Zurück zur Übersicht
12.12.2021Bundesliga

2:5 in Frankfurt – Werkself auswärts erstmals punktlos

Die Werkself hat am Sonntag ihre erste Auswärtsniederlage in dieser Bundesliga-Saison hinnehmen müssen. Bei Eintracht Frankfurt unterlag Bayer 04 mit 2:5 (2:2). Schick brachte Schwarz-Rot dank eines Doppelpacks erst mit 2:0 in Führung, doch nach der Pause stellte die SGE das Spiel auf den Kopf.
crop_20211212_JS_SGEB04_0562.jpg

Im Vergleich zum 0:1 bei Ferencvaros Budapest blieben nur Edmond Tapsoba und Charles Aránguiz in der ersten Elf übrig. Kapitän Lukas Hradecky kehrte zwischen die Pfosten zurück, Patrik Schick begann als alleinige Sturmspitze. Auf den offensiven Außenbahnen vertraute Cheftrainer Gerardo Seoane auf Moussa Diaby und Amine Adli. Jeremie Frimpong, Jonathan Tah, Piero Hincapie, Robert Andrich und Florian Wirtz komplettierten die Anfangsformation gegen die SGE.

Schick erst aus der Drehung, dann vom Punkt

Bayer 04 erwischte einen absoluten Traumstart, denn bereits nach fünf Minuten klingelte es das erste Mal im Frankfurter Kasten: Wirtz drang in den Sechzehner ein und spielte einen Hackenpass auf Andrich, der die Kugel sofort ins Zentrum zu Schick weiterleitete. Der Tscheche fackelte nicht lange und traf aus der Drehung zum 1:0. Die Werkself machte in der Folge weiter Druck, stand hinten kompakt und störte die Gastgeber früh im Spielaufbau. Dieser Aufwand wurde belohnt: Eintrachts Djibril Sow hatte den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand gespielt, Schiedsrichter Marco Fritz entschied nach Betrachtung der TV-Bilder auf Elfmeter, den Schick sicher zum 2:0 verwandelte (22.).

crop_20211212_JS_SGEB04_1126.jpg

Frankfurt schlägt zurück

Binnen weniger Minuten entwickelte sich die Partie dann aber zu einem absolut offenen Schlagabtausch, weil auch die SGE offensiv zur Entfaltung kam: Erst erzielte Innenverteidiger Tuta nach einer Ecke den 1:2-Anschlusstreffer (23.), anschließend verwertete Jesper Lindström ein herausragendes Zuspiel von Sow zum 2:2 – der Däne traf aus elf Metern platziert ins linke untere Eck (30.).

Plötzlich war das Spiel auch auf der Anzeigetafel wieder ausgeglichen und Leverkusen musste aufpassen, nicht den Faden zu verlieren. Doch die Seoane-Elf fing sich nach dem zweiten Gegentreffer. Auf dem Rasen wurde es derweil zunehmend ruppiger. Beide Teams schenkten sich keinen Zentimeter, dutzende intensiv geführte Zweikampf-Duelle dominierten diese Phase des Spiels. Nennenswerte Torchancen gab es im ersten Durchgang nicht mehr, sodass es mit einem 2:2-Remis in die Kabinen ging.

Ndicka und Jakic stellen Spiel auf den Kopf

Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel gab es gleich mal eine kalte Dusche für die Werkself: Nach einer Ecke landete die Kugel bei Verteidiger Evan Ndicka, der im Getümmel die Übersicht behielt und aus zehn Metern zum 3:2 vollstreckte (50.). Und die Eintracht drückte weiter aufs Gaspedal, wollte direkt mit dem nächsten Treffer nachlegen. Schließlich war es Hradecky zu verdanken, dass es nicht erneut im Kasten klingelte – der Kapitän rettete erst gegen Borré (52.) und danach gegen Filip Kostic (56.). Auf der anderen Seite hatte Diaby den Ausgleich auf dem Fuß, traf den Ball aber nicht richtig – links vorbei, weiter 2:3 (57.).

crop_20211212_JS_SGEB04_1207.jpg

Dieses Spiel bot wahrlich keine Zeit zum Durchschnaufen, denn nur neun Zeigerumdrehungen nach Diabys Chance fiel der nächste Treffer – und wieder jubelten die Gastgeber: Nach einem Klärungsversuch von Hincapie kullerte der Ball zu Kristijan Jakic, der aus 15 Metern halbrechter Position per Direktabnahme wuchtig zum 4:2 in die Maschen traf. Hradecky war chancenlos (66.).

SGE spielt sich in einen Rausch

Bayer 04 trat unterdessen offensiv kaum noch in Erscheinung, die Eintracht spielte sich ihrerseits in einen Rausch. Bei den Gastgebern gelang einfach alles an diesem Tag: Borré legte am Sechzehner zurück auf Sow, der die Kugel aus der Distanz in den rechten Torwinkel schlenzte – ein Traumtor und erneut keine Chance für Hradecky (76.). Seoane reagierte von der Bank und brachte mit Karim Bellarabi, Nadiem Amiri und Lucas Alario nochmal frische Kräfte für den Angriff. Allerdings konnten auch sie die erste Auswärts-Niederlage in dieser Bundesliga-Saison nicht mehr verhindern. Es blieb beim 5:2 für die Eintracht.

Für die Werkself gilt es nun, sich kurz zu schütteln und den Blick gleich wieder nach vorne zu richten. Bereits am kommenden Mittwoch, 15. Dezember, ist Schwarz-Rot zu Hause gegen die TSG Hoffenheim gefordert. Anstoß in der BayArena ist um 20.30 Uhr. Das letzte Pflichtspiel in diesem Kalenderjahr gibt es dann in genau einer Woche: Am Sonntag, 19. Dezember, muss Bayer 04 beim SC Freiburg ran.

Die Statistik:

Frankfurt: Trapp – Tuta, Hinteregger, Ndicka – da Costa (84. Toure), Sow (85. Rode), Jakic, Kostic – Kamada (87. Lammers), Lindström (46. Hauge, 64. Lenz) – Borré

Bayer 04: Hradecky – Frimpong (75. Bellarabi), Tah, Tapsoba, Hincapie – Aránguiz (67. Palacios), Andrich (67. Demirbay) – Diaby, Wirtz (80. Amiri), Adli – Schick (80. Alario)

Tore: 0:1 Schick (5.), 0:2 Schick (22./Handelfmeter), 1:2 Tuta (23.), 2:2 Lindström (30.), 3:2 Ndicka (50.), 4:2 Jakic (66.), 5:2 Sow (76.)

Gelbe Karten: Frimpong, Aránguiz, Hincapie

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

Zuschauer: 12.000

Ähnliche News

Kögel und Repohl im großen Abschieds-Interview: „Unfassbar viel erlebt“
Werkself-TV - 23.05.2026

Kögel und Repohl im großen Abschieds-Interview: „Unfassbar viel erlebt“

Kristin Kögel und Friederike Repohl haben die Entwicklung der Bayer 04-Frauen in den vergangenen Jahren geprägt wie kaum andere Spielerinnen. Nun wechselt Mittelfeldspielerin Kögel nach sechs Jahren in Leverkusen zu Racing Straßburg nach Frankreich, während Torhüterin und Kapitänin Repohl, die fünf Jahre unterm Kreuz spielte, ihre Karriere beendet. Im großen Werkself-TV-Interview zum Abschied sprechen die beiden unter anderem über ihre schönsten Erinnerungen an die Zeit bei Bayer 04, Meilensteine mit der Werkself und ihre Wünsche für die Zukunft.

Mehr zeigen
Emily Wallrabenstein und Achim Feifel
Frauen - 22.05.2026

Siebter Sommer-Zugang: Bayer 04 verpflichtet Innenverteidigerin Emily Wallrabenstein aus Frankfurt

Der Kader der Bayer 04-Frauen für die kommende Saison nimmt weiter Form an: Von der Zweitvertretung von Eintracht Frankfurt, die in der 2. Frauen-Bundesliga beheimatet ist, wechselt die 19 Jahre alte Innenverteidigerin Emily Wallrabenstein nach Leverkusen. Hier hat sie einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 unterschrieben.

Mehr zeigen
U17 von Bayer 04
Jugend - 22.05.2026

Nachwuchs: Internationale Turniere für U17 und Co.

Bei Turnieren in gleich vier europäischen Ländern messen sich die Leverkusener Junioren-Teams von U17 bis U8 mit dem Nachwuchs der Top-Teams des Kontinents. Derweil bestreitet die U16 gegen den direkten Konkurrenten Borussia Dortmund ein wichtiges Ligaspiel. Ebenfalls in der Liga wollen die U16-Juniorinnen im Duell mit dem 1. FC Köln den Derbysieg nach Leverkusen holen. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.

Mehr zeigen
Projekt „Werkself hautnah – gesund erleben“
Nachhaltigkeit - 22.05.2026

Weiteres Erfolgsjahr des Projekts „Werkself hautnah – gesund erleben“

Zum Ende der Saison 2025/26 kann auch bei einem besonderen Projekt im Bereich der Nachwuchs- und Gesundheitsförderung von Bayer 04 auf eine rundum gelungene Veranstaltungsserie zurückgeblickt werden: Mit dem jüngsten Termin ist „Werkself hautnah – gesund erleben“ für diese Spielzeit erfolgreich zu Ende gegangen.

Mehr zeigen