
Cheftrainer Xabi Alonso nahm nach dem torlosen Remis gegen Borussia Mönchengladbach fünf Änderungen in der Startelf vor: Anstelle von Matej Kovar kehrte Werkself-Kapitän Lukas Hradecky zwischen die Pfosten zurück. Zudem lief der zuletzt gelbgesperrte Jonathan Tah wieder in der Verteidigung auf, Robert Andrich rückte auf die Doppelsechs neben Granit Xhaka. Außerdem ersetzte Nathan Tella Jeremie Frimpong auf der Außenbahn, in der Offensive begannen Adam Hlozek und Winter-Neuzugang Borja Iglesias für Patrik Schick und Jonas Hofmann. In Darmstadt setzten zunächst die Hausherren offensiv Nadelstiche, schon nach 18 Sekunden probierte es Gerrit Holtmann aus der Distanz. Nach der von intensiven Zweikämpfen geprägten Anfangsviertelstunde aber bot sich die bis dato beste Gelegenheit der Werkself: Alejandro Grimaldo bediente den in der Strafraum-Mitte freistehenden Hlozek, der den Ball knapp rechts am Tor vorbei setzte (16.). In der 24. Minute wieder die Lilien: Luca Pfeifer prüfte Hradecky aus zwölf Metern.
Die Gastgeber spielten auch in der Folge engagiert und bissig auf, stellten Schwarz-Rot damit phasenweise vor Probleme. Die Werkself haderte mit den aggressiven Lilien und schaffte es trotz spielerischer Überlegenheit nur selten, gefährlich ins letzte Drittel vorzudringen. In der 33. Minute aber gelang ein Vorstoß über die linke Seite - und prompt münzte die Werkself diesen in die Führung um: Grimaldo brachte eine Flanke präzise an den zweiten Pfosten, dort köpfte der eingelaufene Tella zum 1:0 ins Netz. Per Kopfball traf wenig später beinahe auch Darmstadts Emir Karic nach einer Ecke, Hradecky fing den Ball aber sicher (39.). In der 42. Minute gelang dann Andrich fast der nächste Treffer, dieses Mal entschärfte SVD-Keeper Marcel Schuhen. Ebenso kurz vor Ende der ersten Halbzeit, als es Florian Wirtz aus 14 Metern probierte (45.). Mit dem knappen Vorsprung ging es anschließend in die Kabine.





Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es in den zweiten Durchgang, der für die Werkself mit einem sehenswerten Treffer begann: Xhaka brachte im Mittelfeld per Pass auf Wirtz einen Angriff ins Rollen, die Leverkusener Nr. 10 gab anschließend in den halbrechten Raum auf Tella, der die Kugel wuchtig unter die Latte zum 2:0 setzte (52.).
Die Gäste aus Leverkusen dominierten die Partie fortan, ließen die Kugel durch die eigenen Reihen laufen und verhinderten den Spielaufbau der Darmstädter frühzeitig. Von einem Fehler in der gegnerischen Defensive profitierte Wirtz in der 76. Minute beinahe, doch sein überlegter Schuss traf nur das Aluminium. Viele Neue - darunter Hofmann, Afrika-Cup-Rückkehrer Edmond Tapsoba und Noah Mbamba - sowie einige anderweitige Unterbrechungen hemmten gegen Ende der Partie den Spielfluss etwas. In der Nachspielzeit verpasste Iglesias nur knapp das 3:0. Die Werkself spielte bis zum Schluss aufmerksam und sicherte sich damit drei Punkte in Darmstadt.






In drei Tagen geht es weiter: Am kommenden Dienstag, 6. Februar (Anstoß: 20.45 Uhr), steigt in der BayArena das Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den VfB Stuttgart. Anschließend folgt das Topspiel des 21. Bundesliga-Spieltags gegen den FC Bayern München. Dieses findet am Samstag, 10. Februar, um 18.30 Uhr ebenfalls in der BayArena statt.
Die Statistik:
Darmstadt: Schuhen - Bader, Zimmermann, Maglica (81. Klarer) - Holtmann (66. Polter), Franjic (81. Müller), Holland (67. Mehlem), Karic - Vilhelmsson (67. Torsiello), Pfeiffer, Skarke
Bayer 04: Hradecky - Stanisic, Tah, Hincapie - Tella, Xhaka (88. Tapsoba), Andrich, Grimaldo - Hlozek (90.+3 Mbamba), Wirtz (77. Hofmann) - Iglesias
Tore: 1:0 Tella (33.), 2:0 Tella (52.)
Gelbe Karten: Andrich, Hlozek - Zimmermann, Franjic
Schiedsrichter: Tobias Reichel (Sindelfingen)
Zuschauer: 17.810 (ausverkauft) im Merck-Stadion am Böllenfalltor

Im vorletzten Testspiel der Saisonvorbereitung 2026/27 tritt die Werkself beim Premier-League-Klub Nottingham Forest an. Anpfiff ist am Mittwoch, 12. August, um 19.45 Uhr Ortszeit (20.45 Uhr deutscher Zeit). Die Bayer 04-Fanbetreuung hat vorab alle Infos zur Partie im City Ground, die der Werksklub exklusiv für Mitglieder überträgt, zusammengefasst.
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Villa Fiorito, River Plate, Ligue 1, WM-Finale und nun Bayer 04: Die bisherige Lebensgeschichte von Facundo Medina ist geprägt von besonderen Orten, Klubs, Spielen und Namen. Einer davon ist Diego Maradona, der wie Medina aus dem Süden von Buenos Aires stammte. Ein anderer ist Exequiel Palacios, sein früherer Weggefährte bei River Plate, der ihm noch jüngst bei der WM in Nordamerika von Bayer 04 vorschwärmte. Medina hat nun den Schritt in die Bundesliga gewagt und ist in dieser Woche als argentinischer Vizeweltmeister von Olympique Marseille unters Kreuz gewechselt. Es soll das nächste Erfolgskapitel seiner Karriere werden. Die neue Leverkusener Nummer 2 bringt dafür südamerikanische Mentalität und Leidenschaft, reichlich Erfahrung aus vielen Jahren Ligue 1 sowie eine spannende Geschichte mit ins Rheinland – und zu einem Klub, bei dem der 1,84 Meter große Linksfuß neben Palacios auch auf einige weitere bekannte Gesichter trifft.
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