
Doch von Tristesse ist beim ohnehin immer gut aufgelegten Linksverteidiger deswegen nichts mehr zu spüren. Ganz im Gegenteil: Wendell hat sich früh mit seinem Schicksal arrangiert und kämpft nun für ein baldiges Comeback auf dem Platz.
Und das könnte bald so weit sein. In den bisherigen Testspielen wurde der brasilianische Feinfuß noch geschont, doch die Einheiten mit der Werkself im Trainingslager in Österreich absolviert er schon alle wieder fleißig mit. „Ich bin unfassbar glücklich, wieder dabei zu sein“, sagt er, und dabei leuchten seine Augen wie die eines kleinen Kindes am Heiligen Abend: „Ich fühle mich wieder richtig gut. Einfach muito bem!“
Direkt nach der Verletzung war das anders. Verständlich, verpasste Wendell doch den kompletten Endspurt in der Bundesliga. „Da habe ich ein paar Tage gebraucht“, gesteht er. Doch der Brasilianer konnte sich auf seine Familie verlassen. Nicht nur auf Frau und Kind, mit denen er im Rheinland wohnt, sondern auch auf seine Eltern, die sofort aus Brasilien herkamen, um sich um ihren Kleinsten zu kümmern. Eigentlich hätte Wendell sie vor den Olympischen Spielen besuchen wollen, doch nun stand seine Reha im Vordergrund, und er blieb in Leverkusen.
Urlaub sieht anders aus, aber die Qualen haben sich gelohnt. Zum Saisonstart will Wendell wieder der Alte sein. „Damit wir als Team wieder genauso viel Spaß und Erfolg haben wie im letzten Jahr“, sagt er. Bis dahin wird er die Spiele bei den Olympischen Spielen in seinem Heimatland am Fernseher verfolgen, und Wendell fiebert bereits einem Finale zwischen Deutschland mit Lars Bender und Julian Brandt und seinen brasilianischen Freunden um Neymar entgegen. Und für wen ist er dann? „Schwierige Frage, aber vielleicht wäre ein Sieg für uns Brasilianer ein bisschen wichtiger.“


In der „Golden Boy Top 100“ werden traditionell die vielversprechendsten Talente Europas gelistet. Bei dem jüngst veröffentlichten Update anlässlich des Saisonwechsels sind – neben Leihgabe Francis Onyeka – gleich vier aktuelle Werkself-Profis dabei. Damit stellt Bayer 04 von allen Bundesligisten die meisten Spieler in diesem Ranking.
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Letzte Chance für die Bayer 04-Konsolenprofis, am „Esports World Cup 2026“ teilzunehmen. Beim „FC Pro Last Chance Qualifier“ in Paris kämpfen Sean Landwehr und Keanu Senkbeil gegen über 1000 andere Gamer um je einen der 14 begehrten Plätze für die nächste Qualifikationsphase zur virtuellen Einzel-Weltmeisterschaft. Zudem wartet bereits bei diesem hochkarätigen Vorentscheid ein Preisgeld-Pool von 244.000 US-Dollar auf die besten Spieler.
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Torhüterin Rafaela Borggräfe bleibt den Bayer 04-Frauen in der neuen Saison erhalten. Im Interview mit Werkself-TV spricht die 25-Jährige über die Gründe für ihre erneute Leihe vom FC Liverpool, über die vergangene Rückrunde und über ihre Ziele mit der neuformierten Mannschaft.
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Torhüterin Rafaela Borggräfe wird auch in der kommenden Saison für Bayer 04 Leverkusen auflaufen. Die Leihe der deutschen U23-Nationalspielerin, die im Winter vom FC Liverpool gekommen war, wurde um ein weiteres Jahr verlängert.
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