Mottenkiste: Niederlage im Spitzenspiel

Die Rheinbezirksligen 1 und 2 sind nach dem 2. Weltkrieg der Unterbau der höchsten westdeutschen Spielklasse, der 1. Oberliga West. In der Gruppe 1 kommt es am 23. Januar 1949 zum Spitzenspiel: Der Tabellenführer Bayer 04 muss zum Verfolger Preußen Dellbrück.
crop_19490123_Helmut_Rennen_1.jpg

Vor ausverkauftem Haus entwickelt sich ein hartes Kampfspiel, in dem die Preußen zur Pause mit 2:0 in Führung liegen. In der zweiten Hälfte drückt die Werkself aufs Tempo und den Gegner in die eigene Hälfte. Mittelstürmer Helmut Laaser und Mittelfeldstratege Richard Job treffen in der 52. und 68. Minute zum verdienten Ausgleich. Keine sieben Minuten nach dem 2:2 rettet ein Dellbrücker Abwehrspieler per Hand auf der Torlinie. Den fälligen Strafstoß setzt Richard Job neben das Tor. Weitere sieben Minuten später der Nackenschlag: Preußen-Mittelstürmer Schmidt schießt sein drittes Tor und macht die Meisterschaft wieder spannend.

Trotz dieser 2:3-Niederlage ist Bayer 04 am Ende der Saison Meister der Rheinbezirksliga 1, muss sich aber dem 1. FC Köln in den Relegationsspielen um den Aufstieg in die 1. Oberliga West in zwei Spielen geschlagen geben. Die Farbenstädter gehören ab der Saison 1949/50 der neu gegründeten 2. Oberliga West an.

crop_19490123_75_Richard_Job_schisst_Elfmeter_neben_das_Tor.jpg

Die Bilder zeigen deutlich, wie wichtig der Fußball für die Menschen schon vor 70 Jahren war. Die Massen stehen am Spielfeldrand und beim verschossenen Elfmeter sieht man Zuschauer sogar neben dem Tor auf dem Feld, einer mit Kamera in der Hand. Man kann die aufgeheizte Stimmung im Preußen-Stadion direkt fühlen…

Ähnliche News

Geburtstagskind des Monats Oktober
Bayer 04 - 01.10.2026

Geburtstagskind des Monats 1: Harry Gniech wird 75

Harry Gniech erblickt am 14.10.1951 in Leverkusen-Schlebusch das Licht der Welt. Mit sechs Jahren kommt er zum SV Bayer 04, zunächst zur Leichtathletik. Eigentlich will der Junge Fußball spielen, darf aber erst mit neun Jahren zu den Fußballern wechseln. Schnell wird Harry im Mittelfeld zum Spielmacher. Trotz seines Talents ist der Weg von der Jugend in den Lizenzkader damals weit. In der Saison 1973/74 setzt ihn sein ehemaliger A-Jugendtrainer Friedhelm Renno, der mittlerweile die erste Mannschaft von Bayer 04 trainiert, zum ersten Mal in einem Spiel der Vertragsspieler-Mannschaft ein.

Mehr zeigen
Henrique
Bayer 04 - 01.10.2026

Geburtstagskind des Monats 2: Henrique wird 40

Henrique Adriano Buss, genannt Henrique, kommt am 14. Oktober 1986 im brasilianischen Marechal Cândido Rondon zur Welt, einer Stadt im brasilianischen Bundesstaat Parana. Mit 13 Jahren wechselt er zum Coritiba FC und schafft 2006 den Sprung in die erste Mannschaft. Henrique steigt mit dem Team in die 1. brasilianische Liga auf und wechselt zum FC Palmeiras. Nach nur fünf Spielen für den neuen Klub wird der 1,85 Meter große Innenverteidiger 2008 vom FC Barcelona für zehn Millionen Euro verpflichtet und von Bayer 04 gegen eine Gebühr von 400.000 Euro für ein Jahr ausgeliehen.

Mehr zeigen
Constant Djakpa
Bayer 04 - 01.10.2026

Geburtstagskind des Monats 3: Constant Djakpa wird 40

Constant Djakpa wird am 17. Oktober 1986 in Abidjan in der Elfenbeinküste geboren. Schon im Alter von fünf Jahren beginnt er mit dem Fußballspielen. Seine ersten Schritte im Profifußball macht er beim Stella Club d’Adjamé, bevor er nach Norwegen zu Sogndal IL wechselt. Über den rumänischen Verein Pandurii Târgu Jiu führt sein Weg schließlich nach Deutschland.

Mehr zeigen
Tore des Monats Oktober
Bayer 04 - 01.10.2026

Tore des Monats: Von Glowacz bis Bellarabi

Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Oktober. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.

Mehr zeigen
Die Werkself im Jahr 1966
Bayer 04 - 01.10.2026

Mottenkiste: Vor 60 Jahren – Der Streik

In der ersten Oktoberwoche des Jahres 1966 entscheiden sich die Vertragsfußballspieler zu einem ungewöhnlichen Schritt – sie treten in den Streik. Sie sehen sich zu dieser bis dato wenig üblichen Selbsthilfe gezwungen, damit sie ihren Forderungen nach einer gerechten Bezahlung mehr Nachdruck verleihen können. Bei drei Unentschieden, so folgern sie, steht ihnen eine Prämie zu, zumindest ist eine Punktprämie von 75 D-Mark vor Saisonbeginn vereinbart worden.

Mehr zeigen