
Schon nach vier Minuten gehen die Schwarz-Roten durch Linksaußen Horst Schultz in Führung. Das Spiel von Bayer 04 vergleicht der Reporter in seinem Zeitungsbericht mit „dem englischen Stil: anspruchslos, kräftig und bei aller Nüchternheit erfolgreich“. Die Borussia versucht auf dem tückischen Schneeboden mit Flachpassspiel zum Erfolg zu kommen, was nur bedingt gelingt. Immerhin kann Alfred Kelbassa für die Schwarz-Gelben in der 28. Minute ausgleichen, aber noch vor der Halbzeit erzielt Leo Bering die erneute Führung für die Bayer-Elf.
In der zweiten Halbzeit berennt der BVB das von Fredy Mutz wieder einmal glänzend gehütete Tor. Mutz, der aufgrund der Kälte mit einem Trainingsanzug spielt, kann kurz nach der Pause den Ausgleich durch Wolfgang Peters nicht verhindern. Aber es dauert auch diesmal nur zehn Minuten, bis erneut Leo Bering die Werkself wieder in Führung bringt. Wütend rollt ein Borussen-Angriff nach dem anderen auf das Bayer 04-Tor, aber die Mannen um Stopper Peter Röger lassen keinen weiteren Treffer mehr zu.
Fazit des Kicker über die Werkself: „Die Elf verzichtet auf jedes Blendwerk. Deshalb unterschätzt man sie offenbar. Jeder Spieler erscheint durchgearbeitet und hält sich für einen bescheidenen Diener am Mannschaftsganzen.“
Außerdem besucht ein Zeitungsreporter nach dem Spiel die Bayer 04-Kabine und stellt fest, „dass selten eine herzlichere Harmonie zwischen den Spielern und den Offiziellen des Vereins geherrscht hat. Auch in dieser geistigen Haltung wird die Lösung des Rätsels der anhaltenden Bayer-Erfolge liegen.“
Harmonie hat für den sportlichen Erfolg noch nie geschadet, das haben wir letzte Saison erleben dürfen.

Christoph Daum wird am 24. Oktober 1953 in Zwickau geboren. Als Kind gelangt er mit seiner Mutter in den Westen Deutschlands und wächst in Duisburg auf. Schon früh entwickelt er eine große Begeisterung für den Fußball, auch wenn sich schnell zeigt, dass seine Zukunft weniger auf dem Platz als vielmehr an der Seitenlinie liegt. Bereits in jungen Jahren tritt seine Leidenschaft zutage, Dinge zu analysieren, zu erklären und zu verbessern.
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Als die Bayer 04-Fußballer 1960 Weihnachten feiern, überwintern sie mit 20:10 Punkten auf dem zweiten Platz der 2. Oberliga West – allerdings bereits mit fünf Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Schwarz-Weiß Essen. Doch im neuen Jahr findet die Mannschaft von Trainer Erich Garske nur schwer in die Spur. Auf ein torloses Remis gegen den Bonner FV im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion folgt eine 1:2-Auswärtsniederlage in Erkenschwick. Auch das darauffolgende Heimspiel bringt nur einen Punkt ein. Die Aufstiegsambitionen schrumpfen damit auf ein Minimum, denn der Rückstand auf den begehrten Platz ist inzwischen auf beachtliche zehn Punkte angewachsen.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Februar. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Es ist der 11. Februar 2006 und Schalke 04 und die Werkself starten um 15.30 Uhr ein Spiel, das am Ende Historisches zu bieten hat – zumindest aus Bayer 04-Sicht.
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Als Tabellenführer empfängt die Werkself das abstiegsbedrohte Team von Rhenania Würselen. Am 4. Februar 1951 säumen trotz der sonntäglichen Karnevalsumzüge 5.000 Zuschauer den Spielfeldrand. Und sie sehen eine feldüberlegene Heim-Mannschaft. Ohne den erkrankten Theo Kirchberg und den gesperrten Emil Becks bestürmen die Gastgeber von Beginn an das gegnerische Tor. In der ersten Halbzeit gegen einen starken Wind ankämpfend, erspielt sich Bayer 04 Chance auf Chance, scheitert aber immer wieder am Würselener Torhüter. Nach dem 0:0 zur Halbzeit nimmt sich Karl Heinz Spikofski in der 55. Minute ein Herz und hämmert aus 20 Metern den Ball in die gegnerischen Maschen. Rhenania kann nicht mehr kontern. Bis zum Schluss hält die Belagerung des Würselener Strafraumes an, dennoch bleibt es am Ende bei einem knappen 1:0.
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