
Vor 50 Jahren spielt Bayer 04 in der 2. Oberliga West. Seit fünf Jahren versucht die Werkself, wieder erstklassig zu werden. Am 4. Spieltag der Saison 1961/62 kommt es zum Spitzenspiel gegen den Wuppertaler SV. Es ist der 27. August und dieses Duell wollen 12.000 Zuschauer sehen. Gegen eine defensiv eingestellte Wuppertaler Mannschaft um den Stopper Erich Ribbeck gelingt Bayer 04 ein 2:1-Sieg und damit der Sprung an die Tabellenspitze. Am Ende der Saison schafft das Team um die beiden zukünftigen Bundesligaspieler und -trainer Heinz Höher und Uwe Klimaschefski den Aufstieg in die 1. Oberliga West.

Im Tor von Bayer 04 steht ein gewisser Manfred Manglitz, der sowohl ein sehr guter Bundesligatorwart als auch 1971 in den Bundesligaskandal verwickelt ist. Und „Stopper Ribbeck“ auf Wuppertaler Seite ist DER Erich Ribbeck, der 27 Jahre später Bayer 04 zum UEFA-Cup-Sieg führt. Die Tore für Bayer 04 schießen Kapitän Werner Röhrig, der mit 28 Jahren seine Karriere beenden wird, weil ihm seine beruflichen Chancen im Werk wichtiger sind, und Hans Zimmermann.
Am 21. August 1966 kommt es zum ersten Spieltag der Regionalliga West. Zu Gast im Ulrich-Haberland-Stadion ist der Aufsteiger SSV Hagen und die lokalen Zeitungen diskutieren nur über die Höhe des Sieges. Der Neuling aus Hagen kämpft aufopferungsvoll. Die Werkself erspielt sich ein Eckenverhältnis von 18:4 und viele Torchancen, scheitert aber immer wieder am Hagener Torwart Müller – und am harten Einsteigen der Hagener.







Vor allem Verteidiger Stöcker schaltet nacheinander Karl-Heinz Ripkens, Helmut Brücken und Fredi Hennecken aus – und das ist wörtlich zu nehmen, denn damals gab es noch keine Aus- und Einwechslungen, so dass die Werkself am Ende mit nur sieben Feldspielern versucht, doch noch einen Sieg herauszuspielen. Die drei Verletzten stehen zwar, wie damals üblich, als Statisten auf dem Platz, können aber nicht mehr groß ins Geschehen eingreifen. In der letzten Minute gelingt dem SSV Hagen noch das 3:2 und die Gäste nehmen tatsächlich beide Punkte aus dem Ulrich-Haberland-Stadion mit.

Heiko Scholz wird am 7. Januar 1966 in Görlitz geboren. In seiner Jugend spielt er erst für Dynamo Görlitz. Von dort schafft er den Sprung in die Sportschule nach Dresden und spielt von 1978-1982 in der Jugend der SG Dynamo Dresden. Als für nicht gut genug befunden muss Scholle, so sein Spitzname, die Sportschule verlassen, um seine letzten beiden Jugendjahre für die ISG Hagenwerder zu bestreiten. Über die BSG Chemie Leipzig und den 1.FC Lokomotive Leipzig, mit dem Heiko 1987 den DDR-Pokal gewinnt und auch in das Europapokal-Finale der Pokalsieger einzieht (0:1 gegen Ajax Amsterdam), führt ihn sein Weg endlich wieder zurück zu seinem Herzensverein Dynamo Dresden. Für eine Million D-Mark, die höchste Ablösesumme, die jemals für einen Spieler in der ehemaligen DDR bezahlt wird, wechselt er 1990 von Lok Leipzig in die Landeshauptstadt Sachsens.
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Stefan Kießling wird am 25. Januar 1984 im fränkischen Lichtenfels geboren. Schon als kleiner Junge verbringt er unzählige Stunden auf den Bolzplätzen seiner Heimat, jagt dem Ball hinterher, träumt vom großen Fußball. Seine Eltern unterstützen ihn, aber sie erziehen ihn bodenständig – Fleiß, Ehrlichkeit und Bescheidenheit sind Werte, die ihn von klein auf prägen. Früh zeigt sich sein Talent, doch noch auffälliger ist sein Ehrgeiz. Kießling will sich stets verbessern, will mehr geben als andere.
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In der 1. Kreisklasse des Rhein-Wupper-Kreises kommt es am Sonntag, dem 26. Januar 1936, zum Lokalderby zwischen dem abstiegsbedrohten BV Wiesdorf und dem Tabellenführer SSV „Bayer“ Leverkusen. Auf dem alten Platz des BV Wiesdorf, dort wo sich heute das Arbeitsamt Leverkusen befindet, tummeln sich 1.800 Zuschauer, um dieses Spiel zu sehen.
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Es ist Freitag, der 31. Januar 1986. Es steht das Derby in Köln an und wir sind nach dem Heimsieg gegen den Hamburger SV eine Woche zuvor voller Selbstvertrauen, denn wir haben ein 0:2 zur Pause in einen 3:2-Sieg gedreht. Vor allem der in der Halbzeit eingewechselte griechische Amateurspieler Minas Hantzidis hat in diesem Spiel aufgedreht. Durch zwei Tore von Bum-kun Cha und einen Elfmeter von Christian Schreier können wir zwei wichtige Punkte im Kampf um einen UEFA-Cup-Platz einfahren. Mit einem Punkt Rückstand auf die Norddeutschen stehen wir auf Platz 5 der Tabelle, sechs Punkte vor dem Nachbarn aus Köln.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Januar. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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