Trotz des harten Pensums, das Trainer Christoph Daum seiner Truppe zumutet, sprechen die Ergebnisse für sich: 4:0 gegen den tschechischen Zweitligisten Vitkovice, 3:0 gegen das US-Team Orlando Sundogs und vor allem das 2:1 gegen den Bundesliga-Konkurrenten Hamburger SV.
Fünf Jahre später beginnt die Rückrunde nach der Winterpause mit dem 19. Spieltag. Am 26. Januar 2002 kommt Hansa Rostock in die BayArena. Der Tabellenführer Bayer 04 startet mit einem spät erzielten, aber am Ende verdienten 2:0-Sieg. In der Winterpause hat Trainer Klaus Toppmöller seiner Mannschaft den „Vernunftsfußball“ nahegelegt. Es spricht zwar für die Moral einer Truppe, dass sie immer wieder nach Rückständen zurückkommt, aber die ständigen Kraftakte sind nicht beliebig wiederholbar. So kommt es zu diesem glanzlosen, aber geduldig und „vernünftig“ herausgespielten Arbeitssieg.




Die Bayer 04-Fans müssen bis zur 76. Minute auf das erlösende, von Boris Zivkovic erzielte 1:0 warten. Vier Minuten später beseitigt Michael Ballack durch einen verwandelten Elfmeter alle noch vorhandenen Bedenken. Die Werkself fühlt sich gut gerüstet für das eine Woche später stattfindende Spitzenspiel gegen den aktuellen Deutschen Meister FC Bayern München im Münchener Olympiastadion.
Im Video findet ihr ein paar Bilder sowie eine dreiminütige Zusammenfassung des Spiels gegen Hansa Rostock.

Christoph Daum wird am 24. Oktober 1953 in Zwickau geboren. Als Kind gelangt er mit seiner Mutter in den Westen Deutschlands und wächst in Duisburg auf. Schon früh entwickelt er eine große Begeisterung für den Fußball, auch wenn sich schnell zeigt, dass seine Zukunft weniger auf dem Platz als vielmehr an der Seitenlinie liegt. Bereits in jungen Jahren tritt seine Leidenschaft zutage, Dinge zu analysieren, zu erklären und zu verbessern.
Mehr zeigen
Als die Bayer 04-Fußballer 1960 Weihnachten feiern, überwintern sie mit 20:10 Punkten auf dem zweiten Platz der 2. Oberliga West – allerdings bereits mit fünf Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Schwarz-Weiß Essen. Doch im neuen Jahr findet die Mannschaft von Trainer Erich Garske nur schwer in die Spur. Auf ein torloses Remis gegen den Bonner FV im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion folgt eine 1:2-Auswärtsniederlage in Erkenschwick. Auch das darauffolgende Heimspiel bringt nur einen Punkt ein. Die Aufstiegsambitionen schrumpfen damit auf ein Minimum, denn der Rückstand auf den begehrten Platz ist inzwischen auf beachtliche zehn Punkte angewachsen.
Mehr zeigen
Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Februar. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
Mehr zeigen
Es ist der 11. Februar 2006 und Schalke 04 und die Werkself starten um 15.30 Uhr ein Spiel, das am Ende Historisches zu bieten hat – zumindest aus Bayer 04-Sicht.
Mehr zeigen
Als Tabellenführer empfängt die Werkself das abstiegsbedrohte Team von Rhenania Würselen. Am 4. Februar 1951 säumen trotz der sonntäglichen Karnevalsumzüge 5.000 Zuschauer den Spielfeldrand. Und sie sehen eine feldüberlegene Heim-Mannschaft. Ohne den erkrankten Theo Kirchberg und den gesperrten Emil Becks bestürmen die Gastgeber von Beginn an das gegnerische Tor. In der ersten Halbzeit gegen einen starken Wind ankämpfend, erspielt sich Bayer 04 Chance auf Chance, scheitert aber immer wieder am Würselener Torhüter. Nach dem 0:0 zur Halbzeit nimmt sich Karl Heinz Spikofski in der 55. Minute ein Herz und hämmert aus 20 Metern den Ball in die gegnerischen Maschen. Rhenania kann nicht mehr kontern. Bis zum Schluss hält die Belagerung des Würselener Strafraumes an, dennoch bleibt es am Ende bei einem knappen 1:0.
Mehr zeigen