
Im Vergleich zum 3:0-Derbysieg vom Wochenende veränderte Cheftrainer Hannes Wolf seine erste Elf auf drei Positionen: Jonathan Tah, Daley Sinkgraven und Jeremie Frimpong ersetzten Tin Jedvaj, Wendell und Nadiem Amiri. Wolf rotierte damit zu einer Dreier-Abwehrkette zurück, wie er sie ab Beginn der zweiten Hälfte gegen Köln aufgestellt hatte.
Die in Silber gekleidete Werkself sorgte in der Allianz Arena direkt für die erste Offensivszene: Nach fünf Minuten landete der Ball über Sinkgraven bei Leon Bailey. Der Flachschuss des Derby-Doppelpackers wurde aber an der Strafraumgrenze geblockt. Während die Gäste ihre erste Gelegenheit somit nicht nutzen konnten, schlug der Rekordmeister mit seiner ersten Torchance direkt zu: David Alaba fand mit einer Maßflanke von links Thomas Müller, der aus kurzer Distanz zum Abschluss kam. Lukas Hradecky parierte sehenswert, doch der Abpraller landete bei Eric Maxim Choupo-Moting, dessen Nachschuss abgefälscht von Sven Bender im Netz zappelte – das frühe 0:1 aus Werkself-Sicht (8.).

Während Patrik Schick nach einer Bailey-Hereingabe von links noch knapp am Ball vorbeirutschte, nutzten die Bayern auch ihre zweite Torchance direkt für ihren zweiten Treffer des Tages: Nach einer Flanke von links fiel Sinkgraven der Ball unglücklich auf den Fuß – und wurde dann zur perfekten Vorlage für Joshua Kimmich. Der Nationalspieler versenkte das Spielgerät anschließend aus 18 Metern unhaltbar im linken Eck (13.).
Es dauerte ein paar Minuten, ehe sich die Gäste von der Dhünn von diesem frühen Doppelschlag der Münchner erholt hatten. Erstmals wieder gefährlich wurde es beim Abschluss von Schick, der aber in den Armen von Manuel Neuer landete (21.). In der Folge ließen die Gastgeber dann nur wenig bis gar nichts zu und dominierten Ball und Spielgeschehen in der Allianz Arena. Kurz vor dem Pausenpfiff musste noch einmal Hradecky zupacken – und zeigte dabei sein Können sehenswert! Der Finne fischte David Alabas Freistoß mit einer Flugeinlage aus dem Winkel (44.). Kurz darauf pfiff Guido Winkmann die erste Hälfte ab.
Zum Beginn des zweiten Abschnitts hatte sich Wolf für zwei personelle Veränderungen entschieden: Karim Bellarabi ersetzte Frimpong auf rechts, Florian Wirtz sollte die Offensive beleben und kam für Moussa Diaby. Der Werkself-Cheftrainer schien in den Katakomben der Allianz Arena die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Werkself präsentierte sich in den ersten Minuten offensivfreudig und lief die FC Bayern-Defensive hoch an. Das Problem dabei: die Konterstärke der Münchner. So musste Hradecky unter anderem gegen Müller ran (52.). Nach einer Stunde brachte Wolf dann Kerem Demirbay für Charles Aránguiz und untermauerte mit seinem dritten Wechsel noch einmal die Offensiv-Ambitionen seiner Mannschaft.

Choupo-Moting, Torschütze zum 1:0, war dann zwar nach 66 Minuten erneut erfolgreich, der 32-Jährige stand zuvor aber im Abseits. Auf der Gegenseite kam die Werkself kurz darauf ihrerseits zur bis dato größten Chance - und das gleich im Doppelpack! Nach einer Bailey-Flanke von links grätschte Bellarabi den Ball erst gegen die Latte, nur wenige Augenblicke später schoss unsere Nr. 38 dann knapp links am Tor vorbei (69.). Wolf merkte in dieser Phase, dass durchaus noch etwas gehen konnte und mindestens der Anschlusstreffer drin war. Mit der Hereinnahme von Amiri für Abwehr-Routinier Sven Bender stellte der 40-Jährige auf eine Viererkette um (70.).
Der neue Offensivmann war es auch, der in Minute 75 aus der Distanz seinen Meister nur noch in Manuel Neuer fand. Der Nationaltorhüter fischte Amiris Schuss aus dem Winkel. Sechs Minuten später selbige Szene, wieder stoppte Neuer den Abschluss von Amiri. Die Werkself zog noch einmal alle Register, einzig der erlösende erste Treffer sollte nicht mehr fallen. So blieb es beim 0:2, der frühe Doppelschlag des FC Bayern wurde der Werkself an diesem Abend zum Verhängnis.

Zum Abschluss der letzten Englischen Woche der Saison 2020/21 tritt die Werkself wieder zu Hause an, wie schon beim Derby vom vergangenen Wochenende erneut zur Topspiel-Zeit: Am Samstagabend, 24. April (Anstoß: 18.30 Uhr), ist der aktuelle Tabellendritte Eintracht Frankfurt zu Gast in der BayArena. Die weiteren Gegner im Saisonendspurt heißen Werder Bremen, 1. FC Union Berlin und Borussia Dortmund.
Die Statistik:
FC Bayern: Neuer – Pavard (82. Sarr), Boateng (63. Nianzou), Hernandez, Davies – Kimmich, Alaba – Coman (63. Sané), Müller (63. Goretzka), Musiala (82. Scott) – Choupo-Moting
Bayer 04: Hradecky – Tah, S. Bender (70. Amiri), Tapsoba – Frimpong (46. Bellarabi), Palacios, Aránguiz (60. Demirbay), Sinkgraven (83. Wendell) – Bailey, Schick, Diaby (46. Wirtz)
Tore: 1:0 Choupo-Moting (8.), 2:0 Kimmich (13.)
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)

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