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Etwas verunsichert schauen wir uns an, warten zehn Minuten und gehen mit dieser „Vorbereitung“ wieder in unsere Zimmer. Es wird die einzige Besprechung meiner Karriere, die ohne Trainer und Worte stattfindet.
Als wir am Nachmittag den Rasen des mit 14.000 Zuschauern nicht ausverkauften Ulrich-Haberland-Stadions betreten, weiß die Mannschaft genau, dass es nicht nur um den Arbeitsplatz unseres Trainers, sondern auch um die eigene Krise geht. Denn die Presse ist in der Vorwoche sehr hart mit uns ins Gericht gegangen und der Druck ist wirklich spürbar.
In der 8. Minute bringt uns unser linker Verteidiger Anders Giske mit 1:0 in Führung. Dieses Ergebnis können wir überraschend souverän in die Pause retten. Als dann nach einer weiten Flanke von Helmut Winklhofer Mittelfeldspieler Jürgen Röber per Kopf das 2:0 erzielt, da beginnen meine Vorderleute wieder ordentlich Fußball zu spielen und an sich zu glauben. Herbert Waas macht in der 76. Minute mit dem 3:0 schließlich den Sack zu. Da ist nicht nur Dettmar Cramer erleichtert, sondern das ganze Stadion. Und Stadionsprecher Günter Maczkowiak legt nach dem Schlusspfiff den Song „Hurra, wir leben noch“ auf.
Am Ende der Saison reicht es nur zu Platz 13 und der Vertrag von Dettmar Cramer wird nach dieser für alle Beteiligten nicht zufriedenstellenden Spielzeit nicht verlängert. Aber diese Partie gegen den FC Bayern war das Highlight der Saison 1984/85.

Hans Sarpei wird am 28. Juni 1976 in Tema in Ghana geboren und kommt mit seinen Eltern als Dreijähriger nach Deutschland, wo er in Köln aufwächst. Seine Mutter und sein Vater arbeiten schon vor seiner Geburt zeitweise in Hamburg im Import-Export-Bereich. Dort lernen sie einen älteren Mann kennen, der ihnen die deutsche Kultur näher bringt und sie unterstützt. Aus Dankbarkeit erhält Hans später dessen Vornamen, obwohl dieser Mann bereits vor seiner Geburt verstirbt. Hans stammt aus einer sportlichen Familie, sein älterer Bruder Edward sowie seine Neffen Hans Nunoo Sarpei und Kingsley Sarpei waren beziehungsweise sind ebenfalls Profi-Fußballer.
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Hans-Josef („Sepp“) Kretschmann wird am 3. Juni 1953 der fünfte Trainer der Vereinsgeschichte von Bayer 04 Leverkusen. Der am 21. März 1902 im ostpreußischen Allenstein geborene Fußballlehrer widmet sich nach dem Studium erst dem Lehrerberuf, um dann später auf den Fußball umzusatteln. Er übernimmt die Werkself von Franz Strehle, unter dem die Mannschaft zweimal die Klasse in der 1. Oberliga West halten konnte. Aber Strehle verlängerte nach diesen zwei recht erfolgreichen Jahren seinen Vertrag in Leverkusen nicht mehr.
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Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord im Sommer 1975 kämpft Bayer 04 nur acht Monate später gegen den Abstieg. Der Verein erwartet von allen vollen Einsatz in dieser prekären Situation. Aufstiegstrainer Manfred Rummel soll seinen Hauptberuf als Lehrer im Beamtenstatus an der Sonderschule Mülheim aufgeben und Vollzeit-Trainer bei Bayer 04 werden. Der bei der Mannschaft sehr beliebte Coach sieht sich nicht in der Lage, diesem Anliegen des Klubs zu entsprechen. Trotz eines 2:0-Heimspiel-Erfolges gegen die SpVgg Erkenschwick wird Manfred Rummel im „partnerschaftlichen Einvernehmen“ beurlaubt.
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Bayer 04 bestreitet als feststehender Aufsteiger in die 1. Oberliga West schon in der zweiten Mai-Hälfte 1951 Freundschaftsspiel an Freundschaftsspiel. Und das geht auch den ganzen folgenden Monat weiter so.
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Jacek Krzynowek wird am 15. Mai 1976 im polnischen Kamiensk geboren und wächst als typischer Junge vom Land auf. Seine Kindheit verbringt er weniger in strukturierten Trainingseinheiten als vielmehr auf einfachen Bolzplätzen, auf denen er stundenlang mit älteren Jungs spielt. Schon früh fällt auf, dass er über eine außergewöhnliche Schusskraft und enorme Laufstärke verfügt. Doch lange ist ihm selbst nicht bewusst, welches Talent in ihm steckt. Während andere von einer großen Karriere träumen, scheint der Profifußball für ihn zunächst eine ferne Welt zu sein, die er nur aus dem Fernsehen kennt.
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