
Das Spiel beginnt ruhig und fair. Bayer 04 drängt auf die Führung, doch August Schiefer, Manfred Höher und Theo Kirchberg lassen beste Gelegenheiten aus. Mit einem Konter geht Eickel in Führung und die Werkself nutzt selbst einen Handelfmeter nicht zum Ausgleich. So geht es mit der Führung für die Gäste in die Halbzeit.
In der zweiten Hälfte gelingt schnell der Ausgleich, aber Eickel kontert prompt mit der erneuten Führung. Wütend verschärft Bayer 04 das Tempo. Und innerhalb kürzester Zeit wird das Spiel in eine 4:2-Führung gedreht. Manfred Höher, Bubi Becks und August Schiefer sind erfolgreich. Jetzt beginnt das Spiel zu eskalieren.
Erst tritt der Eickeler Spieler Ratajczak den Bayer 04-Verteidiger Jakob Kaiser, der sich aber nicht lumpen lässt und direkt zurücktritt – beide fliegen vom Platz. Gästetorwart Golbach lässt sich auf Diskussionen mit hinter beziehungsweise neben dem Tor sitzenden Zuschauern ein und pöbelt diese an. Als er gegen einen Besucher durch das Tornetz tätlich wird, löst er damit in der 76. Minute ein Handgemenge neben seinem Tor aus, in dessen Verlauf sich zwei Gästespieler und zwei Zuschauer abreagieren. Es entsteht eine deftige Prügelei.
Um näher an das Geschehen zu gelangen, stürmen Kinder und Jugendliche den Platz. Das Spiel wird unterbrochen, die Gäste begeben sich bis auf zwei Spieler in die Kabine. Nach wenigen Minuten ist der Platz geräumt und der Schiedsrichter bittet beide Mannschaften zur Wiederaufnahme. Aber die Eickeler verweigern sich. Sie versuchen mit dem Spielabbruch eine Wiederholung der Partie zu erreichen.
Der Verband entscheidet ein paar Wochen später zugunsten von Bayer 04, da sich die Mannschaft nichts zuschulden hat kommen lassen und wertet das Spiel mit 4:2 für die Werkself. Die beiden Zuschauer, die sich geprügelt haben, werden klubseitig gerügt, sind aber beim nächsten Spiel wieder dabei. Stadionverbot war damals noch ein Fremdwort!

Christoph Daum wird am 24. Oktober 1953 in Zwickau geboren. Als Kind gelangt er mit seiner Mutter in den Westen Deutschlands und wächst in Duisburg auf. Schon früh entwickelt er eine große Begeisterung für den Fußball, auch wenn sich schnell zeigt, dass seine Zukunft weniger auf dem Platz als vielmehr an der Seitenlinie liegt. Bereits in jungen Jahren tritt seine Leidenschaft zutage, Dinge zu analysieren, zu erklären und zu verbessern.
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Als die Bayer 04-Fußballer 1960 Weihnachten feiern, überwintern sie mit 20:10 Punkten auf dem zweiten Platz der 2. Oberliga West – allerdings bereits mit fünf Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Schwarz-Weiß Essen. Doch im neuen Jahr findet die Mannschaft von Trainer Erich Garske nur schwer in die Spur. Auf ein torloses Remis gegen den Bonner FV im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion folgt eine 1:2-Auswärtsniederlage in Erkenschwick. Auch das darauffolgende Heimspiel bringt nur einen Punkt ein. Die Aufstiegsambitionen schrumpfen damit auf ein Minimum, denn der Rückstand auf den begehrten Platz ist inzwischen auf beachtliche zehn Punkte angewachsen.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Februar. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Es ist der 11. Februar 2006 und Schalke 04 und die Werkself starten um 15.30 Uhr ein Spiel, das am Ende Historisches zu bieten hat – zumindest aus Bayer 04-Sicht.
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Als Tabellenführer empfängt die Werkself das abstiegsbedrohte Team von Rhenania Würselen. Am 4. Februar 1951 säumen trotz der sonntäglichen Karnevalsumzüge 5.000 Zuschauer den Spielfeldrand. Und sie sehen eine feldüberlegene Heim-Mannschaft. Ohne den erkrankten Theo Kirchberg und den gesperrten Emil Becks bestürmen die Gastgeber von Beginn an das gegnerische Tor. In der ersten Halbzeit gegen einen starken Wind ankämpfend, erspielt sich Bayer 04 Chance auf Chance, scheitert aber immer wieder am Würselener Torhüter. Nach dem 0:0 zur Halbzeit nimmt sich Karl Heinz Spikofski in der 55. Minute ein Herz und hämmert aus 20 Metern den Ball in die gegnerischen Maschen. Rhenania kann nicht mehr kontern. Bis zum Schluss hält die Belagerung des Würselener Strafraumes an, dennoch bleibt es am Ende bei einem knappen 1:0.
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