
Die neue Saison ist noch nicht mal eine Minute alt, da hat Karl Heinz Spikofski zugeschlagen und die Schwarz-Roten in Führung gebracht. Doch die Gastgeber, die seit vier Jahren in der 1. Oberliga West spielen, können vom Anstoß weg kontern. Durch einen Handelfmeter gelingt ihnen der Ausgleich. Als dann weitere zwei Minuten später Bayer 04 erneut durch seinen Mittelfeld-Regisseur Richard Job in Führung geht, scheint sich ein sehr interessanter Nachmittag anzubahnen.
Niemand im Stadion hat mit dieser Leistung der Werkself gerechnet. Der Ball läuft wie an der Schnur gezogen durch die Reihen der Bayer 04-Spieler. Sehr oft wandert er über sechs, sieben Stationen, ohne dass die in grünen Trikots spielenden Katernberger an den Ball kommen. Ohne Nervosität legen die Leverkusener von Beginn an los, als würden sie schon jahrelang in der 1. Oberliga West spielen.
Die Werkself trifft noch zweimal die Latte, ehe Richard Job und Mittelstürmer Emil Becks in der 34. und 36. Minute für zwei weitere Tore sorgen – es steht 4:1 für die Gäste und die Zuschauer in Katernberg reiben sich die Augen. Beim Halbzeitpfiff scheint die Partie entschieden.
Aber in der zweiten Halbzeit zeigen die Hausherren den Leverkusenern, wie in der 1. Oberliga West um den Sieg und die Punkte gekämpft wird. Der Katernberger Trainer stellt seine Mannschaft um und nach dem frühen 2:4 in der 49. Minute fängt das Stadion an zu brodeln. Während bei den Schwarz-Roten mit zunehmender Spieldauer die Kondition nachlässt, kommt bei den Sportfreunden immer mehr Ordnung ins Spiel. Im Katernberger Hexenkessel – im Volksmund „Monte Katerno“ genannt, weil die Punkte hier besonders hoch hängen – verliert die Werkself vollkommen den Faden. Als in der 73. Minute der Anschlusstreffer fällt, ist der Ausgleich eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Einen der wenigen Gegenangriffe nutzt Linksaußen Paul Wiorek jedoch in der 88. Minute zur Entscheidung.
So fahren alle Bayer 04-Fans nach diesem 5:3-Sieg mit dem Gefühl nach Hause, dass sie in dieser Saison wohl kein Kanonenfutter für die Gegner in der 1. Oberliga West sein werden.

Michael Ballack wird am 26. September 1976 in Görlitz in der damaligen DDR geboren. Schon früh zeigt sich sein Talent für den Fußball. Nach dem Umzug seiner Familie nach Karl-Marx-Stadt, das heutige Chemnitz, beginnt er bei der BSG Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt mit dem Fußballspielen, wobei er seine Fähigkeiten stetig weiterentwickelt. Ab dem siebten Schuljahr besucht er die Kinder- und Jugendsporthochschule und erhält eine systematische Sportförderung, die 1988, begründet mit seiner wachsenden Spielstärke, zu einem Wechsel zum FC Karl-Marx-Stadt führt. Mit 16 Jahren muss er aufgrund von Wachstumsproblemen ein halbes Jahr pausieren, aber dann ist Michael nicht mehr aufzuhalten.
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José Elias Moedim Júnior, genannt Zé Elias, wird am 25. September 1976 in Sao Paulo geboren. Seine fußballerische Ausbildung erhält er bei Sport Club Corinthians Paulista, kurz Corinthians, und wird bereits mit 17 Jahren in die erste Mannschaft hochgezogen. Schon jetzt wird die PSV Eindhoven auf ihn aufmerksam, aber der Schritt nach Europa kommt für ihn noch zu früh. Der zweikampfstarke defensive Mittelfeldspieler etabliert sich in den folgenden drei Jahren bei den Profis. Mit Corinthians gewinnt Zé Elias 1995 die Stadtmeisterschaft von Sao Paulo und den brasilianischen Pokal. Mit seiner guten Übersicht, seinem Einsatzwillen und seiner sicheren Ballkontrolle trägt er wesentlich zum Erfolg seiner Mannschaft bei.
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Im zweiten Jahr in der 2. Bundesliga Nord trifft die Werkself am 7. Spieltag im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion auf die Fortuna aus Köln. Beide Mannschaften stehen punktgleich mit 7:5 Punkten auf den Tabellenplätzen 8 und 9.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat September. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Der September startet mit einem Debakel, aber nicht für die Werkself: Die deutsche Nationalmannschaft mit den Bayer 04-Spielern Jens Nowotny, Michael Ballack und Oliver Neuville erleidet im Münchener Olympiastadion in der WM-Qualifikation eine 1:5-Schlappe gegen England. Und vor allem Jens Nowotny wird scharf kritisiert. Mit dieser Niederlage steht die direkte Qualifikation der DFB-Elf auf wackeligen Beinen.
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