Spiel des Monats: Vor 20 Jahren – erster Punkt nach der Winterpause

Am 14. Februar 2004 spielt die Werkself bei Hannover 96 in der sich im Umbau befindlichen AWD-Arena. Nach der Winterpause hat Bayer 04 zwei Niederlagen kassiert. Mit 0:1 verliert die Mannschaft von Trainer Klaus Augenthaler im Breisgau beim SC Freiburg und eine Woche später folgt zu Hause gegen den Aufsteiger Eintracht Frankfurt eine 1:2-Niederlage. Trotzdem befindet sich die Werkself noch immer in Schlagdistanz zum Champions-League-Qualifikationsplatz.

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Mit 35 Punkten belegt Bayer 04 Leverkusen Platz 4 und hat nur drei Punkte Rückstand auf den VfB Stuttgart. Doch der Druck unterm Bayer-Kreuz ist groß, denn zum ersten Mal droht Manager Reiner Calmund mit Gehaltskürzungen. Der Klub hat finanzielle Probleme und bei Nichtqualifizierung für die Champions League drohen den Werkself-Kickern Gehaltseinbußen von bis zu 20%. Nicht die besten Voraussetzungen, um in Hannover ein gutes Spiel hinzulegen. Und die Befürchtungen bestätigen sich.

Nach sechzig Minuten sieht Hannover wie der sichere Sieger aus. Mit 2:0 führen die Niedersachsen nach den Toren des US-Amerikaners Clint Mathis und des Griechen Kostas Konstantinidis. Der Werkself gelingt bis zu diesem Zeitpunkt so gut wie gar nichts. Trainer Klaus Augenthaler wechselt in der 57. Minute den Brasilianer Franca für Bernd Schneider ein und es geht ein Ruck durchs Team. Nach einem Freistoß und einer Vorlage von Lucio gelingt Dimitar Berbatov in der 65. Minute mit dem Kopf der Anschlusstreffer. Keine acht Minuten später schießt Franca den Ausgleich. Bayer 04 erobert direkt nach dem Anstoß der 96er den Ball und Oliver Neuville trifft von der Strafraumgrenze die Latte. Beinahe hätte die Werkself ein schon verloren geglaubtes Spiel innerhalb von zehn Minuten gedreht. In den letzten zwanzig Minuten drücken die Gäste weiter aufs Tempo, scheitern nochmal an der Latte und mehrmals am Keeper der Niedersachsen, Marc Ziegler. Am Ende bleibt es beim 2:2.

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Bayer 04 rettet sich am Ende der Saison mit dem dritten Platz in die Champions-League-Qualifikation, aber Manager Reiner Calmund beendet auf eigenen Wunsch zum Saisonende seine Arbeit für den Klub. Nach fast dreißig Jahren in verschiedenen Positionen für Bayer 04 nimmt er seinen Hut und es wird die eine oder andere Träne verdrückt, sowohl bei ihm als auch bei den Bayer 04-Fans.

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