
Im Viertelfinale trifft die Werkself am Mittwoch, 14. Juni, vor 400 Zuschauern auf den Vorjahresfinalisten VfB Stuttgart und erkämpft sich bei brütender Hitze ein 0:0. Die Chancen auf ein Weiterkommen im Heimspiel vier Tage später sind gut.
Im Ulrich-Haberland-Stadion sehen dann 2.000 Zuschauer eine starke Bayer 04-Mannschaft, die durch zwei Tore ihres offensiven Mittelfeldspielers Hüzeyfe Dogan in der 30. und 81. Minute mit 2:0 gewinnt.
Für das Hinspiel im Halbfinale muss die Mannschaft von Thomas Hörster nach Berlin fahren, ergattert auch hier wie in Stuttgart ein Unentschieden und sieht selbstbewusst dem Rückspiel entgegen. Vor diesmal rund 500 Zuschauern lässt die Mannschaft um ihren Kapitän Nico Reckert nie einen Zweifel aufkommen. Der überragende Linksaußen Thorsten Burkhardt bereitet schon in der 6. Minute das 1:0 von Hüzeyfe Dogan vor, legt in der 41. Minute das 2:0 nach und legt drei Minuten später erneut für Dogan zum dritten Treffer vor. Mit dieser beruhigenden Führung geht es in die Pause.
In der zweiten Halbzeit verwaltet die Werkself diese Führung, bekommt zwar drei Minuten vor dem Ende durch Christian Tiffert, der später Bundesligaspieler u.a. für den VfB Stuttgart wird, den Anschlusstreffer, antwortet aber postwendend durch den eingewechselten Stefan Bungert. Und so steht eine A-Jugend von Bayer 04 zum fünften Mal im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, aber erst einmal konnte sie das Endspiel auch gewinnen. 1986 gelang ein 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg.
Am 2. Juli 2000 kommen 7.500 Zuschauer in die BayArena, um das Endspiel gegen den Titelverteidiger Werder Bremen zu sehen. Nachdem die Norddeutschen schon in der 8. Minute durch ein von einem gewissen Simon Rolfes vorbereitetes Tor in Führung gehen, kann Thorsten Burkhardt in der 22. Minute den Ausgleich erzielen. Drei Minuten vor der Halbzeit zirkelt Hüzeyfe Dogan einen Freistoß aus 23 Metern traumhaft ins linke obere Eck und mit dem Pausenpfiff schießt erneut Thorsten Burkhardt die beruhigende 3:1-Halbzeitführung heraus.
Nach dem 4:1 von Nasir El Kasmi in der 58. Minute scheint die Entscheidung gefallen, aber zehn Minuten später kann Simon Rolfes nach einem tollen Solo auf 2:4 verkürzen. Dabei bleibt es und nach dem Schlusspfiff ist der Jubel groß.



Hier die Aufstellung der jugendlichen Werkself:
Tom Starke – Nenad Lazarevic, Mile Bozic, Nico Reckert, Petr Coupek (85. Stefan Bungert), Nasir El Kasmi (63. Landon Donovan), Michal Habljak, Tim Jerat, Hüzeyfe Dogan, Thorsten Burkhardt (71. Fabian Ewertz-Käfer), Felix Bably
Einige Spieler dieser Mannschaft schaffen den Sprung in den bezahlten Fußball mit mehr oder weniger großem Erfolg. Torhüter Tom Starke steht bis 2006 im Kader unserer ersten Mannschaft, kommt aber nur zu Einsätzen in der Amateurmannschaft von Bayer 04. In der Bundesliga hat er vor allem für den MSV Duisburg und die TSG Hoffenheim gespielt. Seine letzte Station ist Bayern München, wo er noch heute als Jugendtorwarttrainer tätig ist.
Linksverteidiger Petr Coupek spielt nach drei Jahren für die Bayer 04-Amateure vor allem in der ersten tschechischen Liga bei FC Slavacko, Banik Ostrau und FC Zbrojovka Brünn.
Rechtaußen Nasir El Kasmi bestreitet seine ersten Spiele im Männerbereich auch für unsere Amateurmannschaft. Im Jahre 2004 spielt er sogar zweimal für die marokkanische Nationalmannschaft. Aber in Deutschland gelingt ihm weder beim MSV Duisburg noch bei Holstein Kiel der Durchbruch.
Landon Donovan wird nur im Endspiel für die A-Jugend eingesetzt. Der Amerikaner scheitert bei seinen Versuchen, in der Bundesliga Fuß zu fassen – sowohl bei Bayer 04 wie später auch beim FC Bayern München. In den USA ist er allerdings eine Legende und mit 157 Länderspielen belegt er Platz 2 der US-Nationalspieler mit den meisten Einsätzen.
Tim Jerat spielt noch ein weiteres Jahr in der Bayer 04-Jugend. Nach seinen beiden Jahren für die Amateure geht er zu Vereinen wie dem 1. FSV Mainz 05, Wuppertaler SV oder Arminia Bielefeld und beendet 2017 bei Viktoria Köln seine Karriere.
Auch Hüzeyfe Dogan spielt in den folgenden drei Jahren bei den Bayer 04-Amateuren. In der Champions League kommt er für Bayer 04 zweimal zum Einsatz, aber zu einem Bundesligaspiel reicht es nicht. Trotzdem spielt er bis zum Jahre 2018 immer im bezahlten Fußball, z.B. für Ankaragücü, SC Paderborn oder auch Union Berlin. Heute ist er Trainer und spielt in der Bayer 04-Traditionsmannschaft.
Thorsten Burkhardt gehört für die folgenden zwei Jahre zum Kader der Werkself in der 1. Bundesliga, kommt aber auf keinen Einsatz. Er spielt in der Bayer 04-Amateurmannschaft, um dann 2002 zur SpVgg Greuther Fürth in die 2. Bundesliga zu wechseln. Innerhalb der Liga schnürt er dann noch für Wacker Burghausen und Alemannia Aachen die Schuhe und spielt die meiste Zeit seiner Karriere in der 2. Bundesliga.

Christoph Daum wird am 24. Oktober 1953 in Zwickau geboren. Als Kind gelangt er mit seiner Mutter in den Westen Deutschlands und wächst in Duisburg auf. Schon früh entwickelt er eine große Begeisterung für den Fußball, auch wenn sich schnell zeigt, dass seine Zukunft weniger auf dem Platz als vielmehr an der Seitenlinie liegt. Bereits in jungen Jahren tritt seine Leidenschaft zutage, Dinge zu analysieren, zu erklären und zu verbessern.
Mehr zeigen
Als die Bayer 04-Fußballer 1960 Weihnachten feiern, überwintern sie mit 20:10 Punkten auf dem zweiten Platz der 2. Oberliga West – allerdings bereits mit fünf Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Schwarz-Weiß Essen. Doch im neuen Jahr findet die Mannschaft von Trainer Erich Garske nur schwer in die Spur. Auf ein torloses Remis gegen den Bonner FV im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion folgt eine 1:2-Auswärtsniederlage in Erkenschwick. Auch das darauffolgende Heimspiel bringt nur einen Punkt ein. Die Aufstiegsambitionen schrumpfen damit auf ein Minimum, denn der Rückstand auf den begehrten Platz ist inzwischen auf beachtliche zehn Punkte angewachsen.
Mehr zeigen
Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Februar. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
Mehr zeigen
Es ist der 11. Februar 2006 und Schalke 04 und die Werkself starten um 15.30 Uhr ein Spiel, das am Ende Historisches zu bieten hat – zumindest aus Bayer 04-Sicht.
Mehr zeigen
Als Tabellenführer empfängt die Werkself das abstiegsbedrohte Team von Rhenania Würselen. Am 4. Februar 1951 säumen trotz der sonntäglichen Karnevalsumzüge 5.000 Zuschauer den Spielfeldrand. Und sie sehen eine feldüberlegene Heim-Mannschaft. Ohne den erkrankten Theo Kirchberg und den gesperrten Emil Becks bestürmen die Gastgeber von Beginn an das gegnerische Tor. In der ersten Halbzeit gegen einen starken Wind ankämpfend, erspielt sich Bayer 04 Chance auf Chance, scheitert aber immer wieder am Würselener Torhüter. Nach dem 0:0 zur Halbzeit nimmt sich Karl Heinz Spikofski in der 55. Minute ein Herz und hämmert aus 20 Metern den Ball in die gegnerischen Maschen. Rhenania kann nicht mehr kontern. Bis zum Schluss hält die Belagerung des Würselener Strafraumes an, dennoch bleibt es am Ende bei einem knappen 1:0.
Mehr zeigen