
Bayer-Trainer Erich Garske verzichtet auf einige Stammkräfte und setzt stattdessen auf Spieler aus der zweiten Reihe sowie der Amateurmannschaft. Ohne Leistungsträger wie Stammtorhüter Fredy Mutz, die Zwillingsbrüder Karl und Martin Gramminger sowie Werner Torner und Hans-Otto Peters gerät die Werkself früh unter Druck.
In der 11. Minute bringt Horst Maier die Schwarz-Gelben verdient mit 1:0 in Führung. Zwar gelingt Reiner Arenz in der 20. Minute der Ausgleich für Bayer 04, doch noch vor der Pause stellt Schlebuschs Rechtsaußen Johann Stahlberg den alten Abstand wieder her – 2:1 für den Außenseiter.
Nach dem Seitenwechsel erhöht der SV Schlebusch in der 54. Minute gar auf 3:1. Die Werkself übernimmt nun zwar das Kommando und erarbeitet sich mehrere Chancen, scheitert jedoch entweder an der kompromisslosen Abwehr um Matthias Valentin – einem früheren langjährigen Schiedsrichterbetreuer von Bayer 04 – oder am überragenden Torwart Werner Steilen.
Steilen, ein ehemaliger Jugendspieler von Bayer 04, der in den 1950er-Jahren sogar eine Einladung zur DFB-Jugendnationalmannschaft erhalten hatte, wächst in diesem Spiel buchstäblich über sich hinaus. In der Saison 1955/56 hatte er in der Oberliga West dreimal für den verletzten Fredy Mutz zwischen den Pfosten gestanden, ansonsten jedoch überwiegend für die Amateurmannschaft gespielt. Nun aber glänzt er gegen seine alten Kollegen – unter anderem mit Paraden gegen Heinz Höher und Werner Röhrig – und sichert seinem Team den sensationellen Erfolg.
Nach dem Schlusspfiff gibt es kein Halten mehr: Der SV Schlebusch wird frenetisch gefeiert, der kleine Verein hat den großen Nachbarn niedergerungen. Zwar ist in der nächsten Pokalrunde gegen den 1. FC Köln Endstation – die Geißböcke setzen sich klar mit 4:0 durch –, doch der historische Sieg gegen Bayer 04 bleibt im Stadtteil unvergessen.
Und: Acht Jahre später, im Jahr 1968, gelingt dem SV Schlebusch ein ähnlicher Coup noch einmal. Sie schlagen den Regionalliga West-Meister mit 1:0 und schmeißen die Werkself aus dem Pokal.

Hans Sarpei wird am 28. Juni 1976 in Tema in Ghana geboren und kommt mit seinen Eltern als Dreijähriger nach Deutschland, wo er in Köln aufwächst. Seine Mutter und sein Vater arbeiten schon vor seiner Geburt zeitweise in Hamburg im Import-Export-Bereich. Dort lernen sie einen älteren Mann kennen, der ihnen die deutsche Kultur näher bringt und sie unterstützt. Aus Dankbarkeit erhält Hans später dessen Vornamen, obwohl dieser Mann bereits vor seiner Geburt verstirbt. Hans stammt aus einer sportlichen Familie, sein älterer Bruder Edward sowie seine Neffen Hans Nunoo Sarpei und Kingsley Sarpei waren beziehungsweise sind ebenfalls Profi-Fußballer.
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Hans-Josef („Sepp“) Kretschmann wird am 3. Juni 1953 der fünfte Trainer der Vereinsgeschichte von Bayer 04 Leverkusen. Der am 21. März 1902 im ostpreußischen Allenstein geborene Fußballlehrer widmet sich nach dem Studium erst dem Lehrerberuf, um dann später auf den Fußball umzusatteln. Er übernimmt die Werkself von Franz Strehle, unter dem die Mannschaft zweimal die Klasse in der 1. Oberliga West halten konnte. Aber Strehle verlängerte nach diesen zwei recht erfolgreichen Jahren seinen Vertrag in Leverkusen nicht mehr.
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Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord im Sommer 1975 kämpft Bayer 04 nur acht Monate später gegen den Abstieg. Der Verein erwartet von allen vollen Einsatz in dieser prekären Situation. Aufstiegstrainer Manfred Rummel soll seinen Hauptberuf als Lehrer im Beamtenstatus an der Sonderschule Mülheim aufgeben und Vollzeit-Trainer bei Bayer 04 werden. Der bei der Mannschaft sehr beliebte Coach sieht sich nicht in der Lage, diesem Anliegen des Klubs zu entsprechen. Trotz eines 2:0-Heimspiel-Erfolges gegen die SpVgg Erkenschwick wird Manfred Rummel im „partnerschaftlichen Einvernehmen“ beurlaubt.
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Bayer 04 bestreitet als feststehender Aufsteiger in die 1. Oberliga West schon in der zweiten Mai-Hälfte 1951 Freundschaftsspiel an Freundschaftsspiel. Und das geht auch den ganzen folgenden Monat weiter so.
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Jacek Krzynowek wird am 15. Mai 1976 im polnischen Kamiensk geboren und wächst als typischer Junge vom Land auf. Seine Kindheit verbringt er weniger in strukturierten Trainingseinheiten als vielmehr auf einfachen Bolzplätzen, auf denen er stundenlang mit älteren Jungs spielt. Schon früh fällt auf, dass er über eine außergewöhnliche Schusskraft und enorme Laufstärke verfügt. Doch lange ist ihm selbst nicht bewusst, welches Talent in ihm steckt. Während andere von einer großen Karriere träumen, scheint der Profifußball für ihn zunächst eine ferne Welt zu sein, die er nur aus dem Fernsehen kennt.
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