
Am 19. Februar 1961 laufen im Ulrich-Haberland-Stadion gleich sechs Eigengewächse auf: In Werner Röhrig, Egon Rosinski, Helmut Weber, Horst Stollenwerk, Heinz Höher und Günther Haarmann stehen gleich ein halbes Dutzend Spieler in der Startelf, die schon in der Jugend bei Bayer 04 gespielt haben. Hinter ihnen steht der langjährige Stammtorhüter Fredi Mutz. Verstärkt wird dieses junge Gerüst von Klaus Niemuth, Werner Torner und Uwe Klimaschefski, die im Sommer 1960 gemeinsam mit Trainer Garske aus Bremerhaven gekommen waren. Der elfte Mann ist Hans-Otto Peters, der sich im selben Sommer aus Solingen dem Bayer-Kader angeschlossen hat.
Besonders der Leverkusener Heinz Höher und Uwe Klimaschefski sollten später sowohl als Spieler wie auch als Trainer in der Bundesliga Spuren hinterlassen.
An diesem Februartag gastiert der VfB Bottrop in Leverkusen – und die 2.500 Zuschauer erleben von Beginn an eine Werkself, die endlich wieder um jeden Meter kämpft, über die Außen Druck macht und aus allen Lagen den Abschluss sucht. Drei Tugenden, die man in den vergangenen Wochen schmerzlich vermisst hatte. Doch der herausragende Bottroper Torhüter durchkreuzt zunächst sämtliche Bemühungen. Er wächst über sich hinaus, pariert mehrfach glänzend und verdient sich sogar Szenenapplaus der Leverkusener Fans. In der ersten Halbzeit brennt es mehrfach im Strafraum der Gäste, doch die Abschlüsse von Klimaschefski, Peters und Haarmann – der diesmal im Zentrum stürmt – finden nicht den Weg über die Linie. So geht es mit einem 0:0 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel müssen die Bayer 04-Anhänger geduldig bleiben, ehe der Bann bricht. In der 69. Minute kombiniert sich die Werkself über Horst Stollenwerk und Günther Haarmann nach vorn. Haarmann bekommt den Ball, nimmt drei Schritte Anlauf und jagt ihn schließlich zum erlösenden 1:0 ins Netz. Nun wirft Bottrop alles nach vorne, doch die Gäste kommen nicht gefährlich in den Strafraum – und Bayer-Keeper Mutz ist aus der Distanz ohnehin nur selten zu überwinden.
Die Entscheidung fällt in der 82. Minute: Erneut ist es Günther Haarmann, der sich an der Mittellinie den Ball schnappt, ungehindert Tempo aufnimmt, kurz vor dem Strafraum zwei Bottroper ausspielt und am herausstürmenden Torhüter vorbei zum 2:0 vollendet. Selbst Trainer Erich Garske, der zuvor so oft fassungslos die vertanen Chancen beklagt hatte, reißt nun jubelnd die Arme in die Höhe und spendet für die starke Einzelleistung begeistert Applaus. Die Gäste geben sich geschlagen, und die Werkself fährt endlich wieder einen verdienten Sieg ein.
Am Saisonende landet Bayer 04 zwar „nur“ auf dem dritten Tabellenplatz, doch gerade diese Mannschaft bildet den Grundstock für die starke Werkself der folgenden Spielzeit – jene Elf, die 1962 die Meisterschaft in der 2. Oberliga West gewinnen und damit den Aufstieg in die 1. Oberliga West perfekt machen sollte.

Dieter Bast wird am 28. August 1951 in Oberhausen geboren. In der Jugend des Oberhausener Ortsteilvereins DJK Arminia Klosterhardt beginnt er mit dem Kicken. Während seiner Ausbildung zum Werkzeugmacher wechselt er zum Nachbarverein Sterkrade 06/07 in die A-Jugend, wo er den Bundesligisten Rot-Weiss Essen und Borussia Mönchengladbach auffällt. Bast entscheidet sich für die Rot-Weissen und spielt ab 1970 in der 1. Bundesliga. Schon im ersten Jahr kommt er als Rechtsaußen auf 22 Einsätze, in denen er drei Tore erzielt. Dennoch können die Essener den Abstieg nicht verhindern.
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José Vítor Roque Júnior wird am 31. August 1976 in Santa Rita do Sapucaí im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais geboren. In der Jugend spielt er für Sao José EC, einem Klub im Osten des Bundesstaates Sao Paulo. Seine Profikarriere beginnt 1995 bei Palmeiras Sao Paulo. Dort entwickelt sich Roque Júnior schnell zu einer festen Größe in der Mannschaft, absolviert mehr als 200 Pflichtspiele und feiert bedeutende Erfolge. Mit dem Verein gewinnt er 1998 die Copa do Brasil und 1999 die Copa Libertadores, die südamerikanische Version der europäischen Champions League.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat August. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Das erste Erstligaspiel in der Geschichte von Bayer 04 bestreitet die Werkself bei den Sportfreunden Katernberg. In das Stadion Am Lindenbruch in diesem Stadtteil von Essen kommen 7.000 Zuschauer. Den ehemals „wüsten“ Platz haben die Katernberger zu einem wahren Schmuckkästchen hergerichtet. Der satte Rasen bietet an diesem Sonntagnachmittag, dem 19. August 1951, die besten Bedingungen für ein gutes Fußballspiel.
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Nach dem durchaus gelungenen Start mit dem 2:1-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg veranstaltet die Werkself einen Teamevent. Mittwochs fährt sie gemeinsam auf den Nürburgring und dreht ein paar schnelle Runden. Trainer Klaus Toppmöller begrüßt diese Aktion, denn sie fördert Zusammenhalt und Integration. Im wöchentlichen Training wird viel an verschiedenen Verhaltensweisen in der Defensive gearbeitet, denn in den letzten Minuten der Partie gegen die Wölfe war der Coach mit dem Pressingverhalten seiner Spieler nicht einverstanden.
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