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Die Tabellenkonstellation ist folgende: Mit 17:13 Punkten steht die Werkself auf dem 8. Platz, lediglich zwei Punkte hinter dem Dritten Borussia Mönchengladbach. Die Kölner rangieren mit 13:17 Punkten auf Platz 13, fünf Punkte vor einem Abstiegsplatz. Aber wie so oft bei diesem Spiel ist der Tabellenplatz nicht wichtig, sondern die Einstellung auf dem Platz – und die stimmt von der ersten Minute an. Beide Mannschaften werfen alles rein, Bayer 04 geht in der 19. Minute durch einen an diesem Tag überragenden Rudi Völler in Führung.
Ohne die verletzten Bernd Schuster, Hans-Peter Lehnhoff und Ulf Kirsten kann die Werkself aber die Führung nur zwei Minuten halten, als ich einen Flachschuss von Bruno Labbadia aus 18 Metern neben das Tor gehen wähne, dieser aber für mich überraschend doch den Weg ins Tor findet. Von da an habe ich alles reingeworfen, einige Torchancen der Kölner vereitelt und werde noch in der ersten Halbzeit nach einer Flanke vom Kölner Mittelstürmer Toni Polster ins Tor gerammt. Mit Schmerzen am Kiefer spiele ich aber durch. In der 33. Minute erzielt dann Heiko Scholz den viel umjubelten Führungstreffer für uns. Mit diesem Ergebnis geht es in die Halbzeit. Ich bekomme ein bisschen Eis für meinen Kiefer und weiter geht’s in Halbzeit zwei. Die Kölner versuchen alles, werden allerdings in der 65. Minute nach einer Gelb-Roten Karte für ihren Abwehrspieler Karsten Baumann dezimiert. Von nun an fällt es der Werkself etwas leichter, das Spiel zu kontrollieren. In der 88. Minute erlöst der eingewechselte Markus Münch die Bayer 04-Fans und seine Mitspieler mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze zum 3:1-Endstand.






Nach dem Spiel drehen wir unsere Ehrenrunde, gehen duschen und dann wie immer nach einem Heimspiel in unseren Bereich des VIP-Raumes. Als ich mich an den Tisch begebe, wo meine Frau sitzt, sagt sie nur: „Dein Gesicht ist schief.“ Ich: „Ach, ein bisschen Schmerzen am Kiefer, das kenne ich, ist morgen wieder gut.“ Ich nehme mir eine Garnele, beiße genüsslich drauf und schreie auf. Meine Frau: „Ich glaube, wir fahren ins Krankenhaus.“ Gesagt, getan. Die Röntgenbilder zeigen einen Kieferbruch, ich bekomme meinen Mund zugedrahtet, das heißt: nur flüssige Nahrung für die folgenden drei Wochen und definitiv kein Sport. In den nächsten drei Tagen esse ich nur Suppe und nehme drei Kilo ab. Meine Frau kocht mir ab da immer Kartoffelbrei, abwechselnd mit Mohrrüben und Brokkoli vermischt. Die erste feste Nahrung nehme ich dann wieder am Weihnachtsabend zu mir, denn die Weihnachtspute muss sein.
Die restlichen beiden Spiele des Jahres im UEFA-Pokal gegen GKS Kattowitz (4:0) und in der Bundesliga in Dresden (1:1) steht Dirk Heinen im Bayer 04-Tor und macht seine Sache sehr gut.

Jacek Krzynowek wird am 15. Mai 1976 im polnischen Kamiensk geboren und wächst als typischer Junge vom Land auf. Seine Kindheit verbringt er weniger in strukturierten Trainingseinheiten als vielmehr auf einfachen Bolzplätzen, auf denen er stundenlang mit älteren Jungs spielt. Schon früh fällt auf, dass er über eine außergewöhnliche Schusskraft und enorme Laufstärke verfügt. Doch lange ist ihm selbst nicht bewusst, welches Talent in ihm steckt. Während andere von einer großen Karriere träumen, scheint der Profifußball für ihn zunächst eine ferne Welt zu sein, die er nur aus dem Fernsehen kennt.
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Carsten „Calle“ Ramelow wird am 20. März 1974 in Berlin geboren. Seine Fußballkarriere startet er in der Jugend von Tasmania 73, Tennis Borussia, SC Siemensstadt und zu guter Letzt Hertha BSC. Hier feiert er auch 1993 mit der Mannschaft der Hertha-Bubis, der Amateurmannschaft von Hertha BSC, den Einzug ins DFB-Pokalfinale gegen seinen späteren Arbeitgeber Bayer 04 Leverkusen. Aber auch er kann den 1:0-Sieg der Werkself durch ein Tor von Ulf Kirsten nicht verhindern.
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Die Saison 1995/1996 bringt einige Neuerungen. Erstmals bekommt jeder Spieler seine feste Rückennummer und sein Name steht hinten mit auf dem Trikot. Erstmals darf der Trainer dreimal auswechseln und auch erstmals gibt es drei Punkte für einen Sieg. Und erstmals bin ich nicht mehr die Nummer 1 meiner Mannschaft. Ich trage sie zwar auf dem Rücken, aber im Tor hat mir Dirk Heinen den Rang abgelaufen. So sitze ich anfangs etwas beleidigt auf der Reservebank, aber in der Rückrunde dieser Saison merke ich, dass auch ich meinen Beitrag zum Erfolg einer Mannschaft leisten muss.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Mai. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Zum letzten Spiel der erfolgreichen Saison begrüßt der Oberliga-West-Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen den VfL 99 Köln. Die diesmal nur 2.000 Zuschauer sehen eher ein Freundschafts- denn ein Meisterschaftsspiel. Wenig Kampf, wenig Torraumszenen und wenige Kombinationen im Mittelfeld, die das Herz der Besucher erwärmen. Und so muss eine Ecke zur Bayer 04-Führung herhalten. Peter Röger ist mit dem Kopf zur Stelle und nickt in der 43. Minute zur Halbzeitführung ein. Als dann eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff Karl-Heinz Spikofski auf 2:0 erhöht, ist die Entscheidung gefallen. In der letzten Minute können die Kölner noch auf 1:2 verkürzen, aber am Ende gehen die Zuschauer mit Vorfreude auf die erste Saison einer Bayer 04-Mannschaft in der 1. Oberliga West nach Hause.
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