Am Freitag, 3. August, fliegt die Werkself an die Ostsee und bereitet sich auf den zweiten Spieltag gegen Hansa Rostock vor. Im Hinterkopf das anstehende Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Roter Stern Belgrad. Für den verletzten Michael Ballack spielt Diego Placente, ansonsten laufen dieselben Spieler auf wie eine Woche zuvor.
Die Werkself ist im Ostseestadion von Anfang an hochkonzentriert, hat das Spiel sofort im Griff und geht in der 12. Minute durch Yildiray Bastürk 1:0 in Führung. Ze Roberto trifft vor der Pause noch einmal den Pfosten. Mit einer verdienten Führung geht es in die Kabine. Die zweite Halbzeit beginnt mit einem Paukenschlag. Der Rostocker Mittelstürmer Bachirou Salou tankt sich gegen drei Leverkusener Abwehrspieler durch und scheitert lediglich am glänzend reagierenden Bayer 04-Keeper Hans-Jörg Butt.
Hansa Rostock macht jetzt mehr Betrieb. Die Werkself reagiert nur noch, steht nicht mehr so eng am Mann, aber sie kontert geschickt. In der 65. Minute netzt Routinier Ulf Kirsten nach Vorlage von Oliver Neuville zum 2:0 ein. Und in der 76. Minute läuft Lucio in unnachahmlicher Manier über den halben Platz, bedient Zoltan Sebescen, der den Ball mit links zum dritten Treffer versenkt. Insgesamt ist die Werkself die bessere Mannschaft und fliegt verdient mit drei Punkten im Gepäck in die Heimat.
Vier Tage später steigt das Hinspiel in der CL-Quali gegen Roter Stern Belgrad. Der brasilianische Nationaltrainer Luis Felipe Scolari bedrängt Lucio, auf dieses für Bayer 04 so wichtige Spiel zu verzichten und schon eine Woche vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Paraguay zu einem Freundschaftsspiel gegen Panama nach Brasilien zu kommen. Er lockt Lucio mit der Kapitänsbinde und droht bei Nichterscheinen mit der Verbannung aus der Nationalelf. Der FIFA-Abstellungszeitraum beginnt allerdings erst nach dem Spiel gegen den FC Bayern, so dass Bayer 04 und Lucio richtig handeln: Der Innenverteidiger reist nicht vorzeitig nach Südamerika. Trotzdem verlangt Bayer 04-Manager Reiner Calmund vom brasilianischen Verband ein Schreiben, das erklärt, dass Lucio erst am Sonntag nach dem Heimspiel gegen die Bayern in Brasilien eintreffen muss.
Zum Champions-League-Qualifikationsspiel im mit 50.000 Zuschauern voll besetzen Belgrader „Marakana“ muss Bayer 04-Trainer „Topmeier“, wie es auf dem Aufstellungsbogen zu lesen ist, auf den an einem Jochbeinbruch leidenden Ze Roberto und immer noch auf Michael Ballack verzichten. Mit einer taktisch sehr disziplinierten Leistung unterstreicht die Werkself ihre Ambitionen auf die Champions League und fährt mit einem verdienten 0:0 nach Hause. Im Rückspiel in zwei Wochen kann mit einem Sieg alles klargemacht werden.
Zum nächsten Heimspiel am 11. August kommen dann die Bayern. In der mit 22.500 Zuschauern ausverkauften BayArena wechselt Trainer Klaus Toppmöller nur einmal die Startelf gegenüber dem Spiel in Belgrad – für Boris Zivkovic läuft Jurica Vranjes auf. Die Werkself hat das Spiel mit einer hochkonzentrierten Leistung in der Defensive, einem Carsten Ramelow als effektiven Abfangjäger im Mittelfeld und hohem Laufaufwand in der Rückwärtsbewegung weitestgehend unter Kontrolle. Allerdings fällt erst spät in der zweiten Halbzeit durch Mittelstürmer Ulf Kirsten nach Vorarbeit von Oliver Neuville die verdiente Führung. Erst jetzt raffen die Bayern sich auf und übernehmen die Spielkontrolle. In der 79. Minute, zehn Minuten nach der Führung der Werkself, erzielt Bayern-Mittelstürmer Giovane Elber den Ausgleich. Dabei bleibt es bis zum Schluss. Ein unverdienter Punkt für den Meister und die Werkself zeigt, dass sie entgegen der Vorhersagen vor der Saison oben angreifen will. Oliver Neuville sagt dem „Kicker“: „Wir sind stärker und konstanter als im vergangenen Jahr und da sind wir trotz vieler großer Probleme Vierter geworden. Wir sind ein Titelkandidat.“
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Eine Woche später fährt Bayer 04 nach Gelsenkirchen. Alles dreht sich dort um die historische Stadioneröffnung, denn die Schalker haben mit der „Arena AufSchalke“ ein neues sportliches Zuhause und in zwei Auswärtsspielen zuvor einen Punkt geholt. Jetzt soll zur Eröffnung der Arena der erste Dreier der Saison her.
Die Werkself hat Michael Ballack wieder zur Verfügung, der für Jurica Vranjes in die Startelf rutscht. Aber in der ersten Halbzeit hat Bayer 04 arge Probleme mit dem massiven Pressing der Schalker und liegt zur Pause mit 0:2 hinten, auch wenn der Foulelfmeter zum zweiten Schalker Treffer eine Fehlentscheidung ist. Nach einer Stunde verkürzt Ballack auf 1:2. Als Ulf Kirsten in der 73. Minute der Ausgleich gelingt, stehen die Zeichen für die Werkself auf Sieg, aber Schalke 04 geht in der 80. Minute nach einem Konter erneut mit 3:2 in Führung. In der Nachspielzeit bekommt Bayer 04 einen Freistoß an der Strafraumgrenze zugesprochen. Bernd „Schnix“ Schneider legt sich den Ball zurecht, nimmt einen Schritt Anlauf und zirkelt den Ball über die Mauer zum hochverdienten Ausgleich ins Netz. Nach dem vierten Spieltag steht Bayer 04 mit acht Punkten auf dem vierten Tabellenplatz, vier Punkte hinter Tabellenführer Borussia Dortmund.



Am Dienstag, 21. August 2001, steigt das so wichtige Rückspiel gegen Roter Stern Belgrad. Trainer Klaus Toppmöller stellt dieselbe Elf auf wie drei Tage zuvor beim Spiel auf Schalke. Mit hohem Tempo nimmt die Werkself ihrem Gegner von Beginn an die Luft zum Atmen. In der Deckung räumen Jens Nowotny und Lucio kompromisslos auf; mit ihnen sorgt der stellungssichere und zweikampfstarke Carsten Ramelow für eine kompakte Defensive. Schon in der 13. Minute geht Bayer 04 durch den überragenden Oliver Neuville mit 1:0 in Führung. Ulf Kirsten erhöht in der 31. Minute auf 2:0 – das ist auch der Halbzeitstand. Nach einer Stunde sorgt erneut Oliver Neuville für die endgültige Entscheidung. Mit diesem hoch verdienten Erfolg qualifiziert sich die Werkself für die erste Gruppenphase der Champions League und zieht drei Tage später bei der Auslosung in Monaco Olympique Lyon, FC Barcelona und Fenerbahce Istanbul als Gegner.
Am Wochenende darauf steigt die erste Runde im DFB-Pokal. Die fünf Bundesligisten Hansa Rostock, Energie Cottbus, Borussia Dortmund, FC St. Pauli und der 1. FC Nürnberg müssen schon früh in diesem Wettbewerb gegen unterklassige Gegner die Segel streichen. Die Werkself bekommt es mit dem Regionalligisten Jahn Regensburg zu tun. In diesem Spiel nutzt Trainer Klaus Toppmöller die Chance, Michael Ballack und Yildiray Bastürk eine Pause zu geben. Für die beiden laufen Jurica Vranjes und Pascal Ojigwe auf. Ze Roberto fällt noch immer wegen seines Jochbeinbruches aus.
Ulf Kirsten sorgt in der 13. Minute für Beruhigung auf der Bayer 04-Bank. Die Werkself spielt sehr variabel, entscheidet die meisten Zweikämpfe für sich und hält den Ball in den eigenen Reihen. Doch die Regensburger bieten Paroli und fahren einige brandgefährliche Konter. Nach dem 2:0 in der 54. Minute durch Lucio erlahmt der Widerstand der Jahn-Spieler und die Werkself ist jetzt Herr im Hause. Als dann sieben Minuten nach dem zweiten Treffer Bernd Schneider erneut einnetzt, ist die Entscheidung gefallen – Bayer 04 steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals.

Dieter Bast wird am 28. August 1951 in Oberhausen geboren. In der Jugend des Oberhausener Ortsteilvereins DJK Arminia Klosterhardt beginnt er mit dem Kicken. Während seiner Ausbildung zum Werkzeugmacher wechselt er zum Nachbarverein Sterkrade 06/07 in die A-Jugend, wo er den Bundesligisten Rot-Weiss Essen und Borussia Mönchengladbach auffällt. Bast entscheidet sich für die Rot-Weissen und spielt ab 1970 in der 1. Bundesliga. Schon im ersten Jahr kommt er als Rechtsaußen auf 22 Einsätze, in denen er drei Tore erzielt. Dennoch können die Essener den Abstieg nicht verhindern.
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José Vítor Roque Júnior wird am 31. August 1976 in Santa Rita do Sapucaí im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais geboren. In der Jugend spielt er für Sao José EC, einem Klub im Osten des Bundesstaates Sao Paulo. Seine Profikarriere beginnt 1995 bei Palmeiras Sao Paulo. Dort entwickelt sich Roque Júnior schnell zu einer festen Größe in der Mannschaft, absolviert mehr als 200 Pflichtspiele und feiert bedeutende Erfolge. Mit dem Verein gewinnt er 1998 die Copa do Brasil und 1999 die Copa Libertadores, die südamerikanische Version der europäischen Champions League.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat August. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Das erste Erstligaspiel in der Geschichte von Bayer 04 bestreitet die Werkself bei den Sportfreunden Katernberg. In das Stadion Am Lindenbruch in diesem Stadtteil von Essen kommen 7.000 Zuschauer. Den ehemals „wüsten“ Platz haben die Katernberger zu einem wahren Schmuckkästchen hergerichtet. Der satte Rasen bietet an diesem Sonntagnachmittag, dem 19. August 1951, die besten Bedingungen für ein gutes Fußballspiel.
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Nach dem durchaus gelungenen Start mit dem 2:1-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg veranstaltet die Werkself einen Teamevent. Mittwochs fährt sie gemeinsam auf den Nürburgring und dreht ein paar schnelle Runden. Trainer Klaus Toppmöller begrüßt diese Aktion, denn sie fördert Zusammenhalt und Integration. Im wöchentlichen Training wird viel an verschiedenen Verhaltensweisen in der Defensive gearbeitet, denn in den letzten Minuten der Partie gegen die Wölfe war der Coach mit dem Pressingverhalten seiner Spieler nicht einverstanden.
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