Ja, ich möchte Videos angezeigt bekommen.
Etwas verunsichert schauen wir uns an, warten zehn Minuten und gehen mit dieser „Vorbereitung“ wieder in unsere Zimmer. Es wird die einzige Besprechung meiner Karriere, die ohne Trainer und Worte stattfindet.
Als wir am Nachmittag den Rasen des mit 14.000 Zuschauern nicht ausverkauften Ulrich-Haberland-Stadions betreten, weiß die Mannschaft genau, dass es nicht nur um den Arbeitsplatz unseres Trainers, sondern auch um die eigene Krise geht. Denn die Presse ist in der Vorwoche sehr hart mit uns ins Gericht gegangen und der Druck ist wirklich spürbar.
In der 8. Minute bringt uns unser linker Verteidiger Anders Giske mit 1:0 in Führung. Dieses Ergebnis können wir überraschend souverän in die Pause retten. Als dann nach einer weiten Flanke von Helmut Winklhofer Mittelfeldspieler Jürgen Röber per Kopf das 2:0 erzielt, da beginnen meine Vorderleute wieder ordentlich Fußball zu spielen und an sich zu glauben. Herbert Waas macht in der 76. Minute mit dem 3:0 schließlich den Sack zu. Da ist nicht nur Dettmar Cramer erleichtert, sondern das ganze Stadion. Und Stadionsprecher Günter Maczkowiak legt nach dem Schlusspfiff den Song „Hurra, wir leben noch“ auf.
Am Ende der Saison reicht es nur zu Platz 13 und der Vertrag von Dettmar Cramer wird nach dieser für alle Beteiligten nicht zufriedenstellenden Spielzeit nicht verlängert. Aber diese Partie gegen den FC Bayern war das Highlight der Saison 1984/85.

Christoph Daum wird am 24. Oktober 1953 in Zwickau geboren. Als Kind gelangt er mit seiner Mutter in den Westen Deutschlands und wächst in Duisburg auf. Schon früh entwickelt er eine große Begeisterung für den Fußball, auch wenn sich schnell zeigt, dass seine Zukunft weniger auf dem Platz als vielmehr an der Seitenlinie liegt. Bereits in jungen Jahren tritt seine Leidenschaft zutage, Dinge zu analysieren, zu erklären und zu verbessern.
Mehr zeigen
Als die Bayer 04-Fußballer 1960 Weihnachten feiern, überwintern sie mit 20:10 Punkten auf dem zweiten Platz der 2. Oberliga West – allerdings bereits mit fünf Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Schwarz-Weiß Essen. Doch im neuen Jahr findet die Mannschaft von Trainer Erich Garske nur schwer in die Spur. Auf ein torloses Remis gegen den Bonner FV im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion folgt eine 1:2-Auswärtsniederlage in Erkenschwick. Auch das darauffolgende Heimspiel bringt nur einen Punkt ein. Die Aufstiegsambitionen schrumpfen damit auf ein Minimum, denn der Rückstand auf den begehrten Platz ist inzwischen auf beachtliche zehn Punkte angewachsen.
Mehr zeigen
Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Februar. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
Mehr zeigen
Es ist der 11. Februar 2006 und Schalke 04 und die Werkself starten um 15.30 Uhr ein Spiel, das am Ende Historisches zu bieten hat – zumindest aus Bayer 04-Sicht.
Mehr zeigen
Als Tabellenführer empfängt die Werkself das abstiegsbedrohte Team von Rhenania Würselen. Am 4. Februar 1951 säumen trotz der sonntäglichen Karnevalsumzüge 5.000 Zuschauer den Spielfeldrand. Und sie sehen eine feldüberlegene Heim-Mannschaft. Ohne den erkrankten Theo Kirchberg und den gesperrten Emil Becks bestürmen die Gastgeber von Beginn an das gegnerische Tor. In der ersten Halbzeit gegen einen starken Wind ankämpfend, erspielt sich Bayer 04 Chance auf Chance, scheitert aber immer wieder am Würselener Torhüter. Nach dem 0:0 zur Halbzeit nimmt sich Karl Heinz Spikofski in der 55. Minute ein Herz und hämmert aus 20 Metern den Ball in die gegnerischen Maschen. Rhenania kann nicht mehr kontern. Bis zum Schluss hält die Belagerung des Würselener Strafraumes an, dennoch bleibt es am Ende bei einem knappen 1:0.
Mehr zeigen