
Cheftrainer Hannes Wolf schickte in der Hansestadt die exakt gleiche Startelf auf den Rasen, auf die er auch schon beim 3:1-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt von vor zwei Wochen gesetzt hatte. Somit veränderte sich das schwarz-rote Personal lediglich auf der Auswechselbank. Lucas Alario, gegen die SGE noch Torschütze, erlitt bekanntermaßen vor wenigen Tagen eine Muskel-Sehnenverletzung im rechten Oberschenkel und wird in dieser Bundesliga-Spielzeit nicht mehr zum Einsatz kommen. Auch Tin Jedvaj stand dieses Mal nicht im Kader. Dafür als Optionen neu mit an Bord: der wiedergenesene Sven Bender sowie Jeremie Frimpong.
Der direkte Vergleich sprach vor dem Spiel klar für die Gäste von der Dhünn: Aus den vergangenen neun Pflichtspielen gegen Werder ging die Werkself nur einmal ohne Punkte vom Feld. Die erste gute Torannäherung seitens der Wolf-Elf ergab sich in Minute neun, als Patrik Schick nach einer Flanke von links zum Kopfball ansetzte. Der Tscheche verzog aber um zwei Meter.

Die Marschroute der Gastgeber zeigte sich derweil vor allem in den Eins-gegen-Eins-Duellen: Der abstiegsbedrohte Nordklub legte eine harte, aber faire Zweikampfführung an den Tag. So unterbrach das Team von Florian Kohfeldt die Vorstöße der Werkself immer wieder mit kleineren Fouls. Mitte des ersten Durchgangs musste das Wolf-Team dann einen Augenblick in doppelter Unterzahl spielen, da sowohl Aleksandar Dragovic als auch Leon Bailey an der Seitenlinie behandelt wurden. Für beide ging es jedoch weiter.
Nach etwas mehr als einer halben Stunde ergab sich dann auch der erste Schuss aufs Tor: Kerem Demirbay schickte Bailey auf links in die Tiefe. Der Jamaikaner zog in den Strafraum ein, kam auch zum Abschluss. Werder-Torhüter Jiri Pavlenka konnte den zu zentral angesetzten Ball aber parieren (32.).
Kurz darauf konnte Florian Wirtz den Bremer Schlussmann erfolgreich bezwingen – der Youngster stand bei seinem Treffer aus einem Meter im Moment der Vorarbeit von Karim Bellarabi jedoch knapp im Abseits (35.). Somit revidierte Schiedsrichter Markus Schmidt seine Entscheidung, es blieb vorerst beim torlosen Remis. Vor dem Pausenpfiff kam dann noch einmal Schick zum Abschluss. Doch erneut fehlte ein guter Meter. Kurz darauf ging es für beide Teams in die Kabinen.

Chefcoach Wolf tauschte zur zweiten Hälfte doppelt – jeweils auf der linken Außenbahn. Wendell kam für Daley Sinkgraven in die Partie, vor ihm stürmte fortan Demarai Gray anstelle von Bailey. Nach einer ereignisarmen Viertelstunde kam dann auch noch Moussa Diaby für Bellarabi. Das Problem aus Durchgang eins aber blieb bestehen: Die Werkself konnte ihre Feldüberlegenheit nicht in Großchancen ummünzen - jedenfalls bis zur 81. Minute.
Zu Beginn der heißen Schlussphase dribbelte sich Innenverteidiger Dragovic mit dem Ball am Fuß durchs Zentrum und sah auf halblinks Wendell in den Strafraum eilen. Der Österreicher steckte das Spielgerät perfekt durch, sodass sein brasilianischer Teamkollege völlig frei vor Werder-Keeper Pavlenka stand. Wendell setzte zum Abschluss an, schoss aber genau in die Arme Pavlenkas (81.). Mehr sollte bis auf eine Rote Karte wegen groben Foulspiels für den eingewechselten Bremer Eren Dinkci (90.+4) nicht mehr passieren, sodass es letztlich beim torlosen Remis blieb.
Zwei Spiele stehen für die Werkself in dieser Saison noch auf dem Plan. In exakt einer Woche heißt der Gegner 1. FC Union Berlin, zum Abschluss gastiert Schwarz-Rot am 22. Mai bei Borussia Dortmund.
Die Statistik:
Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson – Groß (83. Möhwald), Bittencourt (57. Osako), Eggestein – Füllkrug (57. Rashica), Selke, Sargent (83. Dinkci)
Bayer 04: Hradecky – Tah, Dragovic, Tapsoba, Sinkgraven (46. Wendell) – Palacios (81. Amiri), Demirbay (74. S. Bender) – Bellarabi, Wirtz, Bailey (46. Gray) – Schick
Gelbe Karten: Sargent, Groß, Gebre Selassie – Sinkgraven, Schick
Rote Karte: Dinkci (grobes Foulspiel)
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

In der Sommervorbereitung 2026/27 gastiert die Werkself beim Regionalligisten Kickers Offenbach in Hessen. Die Partie findet am Samstag, 25. Juli (Anstoß: 15 Uhr), im Stadion am Bieberer Berg statt. Alle Infos zum Ticketverkauf für die Begegnung im Rahmen der 125-jährigen Jubiläums des OFC.
Mehr zeigen
Verstärkung für den Nachwuchsbereich von Bayer 04 Leverkusen: Zur Saison 2026/27 wechselt Konstantinos Kotsifakis vom Fußball-Zweitligisten Hertha BSC zum Werksklub, wo er künftig als fester Bestandteil des Trainerteams der Leverkusener U19 arbeiten wird. Zudem übernimmt der Deutsch-Grieche eine operative Funktion bei der Betreuung des Future Teams von Bayer 04. Bei der Hertha fungierte der 29-Jährige zuletzt als Cheftrainer der U17.
Mehr zeigen
Erneute Auszeichnung für die Greenkeeper von Bayer 04: Nach den Siegen in den Saisons 2021/22, 2022/23 und 2024/25 landete der Rasen der BayArena im „Pitch of the Year“-Ranking der Bundesliga für die Saison 2025/26 auf Rang zwei. Den Spitzenplatz sicherte sich in diesem Jahr der VfL Wolfsburg, Dritter wurde die TSG Hoffenheim.
Mehr zeigen
Auftaktgegner, Derby-Wochenenden, der Kontrahent im Saisonfinale: Diese und weitere Infos erfahren die Bayer 04-Fans am Donnerstag, 2. Juli, wenn der Bundesliga-Spielplan 2026/27 veröffentlicht wird.
Mehr zeigen