
„Das Eckenverhältnis des gestrigen Spieles – 10:2 für Kalk – spricht Bände, gestattet erst eine einwandfreie Betrachtung dieses Meisterschaftsspieles von sehr zweifelhafter Meisterschaft. Die Wertungsskala der Leverkusener Mannschaft: Torhüter: vorzüglich, Verteidigung: zufriedenstellend, Läuferreihe: schwach, Sturm: des Sängers oder vielmehr des Berichterstatters Höflichkeit decke den Mantel der Nächstenliebe über die Tätigkeit der ersten Fünf.“
Aber der Berichterstatter, wie er sich selber nennt, hat lobende Worte für den Schiedsrichter:
„Der 23. Mann auf dem Felde, der Schiedsrichter, leitete mit herzerfrischender Klarheit und Unbestechlichkeit. Er verstand sein Metier und behielt das Spiel von Anfang bis Ende fest in der Hand. Mehr als einmal ging das Gespenst der Platzverweisung durch die Spielerreihen und auch die Zuschauermenge, die zeitweise lebhaft assistierte, bekam den festen Willen des Spielleiters zu verspüren. In der Mitte der zweiten Halbzeit fühlten sich zwei der Leverkusener Zaungäste angeregt, einen Zwischenakt im Boxen und Ringen einzuschlagen. Der Schiedsrichter brachte diesem Match Verständnis entgegen durch Unterbrechung des Spieles. Über den Ausgang sagen wir ruhig Keilerei, war positives nichts zu erfahren.“
Die Schwarz-Roten erwischten einen rabenschwarzen Tag und „ihre schon oft bewiesene Schussunfähigkeit machte sich auch wieder bemerkbar. Die Elf war völlig kopflos und je mehr die Zuschauer sich bemühten durch wohlmeinende Zurufe und Ratschläge oder weniger wohlmeinende Kritiken etwas Schwung hineinzubringen, desto unsicherer und gleichgültiger schienen die Spieler zu werden.“
Nach dem Rückstand zur Pause konnte die Werkself überraschend durch zwei Tore ihres Stürmers Josef Bönnen, der seine „Schussunfähigkeit“ wohl mal kurzzeitig vergessen hatte, in Führung gehen, doch nach dem Ausgleich „bekam der Torhüter Leverkusens ungewöhnlich reiche Arbeit, hielt aber die schwierigsten Sachen. Ihm allein verdanken die Heimischen das Unentschieden.“
Fazit: „Leverkusen bereitete seinen Anhängern eine Enttäuschung und der erzielte halbe Erfolg ist ein glücklicher zu nennen.“

Christoph Daum wird am 24. Oktober 1953 in Zwickau geboren. Als Kind gelangt er mit seiner Mutter in den Westen Deutschlands und wächst in Duisburg auf. Schon früh entwickelt er eine große Begeisterung für den Fußball, auch wenn sich schnell zeigt, dass seine Zukunft weniger auf dem Platz als vielmehr an der Seitenlinie liegt. Bereits in jungen Jahren tritt seine Leidenschaft zutage, Dinge zu analysieren, zu erklären und zu verbessern.
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Als die Bayer 04-Fußballer 1960 Weihnachten feiern, überwintern sie mit 20:10 Punkten auf dem zweiten Platz der 2. Oberliga West – allerdings bereits mit fünf Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Schwarz-Weiß Essen. Doch im neuen Jahr findet die Mannschaft von Trainer Erich Garske nur schwer in die Spur. Auf ein torloses Remis gegen den Bonner FV im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion folgt eine 1:2-Auswärtsniederlage in Erkenschwick. Auch das darauffolgende Heimspiel bringt nur einen Punkt ein. Die Aufstiegsambitionen schrumpfen damit auf ein Minimum, denn der Rückstand auf den begehrten Platz ist inzwischen auf beachtliche zehn Punkte angewachsen.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Februar. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Es ist der 11. Februar 2006 und Schalke 04 und die Werkself starten um 15.30 Uhr ein Spiel, das am Ende Historisches zu bieten hat – zumindest aus Bayer 04-Sicht.
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Als Tabellenführer empfängt die Werkself das abstiegsbedrohte Team von Rhenania Würselen. Am 4. Februar 1951 säumen trotz der sonntäglichen Karnevalsumzüge 5.000 Zuschauer den Spielfeldrand. Und sie sehen eine feldüberlegene Heim-Mannschaft. Ohne den erkrankten Theo Kirchberg und den gesperrten Emil Becks bestürmen die Gastgeber von Beginn an das gegnerische Tor. In der ersten Halbzeit gegen einen starken Wind ankämpfend, erspielt sich Bayer 04 Chance auf Chance, scheitert aber immer wieder am Würselener Torhüter. Nach dem 0:0 zur Halbzeit nimmt sich Karl Heinz Spikofski in der 55. Minute ein Herz und hämmert aus 20 Metern den Ball in die gegnerischen Maschen. Rhenania kann nicht mehr kontern. Bis zum Schluss hält die Belagerung des Würselener Strafraumes an, dennoch bleibt es am Ende bei einem knappen 1:0.
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