die Statistik
Bochum: Riemann - Passlack, Ordets, Schlotterbeck, Bernardo (46. Masovic) - Losilla (60. Bero), Osterhage, Asano (20. Oermann), Stöger, Wittek - Hofmann
Bayer 04: Hradecky - Kossounou (64. Hofmann), Tah, Tapsoba - Stanisic, Andrich, Xhaka (79. Puerta), Arthur - Tella (79. Grimaldo), Schick (69. Adli), Boniface (69. Iglesias)
Tore: 1:0 Schick (41.), 2:0 Boniface (45.+2), 3:0 Adli (76.), 4:0 Stanisic (86.), 5:0 Grimaldo (90.+3)
Gelbe Karten: Schlotterbeck, Ordets
Rote Karte: Passlack
Schiedsrichter: Benjamin Brand (Unterspiesheim)
Zuschauer: 26.000 (ausverkauft) im Vonovia Ruhrstadion

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