
Vor 20.000 Zuschauern in der Glückauf Kampfbahn stürmen die Knappen auf das von Fredy Mutz glänzend gehütete Tor. Von Beginn an entwickelt sich ein Kampfspiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der 28. Minute kann sich Mittelstürmer Fritz Tiede gegen zwei Schalker Abwehrspieler durchsetzen und verwandelt eiskalt in die lange Ecke. Mit dieser 1:0-Führung geht es in die Pause.
Nach dem Wechsel wird der Druck der Königsblauen immer stärker, doch Torhüter Fredy Mutz wächst über sich hinaus. Und wenn er wirklich einmal geschlagen scheint, dann rettet ein Leverkusener Abwehrbein.



In der 58. Minute sieht Schiedsrichter Halfes aus Rheydt ein Handspiel eines Leverkuseners im Strafraum und entscheidet auf Elfmeter für die Gastgeber. Der Schalker Mittelläufer Paul Matzkowski tritt an und hämmert den Ball aufs Tor. Doch Mutz ahnt die Ecke und kann parieren. Auch beim anschließenden Nachschuss versperrt er dem Ball den Weg ins Tor. In den folgenden Minuten wechseln sich wütende Angriffe der Schalker mit klug vorgetragenen Kontern der Werkself ab, aber es fällt kein weiteres Tor mehr.
Beim Schlusspfiff reißen elf Leverkusener jubelnd die Arme in die Höhe. Mit einer großartigen Abwehrleistung entführen die Farbenstädter beide Punkte aus der Glückauf Kampfbahn und leisten Schützenhilfe für die Geißböcke aus Köln, die nach ihrem Heimsieg gegen den Meidericher SV alleiniger Spitzenreiter der Oberliga West sind.

Jacek Krzynowek wird am 15. Mai 1976 im polnischen Kamiensk geboren und wächst als typischer Junge vom Land auf. Seine Kindheit verbringt er weniger in strukturierten Trainingseinheiten als vielmehr auf einfachen Bolzplätzen, auf denen er stundenlang mit älteren Jungs spielt. Schon früh fällt auf, dass er über eine außergewöhnliche Schusskraft und enorme Laufstärke verfügt. Doch lange ist ihm selbst nicht bewusst, welches Talent in ihm steckt. Während andere von einer großen Karriere träumen, scheint der Profifußball für ihn zunächst eine ferne Welt zu sein, die er nur aus dem Fernsehen kennt.
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Carsten „Calle“ Ramelow wird am 20. März 1974 in Berlin geboren. Seine Fußballkarriere startet er in der Jugend von Tasmania 73, Tennis Borussia, SC Siemensstadt und zu guter Letzt Hertha BSC. Hier feiert er auch 1993 mit der Mannschaft der Hertha-Bubis, der Amateurmannschaft von Hertha BSC, den Einzug ins DFB-Pokalfinale gegen seinen späteren Arbeitgeber Bayer 04 Leverkusen. Aber auch er kann den 1:0-Sieg der Werkself durch ein Tor von Ulf Kirsten nicht verhindern.
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Die Saison 1995/1996 bringt einige Neuerungen. Erstmals bekommt jeder Spieler seine feste Rückennummer und sein Name steht hinten mit auf dem Trikot. Erstmals darf der Trainer dreimal auswechseln und auch erstmals gibt es drei Punkte für einen Sieg. Und erstmals bin ich nicht mehr die Nummer 1 meiner Mannschaft. Ich trage sie zwar auf dem Rücken, aber im Tor hat mir Dirk Heinen den Rang abgelaufen. So sitze ich anfangs etwas beleidigt auf der Reservebank, aber in der Rückrunde dieser Saison merke ich, dass auch ich meinen Beitrag zum Erfolg einer Mannschaft leisten muss.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Mai. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Zum letzten Spiel der erfolgreichen Saison begrüßt der Oberliga-West-Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen den VfL 99 Köln. Die diesmal nur 2.000 Zuschauer sehen eher ein Freundschafts- denn ein Meisterschaftsspiel. Wenig Kampf, wenig Torraumszenen und wenige Kombinationen im Mittelfeld, die das Herz der Besucher erwärmen. Und so muss eine Ecke zur Bayer 04-Führung herhalten. Peter Röger ist mit dem Kopf zur Stelle und nickt in der 43. Minute zur Halbzeitführung ein. Als dann eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff Karl-Heinz Spikofski auf 2:0 erhöht, ist die Entscheidung gefallen. In der letzten Minute können die Kölner noch auf 1:2 verkürzen, aber am Ende gehen die Zuschauer mit Vorfreude auf die erste Saison einer Bayer 04-Mannschaft in der 1. Oberliga West nach Hause.
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