
„Es war extrem heute. Wir wussten, dass es knüppelhart hart werden würde und haben versucht, etwas defensiver ins Spiel zu gehen“, sagte Sven Bender nach der Partie. „Wir waren gut eingestellt, haben nach unserem 1:0 die Führung aber leichtfertig aus der Hand gegeben. Das war unnötig.“
Heiko Herrlich musste in München neben Julian Baumgartlinger (Innenbandanriss), Panos Retsos (Sehen-Teilriss im Oberschenkel) und Joel Pohjanpalo (Durchblutungs-Störung im Sprungbein) auch auf Charles Aránguiz (Knie-Probleme) verzichten. Im Vergleich zur 1:3-Niederlage gegen Wolfsburg nahm der Bayer 04-Cheftrainer vier Wechsel vor. Anstelle von Ramazan Özcan hütete heute Lukas Hradecky zum ersten Mal in einem Pflichtspiel das Tor der Werkself. Neu in die Startformation kamen überdies der wiedergenesene Sven Bender, Tin Jedvaj und Dominik Kohr (für Mitchell Weiser, Julian Brandt und Lucas Alario). Herrlich ließ seine Mannschaft im 3-4-2-1-System beginnen. Dragovic, Tah und S. Bender stellten die Dreierkette, davor sollten Jedvaj, Lars Bender, Kohr und Wendell für ein stabiles Mittelfeld sorgen. Auf den offensiven Außenpositionen kam Havertz über rechts, Bailey über links, in der Mitte agierte Volland.
Und was war das dann für ein kurioser und intensiver Auftakt in München! Schon in der zweiten Minute entschied Schiedsrichter Tobias Welz nach einem Handspiel von Thiago auf Elfmeter für Bayer 04. Volland scheiterte an Manuel Neuer, der auch dessen Nachschuss hielt. Weil aber einige Bayern bei der Ausführung zu früh in den Strafraum gelaufen waren, ließ Welz den Elfer wiederholen. Diesmal schnappte sich Wendell den Ball und verwandelte souverän mit links ins rechte Eck (5.) Der Jubel über den Führungstreffer währte aber nicht lange. Nur fünf Minuten später schloss Tolisso einen Bayern-Angriff zum 1:1-Ausgleich ab - Hradecky war chancenlos.
Nachdem es einige Minuten etwas ruhiger zugegangen war, setzten die Bayern dann den nächsten Stich: Arjen Robben drosch einen Ball aus halbrechter Position im Sechzehner zum 2:1 für die Gastgeber mit links in den linken Winkel. Wieder war Hradecky absolut ohne Chance (20.).
Die Bayern gaben jetzt den Ton an, ließen der Werkself mit starkem Gegenpressing kaum Raum zur Entfaltung. Nach einer knappen halben Stunde musste Herrlich den angeschlagenen Kapitän Lars Bender, der Probleme in der linken Wade hatte, vom Feld nehmen. Für ihn kam Julian Brandt. Der Werkself gelang es weiterhin kaum, die Kugel zu behaupten, die sich die Bayern bei Ballverlust immer wieder schnell zurückeroberten. Die Folge: Weitere gute Möglichkeiten durch Müller (30.) - Hradecky hielt dessen Distanzschuss klasse - und Robben, der einen Schlenzer aus aussichtsreicher Position verzog (32.) Die Werkself ließ sich nun zunehmend hinten einschnüren von den Bayern, fand kaum zu Entlastungsangriffen und agierte im Umschaltspiel zu ungenau. Die 2:1-Führung für die Gastgeber zur Pause war verdient.
In der zweiten Hälfte kontrollierten die Bayern weiterhin das Spiel, aber die Werkself ließ zunächst keine gefährlichen Situationen im eigenen Strafraum zu. Die Partie nun nicht mehr so intensiv wie im ersten Durchgang. Die erste bessere Möglichkeit der Münchner durch Lewandowski blockte Dragovic zur Ecke ab (63.). Die Werkself war vor allem um defensive Stabilität bemüht, konnte sich offensiv aber kaum in Szene setzen.
Auch die Gastgeber kamen jetzt seltener zu Abschlüssen, sondern begnügten sich damit, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Torschüsse von Bayer 04 wie der von Kai Havertz (78.), der den Kasten weit verfehlte, waren die Ausnahme. Wenig später musste die Werkself in Unterzahl weiterspielen, weil der kurz zuvor eingewechselte Karim Bellarabi nach einem Foul an Rafinha die Rote Karte von Schiedsrichter Welz sah (80.). In Überzahl gelang den Bayern durch einen Kopfballtreffer von James noch das 3:1 (89.). Kurz darauf war Schluss - Bayer 04 bleibt auch nach dem dritten Spieltag weiter ohne Punkt in der Liga.
Für die Werkself war die Partie bei den Bayern der Auftakt in die Englischen Wochen. Bereits am kommenden Donnerstag, 20. September, tritt das Team zum ersten Gruppenspiel in der Europa League bei Ludogorets Rasgrad an (21 Uhr). Am Sonntag darauf, 23. September, empfängt Bayer 04 am Familientag in der BayArena den 1. FSV Mainz 05 (Anstoß 15.30 Uhr).
Statistik:
Bayern München: Neuer - Kimmich, Süle, J. Boateng, Rafinha (82. Alaba) - Tolisso (42. James) - Müller, Thiago - Robben, Gnabry (59. Martinez) - Lewandowski
Bayer 04: Hradecky - Dragovic, Tah, S. Bender - Jedvaj, L. Bender (27. Brandt), Kohr, Wendell - Havertz, Bailey (83. Paulinho) - Volland (73. Bellarabi)
Tore: 0:1 Wendell (5., HE), 1:1 Tolisso (10.), 2:1 Robben (20.), 3:1 James (89.)
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)
Gelbe Karten: Wendell
Rote Karte: Bellarabi (80.)
Zuschauer: 75.000


Weiter geht’s in Showdown eins! Am Dienstag, 20. Oktober, bestreiten Marc und Sean Landwehr die letzten beiden der sechs Online-Vorrunden-Duelle. Es warten ab 19 Uhr Eintracht Braunschweig und der Hamburger SV. Mit Platz zehn und neun Punkten aus den ersten vier Partien vergangene Woche ist die Ausgangslage für die Leverkusener gut. Nach den sechs Vorrunden-Duellen ziehen die besten 16 Teams in die Offline-Runde dieses ersten Showdowns (München, 25. Oktober) ein. Der Gegner-Check.
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Im Rahmen des 5. Spieltags der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 gastiert Bayer 04 beim kroatischen Meister Dinamo Zagreb. Die Partie steigt am Donnerstag, 26. November, um 18.45 Uhr im Stadion Maksimir. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Nicht nur auf dem Rasen gab es rund um den 2:1-Heimerfolg der Werkself gegen den SC Freiburg Grund zur Freude. Auch im Bereich der Trainerbänke waren zur Pause viele glückliche Gesichter zu sehen. Einmal mehr ehrte Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung, gemeinsam mit Ex-Stürmer und Klub-Repräsentant Stefan Kießling im Namen von Bayer 04 die bis zu 30-jährigen Jubiläen von acht Fanclubs.
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Eine disziplinierte und überzeugende Mannschaftsleistung bescherte der Werkself gegen den bis dahin wettbewerbsübergreifend noch ungeschlagenen Tabellenführer SC Freiburg einen 2:1-Erfolg, aus dem an diesem Nachmittag in der BayArena zwei Spieler noch einmal herausstachen: Dribbelkünstler Ibrahim Maza erzielte das erste Leverkusener Tor selbst und legte das zweite auf, Goalgetter Patrik Schick hatte den Ausgleichstreffer vorbereitet und zum Endstand eingenetzt. Damit stellte der Tscheche einen denkwürdigen Klub-Rekord auf. Sowohl Cheftrainer Carles Martínez als auch die Medien kamen im Anschluss ins Schwärmen. Maza selbst freute sich ebenfalls über die wachsende Verbindung mit „Super-Stürmer“ Schick: „Je mehr wir zusammenspielen, desto besser verstehen wir uns.“ Der Werkself Nachdreher zum vierten Heimsieg im vierten Heimspiel der Saison.
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