Mottenkiste: „Mensch, war dat ‘n dicker Hund“

Vor 70 Jahren kommt der 1. FC Köln zum ersten Oberliga-West-Duell in den alten Stadtpark. Begleitet von 3.000 Kölnern nimmt der FC sofort das Spielgeschehen in die Hand, geht in der 8. Minute durch Hans Schäfer, den späteren Weltmeister von 1954, mit 1:0 in Führung und hat auch in der Folgezeit mehr vom Spiel. Bayer 04 kann nur den Kampfgeist entgegensetzen und einen überragenden Torwart Fredi Mutz.
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Ab der 50. Minute versuchen die Kölner vor dem mit 20.000 Fans ausverkauften Haus das Resultat zu verwalten. Dann kommt die 80. Minute. Da fällt es Mittelstürmer Bubi Becks urplötzlich ein, seinen Bewacher Hennes Weisweiler energisch abzuschütteln und den Ball ins Netz zu hämmern. Da toben die bis dahin doch recht kleinlauten schwarz-roten Anhänger, der Stadtpark wird zum Tollhaus.

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Sie haben sich gerade über den doch recht glücklichen Ausgleich beruhigt, als abermals Becks die Torlinie entlangläuft, die Kölner Abwehrspieler narrt und mit letzter Kraft den Ball zum freistehenden Karl-Heinz Spikofski spitzelt, der überlegt ins Eck schiebt. In drei Minuten schießt die Bayer-Mannschaft zwei Tore, nachdem ihnen in den vorangegangenen 80 Minuten nicht viel gelungen ist.

Sowohl Fans als auch die Mannschaft des „FC Sülz-Klettenberg“ (Kölnische Rundschau) fahren unglücklich nach Hause. Der Spruch eines Bayer 04-Fans spiegelt das wider, was viele der 17.000 Werkselfanhänger fühlen: „Mensch, war datn dicker Hund!“

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